Opuntia ficus-indica
Feigenkaktus
Volksnamen: Indische Feige, Kaktusfeige
Foto: JMK · CC BY-SA 3.0 · Quelle
Beschreibung
Der Feigenkaktus bildet flache, ovale Triebglieder und trägt im Spätsommer die süßen, rot-orangen Kaktusfeigen. In der DACH-Region hältst du ihn am besten im Kübel an der sonnigsten Wand; nur in sehr milden Weinbaulagen gelingt eine geschützte Auspflanzung.
Pflegehinweise
Setze den Feigenkaktus in mageres, sehr durchlässiges Kakteensubstrat und stelle ihn vollsonnig. Gieße von Mai bis August mäßig und lasse das Substrat zwischendurch abtrocknen; ab September stellst du das Gießen weitgehend ein. Überwintere ihn hell und trocken bei wenigen Grad über Null. Ernte die reifen Früchte im September und Oktober mit Handschuhen wegen der feinen Glochiden.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
sandig, durchlässig, mager, trocken
Pflanz ihn in sehr durchlässiges, sandig-mineralisches und mageres Substrat — eine Mischung aus grobem Sand, Kies und humusarmer Erde passt gut. Staunässe und kalkhaltige Erde verträgt er nicht, nimm deshalb kalkfreien Sand und einen leicht geneigten, regengeschützten Standort.
Düngung
Schwachzehrer
Monate
Mär, Jun, Sep
Düngen kannst du sparsam und nur dreimal im Jahr: im Frühjahr zum Austrieb eine dünne Schicht reifen Kompost flach um die Basis einarbeiten, vor der Blüte im Frühsommer und vor der Fruchtreife im Herbst jeweils eine kleine Gabe Hornspäne. Im Winter ruht die Pflanze und wird nicht gedüngt.
Überwinterung
Hol den Feigenkaktus vor den ersten Nachtfrösten im Oktober an einen hellen, kühlen und frostfreien Platz – unbeheizter Wintergarten, Kaltgewächshaus oder heller Kellerraum mit Fenster eignen sich gut. Halte ihn über Winter komplett trocken, meide warme Wohnräume (Fäulnisgefahr), und stell ihn erst nach den Eisheiligen wieder raus – dann langsam an die volle Sonne gewöhnen.
Vermehrung
Methoden
- Stecklinge
- Aussaat
Die bei weitem schnellste und zuverlässigste Methode ist die Vermehrung über Kladodenstecklinge (einzelne Kaktusblattglieder). Trenne dazu ein ausgereiftes, festes Blattglied mit einem sauberen Messer ab und lass die Schnittfläche an einem hellen, schattigen und luftigen Platz ein bis drei Wochen abtrocknen, bis sich ein fester Kallus gebildet hat — dieser Schritt ist entscheidend, da frisch abgetrennte Glieder an der Basis leicht faulen. Stecke das Glied dann nur wenige Zentimeter tief in ein mageres Kakteensubstrat (Kakteenerde mit reichlich Quarzsand gemischt) und gieße erst, wenn sichtbare Wurzeln oder neue Triebe erkennbar sind. Im Hausgarten startest du am besten von April bis August, wenn die Temperaturen über 20 °C liegen. Eine Anzucht aus Samen ist ebenfalls möglich, aber deutlich geduldiger: Weiche die Samen 24 bis 48 Stunden in warmem Wasser ein, säe sie oberflächlich auf angefeuchtetes Kakteenerde-Sand-Gemisch aus und drücke sie nur leicht an — Feigenkaktus-Samen sind Lichtkeimer, decke sie also nicht mit Substrat ab. Halte die Schale gleichmäßig feucht (aber nicht nass) und warm bei rund 20 bis 26 °C, zum Beispiel auf einer Fensterbank oder im Frühbeet. Die Keimung kann nach einigen Wochen einsetzen, manchmal aber erst nach mehreren Monaten. Sämlinge wachsen im ersten Jahr sehr langsam.
Erfahrungen aus echten Gärten
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