Hedera helix
Efeu
Volksnamen: Gemeiner Efeu, Gewöhnlicher Efeu
Foto: kallerna · CC BY-SA 4.0 · Quelle
Beschreibung
Efeu ist die genügsame, immergrüne Kletterpflanze für schattige Mauern und Bäume, die er mit Haftwurzeln erklimmt. Seine späten Blüten im September und Oktober sind eine der letzten Nektarquellen für Bienen und Schwebfliegen vor dem Winter, die schwarzen Beeren ein Wintervorrat für Vögel. Beeren und Blätter sind für Menschen giftig.
Pflegehinweise
Pflanze Efeu in halbschattige bis schattige Lagen, er gedeiht fast auf jedem Boden. In den ersten Jahren gießt du regelmäßig, danach kommt er allein zurecht. Schneide ihn im Frühjahr (April · KW 15) kräftig in Form, wenn er zu wuchtig wird, und kontrolliere an Hauswänden, dass er nicht ins Mauerwerk oder unter die Dachziegel wächst.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
humos, lehmig, durchlässig
Efeu mag humusreichen, frischen und gut durchlässigen Boden – sandig-lehmige Mischungen sind ideal. Staunässe verträgt er nicht, deshalb sorgst du bei schweren Böden für Abzug und arbeitest etwas Sand und Kompost ein. Kalk ist kein Problem: Efeu kommt mit schwach saurem bis leicht alkalischem Boden gleichermaßen zurecht.
Düngung
Schwachzehrer
Monate
Mär–Apr
In humusreicher Gartenerde braucht Efeu als Schwachzehrer meist gar keine Düngung. Auf magereren Böden gibst du im Frühjahr eine dünne Lage reifen Kompost und etwas Hornspäne flach in den Wurzelbereich ein. Bleibt das Wachstum schwach, ist eine zweite leichte Kompostgabe im Sommer möglich.
Überwinterung
Im Freiland ist Efeu vollständig winterhart und braucht keinen Schutz — lass ihn einfach stehen und gieße an frostfreien Tagen gelegentlich, damit die immergrünen Blätter nicht austrocknen. Im Kübel stellst du den Topf auf eine isolierende Unterlage und umwickelst ihn bei strengem Dauerfrost mit Vlies oder Jutesack; buntlaubige Sorten deckst du zusätzlich mit Reisig oder Vlies ab.
Vermehrung
Methoden
- Stecklinge
- Absenker
- Teilung
Efeu lässt sich am zuverlässigsten über Stecklinge vermehren, am besten von Mai bis Juli, wenn die Pflanze aktiv wächst. Schneide gesunde, einjährige Triebe von 10–15 cm Länge ab, entferne die unteren Blätter und stecke die Triebe in ein Gemisch aus Anzuchterde und Sand. Bedecke den Topf locker mit einer Folie oder stelle ihn in eine Plastiktüte, damit die Feuchtigkeit erhalten bleibt. Nach 4–6 Wochen bei 18–20 °C und halbschattigem Standort haben sich Wurzeln gebildet. Alternativ funktioniert die Bewurzelung im Wasserglas: Stelle den Steckling einfach in kalkarmes Wasser, tausche es wöchentlich aus und pflanze ihn nach 2–4 Wochen um, sobald die Wurzeln etwa 2–3 cm lang sind. Für die Absenkermethode biegst du einen langen Trieb zur Seite, drückst den mittleren Teil etwa 1–2 cm tief in einen danebenstehenden Topf mit Erde und fixierst ihn mit einem Drahtbügel. Die Mutterpflanze versorgt den Trieb weiter; nach 8–12 Wochen sind Wurzeln gebildet, dann kannst du den Trieb abtrennen. Ältere, dichte Efeupflanzen lassen sich auch durch Teilung vermehren: Grabe den Wurzelballen aus, teile ihn in Abschnitte mit je mindestens 3–4 Trieben und pflanze die Teile direkt ein. Diese Methode eignet sich am besten im Frühjahr oder Frühherbst. Trage beim Arbeiten mit Efeu Handschuhe, da alle Pflanzenteile hautreizende Stoffe enthalten.
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