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Agave americana

Amerikanische Agave

Volksnamen: Hundertjährige Agave, Jahrhundertpflanze

Amerikanische Agave

Beschreibung

Die Amerikanische Agave bildet eine mächtige Rosette aus fleischigen, blaugrünen Blättern mit kräftigen Randzähnen und Enddorn. Sie ist eine Zier- und Strukturpflanze für sonnige Kübel und Kiesgärten und blüht erst nach vielen Jahren ein einziges Mal eindrucksvoll auf, bevor die Hauptrosette abstirbt.

Pflegehinweise

Pflanze die Agave in sehr durchlässiges, mineralisches Substrat und stelle sie vollsonnig. Gieße von Mai bis September nur, wenn das Substrat ganz abgetrocknet ist, und halte sie im Winter komplett trocken. Überwintere den Kübel hell und kühl bei wenigen Grad über Null. Trage beim Umtopfen wegen der scharfen Dornen feste Handschuhe.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6–88.0

Bodenart

sandig, durchlässig, trocken, mager

LichtVolle Sonne
Sonnenstundenmind. 6 h am Tag
WinterhärteWinterhart mit Schutz
WasserbedarfNiedrig

Gib der Agave ein sandig-mineralisches, sehr durchlässiges Substrat mit hohem Grobkorn-Anteil (Bims, Lava oder grober Sand) — Staunässe ist der Hauptfeind, nicht Trockenheit. Im Freiland nur magere, gut drainierte Böden; bei Lehm ein Drainagebett anlegen. Sie ist kalktolerant, kalkhaltiger Boden und hartes Gießwasser machen ihr nichts aus.

Düngung

Schwachzehrer

Monate

Apr–Aug

Von April bis August reicht eine sehr maßvolle Versorgung im Abstand mehrerer Wochen — etwas gut abgelagerter Kompost oder Hornspäne flach in den Boden eingearbeitet genügt. Vermeide Stickstoff-Überschuss, er erzeugt weiches, fäulnisanfälliges Gewebe. Ab Herbst und im Winter gar nicht düngen.

Überwinterung

Im Freiland braucht die Amerikanische Agave vor allem Schutz vor Winternässe — dauerhaft feuchter Wurzelhals lässt sie eher faulen als Kälte. Stelle sie geschützt unter Dachüberstand oder an eine warme Wand, decke den Wurzelbereich mit trockenem Laub und Reisig ab und umhülle sie bei strengem Frost locker mit Vlies; im Kübel oder in rauen Lagen holst du sie ab Oktober hell und frostfrei herein, gießt sehr sparsam und düngst im Winter gar nicht.

Vermehrung

Methoden

  • Kindel
  • Aussaat

Die Amerikanische Agave vermehrst du am zuverlässigsten über Kindel (Ableger/Tochterrosetten), die die Mutterpflanze über unterirdische Rhizome rund um ihre Basis bildet. Der beste Zeitpunkt ist Frühjahr bis Frühsommer, wenn die Wunden bei trockenem, warmem Wetter schnell abheilen. Warte, bis ein Kindel mehrere eigene Blätter und eigene Wurzeln gebildet hat. Lege die Verbindung zum Mutterstock frei und wackle das Kindel vorsichtig ab; sitzt es fest, trenne es mit einem scharfen, sauberen Messer durch. Lass die Schnittstelle einige Tage an der Luft trocknen, bis sie verkorkt, pflanze den Ableger dann in durchlässiges, gritziges Substrat und gieße zunächst sehr sparsam.

Eine zweite vegetative Möglichkeit ergibt sich, wenn die Agave nach Jahrzehnten einmalig blüht und danach abstirbt (sie ist monokarp): Am Blütenstand bilden sich oft kleine Tochterpflänzchen (Bulbillen). Drehe sie ab, sobald sie fest und gut ausgebildet sind und kleine Wurzelansätze zeigen, lass sie ein bis zwei Tage antrocknen und ziehe sie wie Kindel im durchlässigen Substrat weiter. Sie wurzeln meist innerhalb weniger Wochen.

Aussaat aus Samen ist ebenfalls möglich, aber langwieriger. Weiche die Samen vorab in lauwarmem Wasser ein und säe sie oberflächlich oder nur ganz dünn bedeckt in sandiges, gut drainierendes Substrat – viele Agaven keimen mit Lichtkontakt besser. Halte die Aussaat warm und gleichmäßig leicht feucht; ein einmaliges vollständiges Austrocknen kann die ganze Charge vernichten. Die Keimung setzt meist innerhalb einiger Wochen ein. Beachte: Im Garten gesammelte Samen sind oft Hybriden – sortenechte Vermehrung gelingt nur über Kindel oder Bulbillen.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Nachtschattengewächse (Solanaceae)

besonders bewährt

Spargel und Tomate profitieren voneinander. Die Tomate hält den Spargelkäfer fern, der Spargel wehrt Fadenwürmer ab, die der Tomate schaden.

Zum Beispiel KartoffelTomatePaprikaAubergineCocktailtomateAndenbeere und 9 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

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