Hydrocharis morsus-ranae
Froschbiss
Volksnamen: Europäischer Froschbiss
Foto: Christian Fischer · CC BY-SA 3.0 · Quelle
Diese Beschreibung wurde maschinell übersetzt.
Beschreibung
Der Froschbiss ist eine heimische Schwimmpflanze, die mit ihren kleinen, seerosenartigen Blättchen die Wasseroberfläche von Teich und Weiher bedeckt. Von Juni bis August zeigt sie zarte, dreiblättrige weiße Blüten, die knapp über dem Wasser stehen. Die Pflanze wurzelt nicht im Boden, sondern treibt frei mit langen Wurzelfäden im Wasser und bildet im Herbst kleine Winterknospen, die zu Boden sinken und dort überdauern. Botanisch heißt sie Hydrocharis morsus-ranae, im Garten reicht der deutsche Name völlig aus. Sie ist ein wertvoller Sichtschutz für Kleinlebewesen im Teich und ungiftig für Mensch und Tier.
Pflegehinweise
Setze den Froschbiss von Mai bis KW 22 direkt ins ruhige, nährstoffreiche Wasser deines Gartenteichs, am besten in einer sonnigen bis halbschattigen Ecke. Er braucht keine Erde und keinen festen Platz, treibt frei und breitet sich bei guten Bedingungen von allein aus. Entferne im Sommer überschüssige Pflanzen mit einem Kescher, damit die Wasseroberfläche nicht komplett zuwächst und genug Licht für andere Wasserbewohner bleibt. Die Winterknospen sinken ab Oktober von selbst zu Boden; du musst im Winter nichts weiter tun, im Frühjahr ab Mitte April · KW 16 steigen sie wieder auf. Ein zu nährstoffarmes Wasser lässt die Pflanze kümmern, dann hilft etwas verrotteter Kompost am Teichrand statt eines Düngemittels.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
feucht, nährstoffreich, humos
Froschbiss braucht kein klassisches Beet, sondern nährstoffreiches, stehendes bis langsam fließendes Wasser mit weichem Schlammgrund. Wurzeln hängen frei im Wasser und ziehen ihre Nährstoffe direkt daraus, ein Substrat im engeren Sinn ist nicht nötig. Wichtig ist ein pH-Wert im leicht sauren bis neutralen Bereich und ein ruhiger, windgeschützter Teichbereich, damit die kleinen Rosetten nicht abtreiben.
Düngung
Mittelzehrer
Froschbiss zieht seine Nährstoffe direkt aus dem Teichwasser und wird nicht klassisch gedüngt. Ein nährstoffreiches Gewässer, etwa durch Laub- oder Pflanzenreste im Bodenschlamm, reicht ihm völlig. Zu viele Nährstoffe im Teich führen eher zu Algenwachstum, deshalb lieber sparsam bleiben und die Pflanze als natürlichen Nährstoffzehrer arbeiten lassen.
Überwinterung
Froschbiss bildet im Spätsommer kleine Winterknospen, die sogenannten Turionen, und lässt die Sommerblätter absterben. Die Turionen sinken auf den Teichgrund und überstehen dort den Winter geschützt vor Frost, solange das Gewässer nicht komplett durchfriert. Im Frühjahr steigen sie wieder an die Oberfläche und treiben neu aus, du musst also nichts weiter tun als den Teich frostfrei genug zu halten.
Vermehrung
Methoden
- Ausläufer
- Kindel
Froschbiss vermehrt sich im Sommer von selbst über Ausläufer, an denen sich neue Rosetten bilden und die du einfach abtrennen und an anderer Stelle im Teich aussetzen kannst. Die überwinternden Turionen sind im Grunde auch eine Form der Vermehrung, aus jeder Knospe wächst im Frühjahr eine neue Pflanze. Willst du den Bestand kontrollieren, entnimmst du im Sommer einfach überzählige Rosetten mit einem Kescher. Eine Aussaat spielt bei Froschbiss in der Gartenpraxis kaum eine Rolle.
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