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Vaccinium macrocarpon

Cranberry

Volksnamen: Großfrüchtige Moosbeere, Kranbeere

Cranberry

Foto: Photo by Keith Weller · Public Domain · Quelle

Beschreibung

Die Cranberry ist ein immergrüner, niederliegender Zwergstrauch, der große, knallrote und herb-saure Beeren trägt. Sie stammt aus Moorlandschaften und liebt es feucht und sauer, im Kübel mit Moorerde gedeiht sie auch auf dem Balkon. Sorten wie ‚Pilgrim’ tragen besonders große Früchte für Saft und Kompott.

Pflegehinweise

Pflanze die Cranberry in saure Moorbeeterde an einen sonnigen, dauerhaft feuchten Platz, gern am Teichrand. Gieße reichlich mit kalkarmem Regenwasser, denn Trockenheit verträgt sie schlecht. Mulche mit saurem Material und ernte die Beeren ab September, ihr voller Geschmack entfaltet sich erst nach dem ersten Frost.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 4–58.0

Bodenart

humos, feucht, durchlässig, kalkmeidend, mager

LichtVolle Sonne
Sonnenstundenmind. 6 h am Tag
WinterhärteWinterhart
WasserbedarfHoch

Cranberrys brauchen stark sauren, dauerhaft gleichmäßig feuchten, aber nie staunassen Boden. Hebe das Beet tief aus und fülle es mit Moorbeet- bzw. Rhododendronerde — normale Gartenerde ist meist zu kalkhaltig und damit ungeeignet; ein Kübel mit Moorbeeterde geht ebenso gut. Halte die Oberfläche gemulcht, damit die Feuchtigkeit bleibt und der pH niedrig bleibt; Kalk im Boden oder im Gießwasser löst sofort Chlorose aus.

Düngung

Schwachzehrer

Monate

Mär–Apr

Düngung bleibt sehr zurückhaltend, denn zu viel Stickstoff treibt Blattwachstum auf Kosten der Früchte. Im zeitigen Frühjahr streust du eine dünne Schicht saures organisches Material wie Rhododendronerde oder gut verrotteten Laubkompost flach um die Pflanzen — nicht eingraben, weil die Wurzeln flach und empfindlich sind. Im Topf reicht ein Umtopfen alle zwei bis drei Jahre in frische Moorbeeterde statt jährlicher Düngung.

Überwinterung

Die Cranberry ist immergrün und kommt im Beet ohne Winterschutz durch den DACH-Tiefland-Winter — eine Lage Mulch hält den Boden gleichmäßig feucht. Im Kübel stellst du den Topf geschützt an die Hauswand, isolierst ihn von außen und gießt nur an frostfreien Tagen; gefährlicher als der Winter sind Spätfröste, die du bei anhaltendem Frost mit Vlies von den Blüten fernhältst.

Vermehrung

Methoden

  • Stecklinge
  • Absenker
  • Ausläufer

Cranberries vermehrst du am zuverlässigsten über drei Wege. Stecklinge (Juli/August): Schneide 8–10 cm lange, halbverholzte Triebe, stecke sie etwa 5 cm tief in torfhaltiges Anzuchtsubstrat (pH 4,5–5,5) und halte die Erde gleichmäßig feucht. Eine Abdeckung mit Folie oder ein Minigewächshaus erhöht die Luftfeuchtigkeit und verbessert den Bewurzelungserfolg deutlich — sei geduldig, denn Cranberry-Stecklinge wurzeln eher langsam. Absenker (Juni/Juli): Biege einen bodennahen, noch biegsamen Trieb zum Boden, fixiere ihn mit einem Stein oder einer Krampe und bedecke die Mitte des Triebs mit Erde. Wenn der Absenker nach einigen Wochen eigenständige Wurzeln gebildet hat, trennst du ihn vom Mutterstrauch und pflanzt ihn um. Ausläufer: Ausgewachsene Cranberry-Pflanzen bilden kriechende Bodenläufer, die an den Knoten von selbst wurzeln, sobald sie Bodenkontakt haben. Diese abgewurzelten Ausläufer kannst du im Frühjahr oder Herbst mit einer Schere abtrennen und an neuer Stelle einpflanzen — wichtig ist, dass der neue Standort immer feucht gehalten wird, bis die Pflanze angewachsen ist. Für alle Methoden gilt: Cranberries brauchen sauren Boden (pH 4,5–5,5) und mögen keine Trockenheit. Aussaat lohnt sich im Hausgarten nicht: Die Sämlinge fallen sehr uneinheitlich aus, keimen unzuverlässig und brauchen viele Jahre bis zur ersten Ernte.

Mischkultur

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

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