Dahlien und Gladiolen bringen von Hochsommer bis Frost Farbe ins Beet, wenn andere Stauden schon nachlassen. Ihr Geheimnis: Sie wachsen nicht aus winterharten Wurzeln, sondern aus Knollen und Zwiebeln, die den Winter frostfrei im Keller verbringen. Deshalb kommen sie erst im Frühjahr in die Erde, wenn die Frostgefahr vorbei ist.
Der häufigste Fehler ist Ungeduld: zu früh gesteckt, erwischt ein später Frost die jungen Triebe. Der zweitgrößte ist die vergessene Stütze. Dieser Beitrag zeigt dir, wie du Sommerknollen richtig setzt und von Anfang an stützt.
Erst wenn der Frost vorbei ist
Sommerknollen vertragen keinen Frost, weder an der Knolle noch am jungen Trieb. Deshalb ist der Zeitpunkt entscheidend. Gladiolen und Lilien dürfen ab KW 15 bis 20 in den Boden, sobald er sich erwärmt hat. Bei den besonders empfindlichen Dahlien wartest du besser bis nach den Eisheiligen Mitte Mai.
Wer Vorsprung will, zieht Dahlien ab April im Topf auf der Fensterbank vor und pflanzt die angetriebene Knolle nach den Frösten aus. So blüht sie einige Wochen früher. Die Knollen selbst darfst du auch schon vorher setzen, solange sie tief genug liegen, dass der Trieb erst nach den Frösten die Oberfläche erreicht.
Die Stütze kommt zuerst
Der zweite typische Fehler passiert Monate später und ärgert doppelt: Die Dahlie ist mannshoch, voller Blüten, ein Sommergewitter kippt sie um, und beim Nachstützen rammt man den Stab mitten durch die Knolle. Deshalb gilt die eiserne Regel: Stütze beim Pflanzen setzen, nicht danach.
Steck den Stab direkt neben die Knolle ins Pflanzloch, bevor du es zuschüttest. Dann weißt du genau, wo die Knolle liegt, und verletzt sie nicht. Hohe Dahlien und Gladiolen bindest du im Lauf des Sommers locker an, dann halten sie auch Wind und Regen stand.
Die wichtigsten Sommerknollen im Überblick
- Dahlie
Der Star unter den Sommerknollen. Blüht von KW 28 bis zum Frost in allen Farben und Formen. Besonders frostempfindlich, deshalb erst Mitte Mai auspflanzen.
- Gladiole
Bringt senkrechte Blütenähren ins Beet. Wer im Abstand von zwei Wochen mehrmals steckt, hat den ganzen Sommer über Nachschub für die Vase.
- Lilie
Wächst aus einer Schuppenzwiebel, die etwas tiefer gesetzt wird. Viele Lilien sind bedingt winterhart und dürfen im milden Beet bleiben.
- Begonie und Canna
Knollenbegonien und Blumenrohr lieben es warm und schattig bis halbschattig. Auch sie kommen erst nach den letzten Frösten ins Freie.
Erst wenn kein Frost mehr droht in die Erde, und die Stütze gleich mit ins Pflanzloch. Wer beides beachtet, erntet von Juli bis Frost Farbe fürs Beet und die Vase.
Die Kern-Regel zu Sommerknollen
Häufige Fragen
Wann steckt man Dahlien und Gladiolen?
Erst wenn keine Nachtfröste mehr drohen. Gladiolen ab KW 15 bis 20, sobald der Boden warm ist. Die frostempfindlichen Dahlien besser erst nach den Eisheiligen Mitte Mai. Vorgezogen im Topf gewinnt man einige Wochen Vorsprung.
Wie tief setzt man Dahlienknollen?
Etwa fünf bis zehn Zentimeter tief, sodass die Knolle gut mit Erde bedeckt ist und der alte Stängelansatz nach oben zeigt. Gladiolen kommen rund zehn Zentimeter tief, Lilien etwas tiefer.
Warum kippen meine Dahlien um?
Weil die Stütze fehlt oder zu spät kam. Hohe Dahlien werden mannshoch und schwer und knicken bei Wind und Regen. Setze den Stützstab schon beim Pflanzen neben die Knolle und binde die Pflanze im Sommer locker an.
Kann ich Sommerknollen im Topf vorziehen?
Ja, das lohnt sich besonders bei Dahlien. Setze die Knolle ab April in einen Topf mit Erde, stell ihn hell und frostfrei und pflanze die angetriebene Knolle nach den letzten Frösten aus. So blüht sie mehrere Wochen früher.
Welcher Standort passt für Sommerknollen?
Die meisten wollen es sonnig und warm mit durchlässigem Boden. Staunässe ist ihr größter Feind, weil die Knollen darin faulen. Begonien und Blumenrohr vertragen dagegen auch Halbschatten.

