Dictamnus albus
Diptam
Volksnamen: Brennender Busch, Aschwurz, Diptamdosten
Foto: Jean-Pol GRANDMONT · CC BY-SA 3.0 · Quelle
Diese Beschreibung wurde maschinell übersetzt.
Beschreibung
Der Diptam, botanisch Dictamnus albus, ist eine langlebige Duftstaude aus der Familie der Rautengewächse und kann an einem guten Standort über Jahrzehnte am gleichen Platz bleiben. Im Frühsommer, meist Ende Mai bis Anfang Juli, zeigt er rosa bis weiße Blütenrispen, die feine ätherische Öle verströmen; an heißen, windstillen Tagen lassen sich diese Dämpfe sogar kurz entzünden, daher der Name Brennender Busch. Achtung: Der Pflanzensaft ist phototoxisch, bei Hautkontakt in Kombination mit Sonnenlicht können schmerzhafte Rötungen und Blasen entstehen, besonders Kinder und Haustiere solltest du davon fernhalten und beim Berühren am besten Handschuhe tragen. In freier Natur steht der Diptam unter Naturschutz, eine Wildentnahme ist verboten; für den eigenen Garten greifst du daher ausschließlich auf Pflanzen oder Samen aus dem Gartenfachhandel zurück. Wurzel und Kraut wurden traditionell in der Volksheilkunde genutzt, eine Anwendung gehört aber in fachkundige Hände.
Pflegehinweise
Diptam mag einen sonnigen, warmen Platz mit durchlässigem, eher kalkhaltigem Boden und verträgt Trockenheit gut, sobald er einmal angewachsen ist. Aussäen kannst du ihn im Herbst, etwa im September oder Oktober KW 37 bis 40, direkt ins Freiland, da die Samen einen Kältereiz zum Keimen brauchen; die Keimung selbst dauert oft ein bis zwei Jahre, also Geduld mitbringen. Staunässe ist der größte Feind dieser Staude, pflanze sie deshalb nie in schwere, verdichtete Böden ohne Drainage. Einmal etabliert braucht der Diptam kaum Pflege, im Frühjahr reicht es, verwelkte Stängel vom Vorjahr zurückzuschneiden und die Pflanze in Ruhe wachsen zu lassen, denn Umpflanzen verträgt sie schlecht. Da Wurzeln und Blätter beim Anfassen in der Sonne Hautreizungen auslösen können, arbeite beim Rückschnitt am besten mit Handschuhen und langen Ärmeln.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
durchlässig, kalkliebend, mager, trocken
Diptam liebt steinige, durchlässige Böden mit einem hohen Kalkanteil und wenig Nährstoffen. Staunässe verträgt die Pflanze gar nicht, sie fault dann schnell an der Wurzel. Ein sonniger, warmer Platz mit magerem, eher trockenem Boden ahmt den natürlichen Standort an Kalkfelsen und Trockenrasen am besten nach.
Düngung
Schwachzehrer
Diptam braucht praktisch keine Düngung, zu nährstoffreicher Boden schadet der Pflanze eher, als dass er ihr nützt. Im Frühjahr reicht eine dünne Schicht reifer Komposterde rund um den Wurzelbereich völlig aus. Mehr Fürsorge braucht diese genügsame Staude nicht.
Überwinterung
Diptam ist vollkommen winterhart und übersteht auch strenge Fröste ohne Schutz. Die Staude zieht sich im Herbst ins Wurzelwerk zurück und treibt im Frühjahr zuverlässig wieder aus. Ein Rückschnitt der welken Stängel im Spätherbst oder erst im zeitigen Frühjahr ist Geschmackssache, beides funktioniert gut.
Vermehrung
Methoden
- Aussaat
- Teilung
Die Aussaat ist der klassische Weg, braucht aber Geduld. Frisches Saatgut direkt nach der Ernte im Spätsommer aussäen, denn Diptam keimt am besten nach einer Kälteperiode im Freien und lässt sich oft erst im zweiten Frühjahr blicken. Eine Teilung älterer Horste ist möglich, gelingt aber selten gut, weil die tiefen Pfahlwurzeln empfindlich reagieren. Wer Diptam teilen möchte, sollte das im zeitigen Frühjahr versuchen und der Pflanze danach viel Ruhe an einem festen Standort gönnen.
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