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Chaerophyllum bulbosum

Kerbelrübe

Volksnamen: Rübenkerbel, Erdkastanie

Kerbelrübe

Foto: Franz Eugen Köhler, Köhler's Medizinal-Pflanzen · Public Domain · Quelle

Diese Beschreibung wurde maschinell übersetzt.

Beschreibung

Die Kerbelrübe ist eine fast vergessene Wurzelgemüse-Rarität aus der Familie der Doldenblütler und war schon im 19. Jahrhundert in bürgerlichen Gärten geschätzt. Ihre kleinen, kreiselförmigen Knollen schmecken gegart maronenartig süß und erinnern geschmacklich an Kastanien mit einer feinen Süße. Als Kältekeimer braucht das Saatgut mehrere Wochen Frost, um überhaupt aufzugehen, deshalb säst du im Herbst statt im Frühjahr. Die Pflanze zieht sich im Sommer zurück und die Knollen reifen unterirdisch weiter, bis du sie im Folgejahr erntest. Achtung: Verwechslungsgefahr mit giftigen Doldenblütlern wie dem Gefleckten Schierling besteht nur bei jungen Blättern vor der Blüte, im Zweifel Pflanze stehen lassen und nicht ernten.

Pflegehinweise

Säe die Kerbelrübe im Oktober oder November direkt ins Beet, denn die Samen brauchen die Kälte des Winters zum Keimen. Wähle einen lockeren, humosen Boden ohne Staunässe, ideal ist ein Platz, der vorher nicht mit anderen Doldenblütlern bepflanzt war. Halte die Fläche im Frühjahr unkrautfrei, sobald die feinen Blätter erscheinen, denn die jungen Pflanzen wachsen zunächst langsam. Gieße mäßig und lasse die Erde zwischendurch abtrocknen, Staunässe verträgt die Knolle schlecht. Geerntet wird ab Juli, sobald das Laub gelb wird und welkt, du kannst die Knollen dann roden und an einem kühlen, dunklen Ort bis zur nächsten Aussaat lagern.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6–7.28.0

Bodenart

durchlässig, humos, lehmig, nährstoffreich

LichtVolle Sonne
WinterhärteWinterhart
FruchtfolgeDoldenblütler
WasserbedarfMittel

Kerbelrübe mag einen tiefgründigen, lockeren Boden, in dem sich die kleinen Knollen ungehindert ausbilden können. Humusreiche, gut durchlässige Erde mit gleichmäßiger Feuchte bringt die schönsten Rüben hervor. Staunässe und schwere, verdichtete Böden meidest du am besten, sonst faulen die Knollen im Winter.

Baue Kerbelrübe nicht direkt nach anderen Doldenblütlern wie Möhre oder Pastinake an, das beugt bodenbürtigen Krankheiten vor. Eine Anbaupause von etwa 4 Jahren am selben Standort hat sich bewährt.

Düngung

Mittelzehrer

Arbeite im zeitigen Frühjahr reifen Kompost flach in die obere Erdschicht ein, das reicht der Kerbelrübe für die ganze Saison. Eine zusätzliche Gabe brauchst du in der Regel nicht, da die Pflanze zu Vorjahresresten im Boden ohnehin genügsam ist. Frischen Mist solltest du nicht direkt vor der Aussaat einsetzen, das fördert eher das Blattwachstum als die Knollenbildung.

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