Dahlien und Gladiolen blühen prächtig bis zum ersten Frost, aber dann ist Schluss: Ihre Knollen stammen aus wärmeren Regionen und erfrieren in unserem Boden. Wer sie behalten will, muss sie ausgraben und über den Winter frostfrei einlagern. Richtig gemacht, treiben dieselben Knollen jedes Jahr wieder aus und werden mit der Zeit sogar größer.
Vier Schritte führen sicher durch den Winter: ausgraben, trocknen, einlagern und im Frühjahr teilen. Dieser Beitrag zeigt dir jeden davon, damit deine Dahlien viele Jahre halten.
Ausgraben nach dem ersten Frost
Warte mit dem Ausgraben, bis der erste Frost das Laub schwarz gefärbt hat, meist zwischen KW 42 und 46. Bis dahin ziehen die Pflanzen noch Kraft ins Knollenlager ein, das stärkt sie für das nächste Jahr. Schneide das erfrorene Laub auf eine Handbreit zurück.
Hebe die Knollen dann vorsichtig mit der Grabegabel aus, im weiten Bogen um die Pflanze, damit du sie nicht durchstichst. Schüttle grobe Erde ab, aber wasche die Knollen nicht, das fördert Fäulnis. Gladiolenknollen behandelst du genauso.
Trocknen und einlagern
Lass die ausgegrabenen Knollen ein paar Tage an einem luftigen, frostfreien Ort abtrocknen, am besten kopfüber, damit Restfeuchte aus den Stängeln abläuft. Erst wenn die Oberfläche abgetrocknet ist, kommen sie ins Winterlager.
Lagere die Knollen kühl, dunkel und frostfrei bei etwa fünf bis zehn Grad, zum Beispiel im Keller. Bette sie locker in trockenen Sand, Kokosfaser oder Zeitungspapier, sodass sie sich nicht berühren. So bleiben sie prall, ohne zu faulen. Kontrolliere sie im Winter ein paarmal und sortiere weiche oder schimmelnde Stücke aus.
Laub zurückschneiden
Warte den ersten Frost ab und schneide das schwarz gewordene Laub auf eine Handbreit über dem Boden zurück. Markiere bei mehreren Sorten den Namen am Stummel.
Vorsichtig ausheben
Steche mit der Grabegabel im weiten Bogen um die Pflanze und hebe den ganzen Horst heraus. Nicht am Stängel ziehen, sonst reißt er von der Knolle ab.
Reinigen und abtrocknen lassen
Schüttle grobe Erde ab, ohne zu waschen. Lass die Knollen einige Tage kopfüber an einem luftigen, frostfreien Ort abtrocknen.
Frostfrei einlagern
Bette die trockenen Knollen in Sand oder Papier und lagere sie kühl, dunkel und frostfrei. Ein unbeheizter Keller oder eine frostfreie Garage ist ideal.
Im Winter kontrollieren
Sieh ein paarmal nach. Faulige Stellen großzügig wegschneiden, schrumpelige Knollen leicht anfeuchten. So kommen sie gesund bis zum Frühjahr.
Nach dem ersten Frost ausgraben, gut abtrocknen, kühl und trocken einlagern. Wer die Knollen jährlich hebt und teilt, hat aus einer Dahlie über die Jahre ein ganzes Beet.
Die Kern-Regel zum Überwintern
Häufige Fragen
Muss man Dahlien jedes Jahr ausgraben?
In den meisten Regionen ja, denn Dahlienknollen sind nicht winterhart und erfrieren im Boden. Nur in sehr milden Weinbaulagen überwintern sie mit dicker Mulchschicht manchmal draußen. Sicher ist das Ausgraben und frostfreie Einlagern.
Wann grabe ich Dahlien und Gladiolen aus?
Wenn der erste Frost das Laub schwarz gefärbt hat, meist KW 42 bis 46. Bis dahin zieht die Pflanze noch Nährstoffe in die Knolle ein. Danach das Laub zurückschneiden und die Knollen vorsichtig ausheben.
Wie lagere ich Dahlienknollen richtig?
Kühl, dunkel und frostfrei bei etwa fünf bis zehn Grad, zum Beispiel im Keller. Die abgetrockneten Knollen locker in trockenen Sand, Kokosfaser oder Papier betten, sodass sie sich nicht berühren, und im Winter gelegentlich kontrollieren.
Warum faulen meine eingelagerten Knollen?
Meist weil sie zu feucht eingelagert wurden oder das Lager zu warm ist. Lass die Knollen vor dem Einlagern gut abtrocknen, wasche sie nicht und sorge für ein kühles, luftiges Lager. Faulige Stellen sofort wegschneiden.
Wie teile ich eine Dahlienknolle?
Am besten im Frühjahr, wenn die Augen sichtbar sind. Zerteile den Horst mit einem sauberen Messer so, dass jedes Stück ein Stück Wurzelhals mit mindestens einem Auge trägt. Stücke ohne Auge treiben nicht aus und kommen auf den Kompost.

