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Cotinus coggygria

Perückenstrauch

Volksnamen: Perückensumach, Gewöhnlicher Perückenstrauch

Perückenstrauch

Foto: LIght Dim · CC0 · Quelle

Diese Beschreibung wurde maschinell übersetzt.

Beschreibung

Der Perückenstrauch Cotinus coggygria trägt im Sommer wolkig fransige Fruchtstände, die tatsächlich an eine Perücke erinnern und dem Strauch seinen Namen geben. Die runden Blätter zeigen sich je nach Sorte in Grün, Purpurrot oder Blaugrün und färben sich im Herbst leuchtend orange bis feuerrot. Er wächst als sommergrünes, breit ausladendes Gehölz und passt gut als Solitär oder in freie Wildstrauchhecken. Alle Pflanzenteile enthalten Gerbstoffe; beim Verletzen der Rinde tritt ein milchiger Saft aus, der bei empfindlicher Haut Reizungen auslösen kann. Für Kinder und Haustiere gilt: Blätter und Zweige nicht in großen Mengen kauen oder essen, dann ist der Strauch unbedenklich im Garten.

Pflegehinweise

Der Perückenstrauch mag einen sonnigen bis halbschattigen Platz mit durchlässigem, eher magerem Boden; zu nährstoffreiche Erde lässt die Herbstfärbung blasser ausfallen. Pflanze ihn am besten im Frühjahr, Mitte April bis Anfang Mai · KW 15 bis 18, damit er vor dem Sommer gut anwurzelt. Ein Rückschnitt im zeitigen Frühjahr, vor dem Austrieb, hält die Form kompakt und fördert kräftigen Neuaustrieb mit größeren Blättern, allerdings auf Kosten der Blüte. In den ersten beiden Standjahren freut er sich über gelegentliches Gießen in Trockenphasen, danach ist er ausgesprochen genügsam und verträgt auch längere Dürre gut. Sorten wie ‚Royal Purple' oder ‚Grace' setzen mit ihrem dunklen Laub schöne Farbakzente neben grünlaubigen Gehölzen.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6–88.0

Bodenart

durchlässig, mager, kalkliebend, trocken

LichtVolle Sonne
Sonnenstundenmind. 6 h am Tag
WinterhärteWinterhart

Der Perückenstrauch mag es mager und durchlässig, staunasser Boden schadet ihm schnell. Kalkhaltige, steinige oder sandige Böden sind ihm am liebsten, auf schwerem Lehm wächst er deutlich zögerlicher. Ein sonniger, trockenwarmer Standort bringt die schönste Herbstfärbung hervor.

Düngung

Schwachzehrer

Der Perückenstrauch braucht als genügsamer Wildstrauch praktisch keine Düngung. Eine dünne Schicht reifer Kompost im Frühjahr reicht völlig aus, mehr würde nur zu weichem, frostanfälligem Trieb führen. Auf mageren Böden fühlt er sich ohnehin am wohlsten.

Schnitt

MonateFeb–Mär
SaisonSpätwinter
SchnittartAuslichtungsschnitt

Ein Rückschnitt ist beim Perückenstrauch nicht zwingend nötig, tut ihm aber gut, wenn er zu sparrig wird. Im Spätwinter, vor dem Austrieb, dünnst du alte und sich kreuzende Triebe aus, das fördert kräftigen Neuaustrieb mit besonders farbiger Belaubung. Ein radikaler Rückschnitt bis auf den Stock verträgt die Pflanze ebenfalls, kostet dich dann aber die Blüte des Jahres.

Überwinterung

Einmal etabliert ist der Perückenstrauch bei uns problemlos winterhart und braucht keinen besonderen Schutz. Junge Pflanzen im ersten Winter freuen sich über eine Mulchschicht am Wurzelbereich. Frost trifft ihn im Ruhezustand kaum, Spätfrost nach dem Austrieb kann junge Blätter allerdings schädigen.

Vermehrung

Methoden

  • Stecklinge
  • Absenker
  • Aussaat

Am zuverlässigsten gelingt die Vermehrung über halbverholzte Stecklinge im Sommer, KW 26 bis 30 ist ein guter Zeitpunkt. Alternativ lässt sich ein bodennaher Trieb als Absenker in die Erde legen und wurzelt dort über ein bis zwei Jahre. Aussaat ist möglich, aber langwierig, da die Samen erst eine Kälteperiode zum Keimen brauchen und die Sorten dabei nicht typgetreu bleiben.

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