Rhododendronzikade
Graphocephala fennahi
Erkennen
Die Rhododendronzikade (Graphocephala fennahi) ist eine auffällig türkisgrün gefärbte, orangerot gestreifte Zikade, die vom Frühsommer bis in den Herbst an Rhododendron und Azalee saugt. Ihre gelbgrünen Larven sitzen schon ab Mai auf der Blattunterseite, die springenden erwachsenen Tiere erscheinen ab Juli. Der direkte Saugschaden zeigt sich als helle, gesprenkelte Flecken auf den Blättern, die eigentliche Gefahr ist aber die Eiablage in die Knospenschuppen im Spätsommer und Herbst: Dabei gelangen Sporen des Pilzes Pycnostysanus azaleae in die Wunden, die betroffenen Blütenknospen verfärben sich braun bis schwarz und vertrocknen über Winter, bevor sie im Frühjahr aufblühen können. Am besten erkennst du den Befall an den gut sichtbaren Zikaden auf der Blattunterseite und an den geschwärzten, filzigen Knospen im Spätwinter.
Vorbeugen
Kontrolliere deine Rhododendren und Azaleen ab dem Frühsommer regelmäßig auf der Blattunterseite und sammle sichtbare Zikaden ab, solange der Bestand überschaubar ist. Schneide vertrocknete, braun bis schwarz verfärbte Knospen im Spätwinter konsequent heraus und entsorge sie über den Hausmüll statt über den Kompost, damit sich die Pilzsporen nicht weiterverbreiten. Ein lockerer, luftiger Standort mit ausreichend Pflanzabstand trocknet die Blätter schneller ab und macht den Bestand für die Zikaden weniger attraktiv. Nützlinge wie Vögel, Florfliegen und räuberische Wanzen im Garten zu fördern, etwa durch Hecken und Sitzwarten in der Nähe, hilft zusätzlich, die Population auf natürliche Weise klein zu halten.
Betroffene Pflanzen
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