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Valeriana officinalis

Echter Baldrian

Volksnamen: Arznei-Baldrian, Katzenkraut

Echter Baldrian

Beschreibung

Der Echte Baldrian wird über einen Meter hoch und öffnet im Sommer zarte, blassrosa Blütendolden, die Schwebfliegen und Bienen anziehen. Genutzt wird die Wurzel, die ihren typischen Duft erst nach dem Trocknen entfaltet, Katzen finden ihn unwiderstehlich.

Pflegehinweise

Säe ihn als Lichtkeimer ab April oder pflanze ihn an einen halbschattigen Platz mit feuchtem, humosem Boden, Trockenheit verträgt er schlecht, gieße ihn also in heißen Wochen. Im zweiten oder dritten Jahr gräbst du im Oktober die Wurzeln aus, wäschst und trocknest sie luftig.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6–7.58.0

Bodenart

lehmig, humos, feucht, nährstoffreich

LichtHalbschatten
Sonnenstundenmind. 4 h am Tag
WinterhärteWinterhart
WasserbedarfHoch

Baldrian mag locker-frische, humose Lehm- und Tonböden, die dauerhaft leicht feucht bis frisch bleiben — sein natürlicher Standort sind Bach- und Flussufer und feuchte Wiesen. Anders als oft angenommen liebt er basenreiche, eher kalkhaltige Böden im neutralen bis leicht basischen Bereich; auf Kalkschutt wächst er gut. Staunässe über lange Zeit verträgt er nur bedingt — bei schweren, verdichteten Böden hilft etwas Sand für mehr Durchlässigkeit.

Düngung

Mittelzehrer

Monate

Mär–Apr

Im Frühjahr etwas reifen Kompost flach in den Wurzelbereich einarbeiten — auf humosen Böden reicht das als Jahresversorgung. Bei nährstoffärmeren Böden kannst du zusätzlich Hornspäne oberflächlich einharken. Halte dich mit Stickstoff zurück: zu viel davon treibt üppiges Blatt auf Kosten der Wurzel-Wirkstoffe.

Überwinterung

Echter Baldrian ist eine heimische, winterharte Staude und übersteht den DACH-Tiefland-Winter im Freiland ohne Schutz. Schneide die oberirdischen Triebe im Herbst bodennah zurück — die Rhizome treiben im Frühjahr zuverlässig wieder aus.

Vermehrung

Methoden

  • Aussaat
  • Teilung
  • Ausläufer
  • Absenker

Baldrian lässt sich auf vier Wegen vermehren. Am häufigsten nutzt du die Aussaat: Säe im März oder April in Anzuchtschalen bei 18–20 °C, denn Baldrian ist ein Lichtkeimer – bedecke die Samen nie mit Erde, drücke sie nur an und halte sie gleichmäßig feucht. Die Keimung dauert vier bis sechs Wochen; verwende möglichst frisches Saatgut vom Vorjahr, da die Keimfähigkeit schnell nachlässt. Ab Mai setzt du die Jungpflanzen mit etwa 40 cm Abstand ins Freiland. Für die Stockteilung hebst du im Frühjahr oder Herbst einen älteren Mutterstock aus und zerteilst ihn mit dem Spaten in mehrere kräftige Stücke, jeweils mit ausreichend Wurzelanteil, die du sofort mit rund 30 cm Abstand neu einpflanzt und gut angießt. Bodentriebe (Ausläufer), die sich neben der Mutterpflanze bilden, lässt du auf etwa 10 cm Höhe anwachsen, stichst sie dann mit einem scharfen Spaten ab und pflanzt sie an den gewünschten Standort um. Für Absenker biegst du einen kräftigen Seitentrieb auf den Boden, drückst ihn etwa 10–15 cm unterhalb der Spitze zwei Finger tief in die Erde, beschwerst die Biegestelle und fixierst die Spitze senkrecht an einem Stäbchen; nach etwa vier bis acht Wochen prüfst du, ob sich Wurzeln gebildet haben, und trennst die neue Pflanze dann von der Mutter ab.

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