Musa basjoo
Japanische Faserbanane
Volksnamen: Zierbanane, Winterharte Banane
Foto: Illustratedjc · CC BY-SA 4.0 · Quelle
Beschreibung
Die Japanische Faserbanane ist die robusteste Banane für unser Klima und bringt mit ihren riesigen, frischgrünen Blättern tropisches Flair in den Garten. Sie wird als Strukturstaude kultiviert; essbare Früchte bildet sie bei uns kaum, der Reiz liegt im üppigen Laub.
Pflegehinweise
Pflanze die Faserbanane in nährstoffreichen, humosen Boden an einen sonnigen, windgeschützten Platz und gieße in der Wachstumszeit reichlich. Dünge von Mai bis August regelmäßig. Schneide das Laub nach dem ersten Frost zurück und packe den Stamm dick mit Laub, Vlies und einem Drahtkorb ein, so übersteht der Wurzelstock den Winter und treibt im Mai wieder kräftig aus.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
humos, durchlässig, lehmig, nährstoffreich
Setz die Faserbanane in tiefgründigen, humusreichen und gut durchlässigen Boden — Staunässe lässt die fleischigen Rhizome schnell faulen. Lehmig-frisch ist ideal; halte den Boden gleichmäßig feucht, aber nie nass.
Düngung
Starkzehrer
Monate
Apr–Aug
Arbeite im Frühjahr reifen Kompost oder gut verrotteten Mist flach um die Pflanze ein. Während des starken Wachstums von Mai bis August deckst du den hohen Stickstoffbedarf mit Hornspänen oder Hornmehl, die langsam und stetig nachliefern. Ab September nicht mehr düngen, damit die Pflanze vor dem Winter ausreift.
Überwinterung
Das Rhizom der Japanischen Faserbanane bleibt im Boden, braucht aber kräftigen Winterschutz: Nach den ersten Frösten schneidest du den Scheinstamm zurück und lässt einen Stummel stehen, den du samt Wurzelbereich dick mit trockenem Laub, Stroh oder Reisig abdeckst und mit einer Styropor- oder Holzeinhausung sowie atmungsaktivem Vlies sicherst. Niemals luftdicht mit Plastikfolie abdecken (Staunässe lässt das Rhizom faulen) und etwas Luftzirkulation lassen; im Frühling den Schutz schrittweise abnehmen, der Stamm treibt neu aus dem Rhizom aus.
Vermehrung
Methoden
- Kindel
- Teilung
Musa basjoo vermehrst du am zuverlässigsten über die Kindel (Tochterpflanzen), die sich jedes Jahr am Fuß des Rhizoms bilden. Warte, bis ein Kindel etwa 30–60 cm hoch ist und eigene Wurzeln gebildet hat — dann im Frühjahr (nach den Eisheiligen, ab Mitte Mai · KW 20) oder im Frühsommer freilegen und mit einem scharfen, sauberen Messer vom Mutterrhizom abtrennen. Achte darauf, dass ein ausreichendes Stück Rhizom mit Wurzeln am Ableger bleibt. Die Schnittstelle kurz antrocknen lassen, dann den Kindel in frische, durchlässige Erde einpflanzen und gleichmäßig feucht halten. Alternativ kannst du einen gut eingewachsenen Horst durch Rhizomteilung vermehren: Pflanze im Frühjahr ausgraben, das Rhizom mit einem stabilen Spaten oder Messer so teilen, dass jedes Stück mindestens einen Trieb und eigene Wurzeln hat, und die Teilstücke direkt wieder einpflanzen. Diese Methode eignet sich besonders, wenn du den Horst ohnehin verjüngen möchtest. Aussaat ist bei Musa basjoo in der Praxis kaum erfolgversprechend — die Art setzt in unseren Breiten nur selten keimfähige Samen an, und die Keimung verläuft sehr unzuverlässig. Greif deshalb zu Kindeln oder Rhizomteilung.
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