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Colchicum autumnale

Herbstzeitlose

Volksnamen: Wiesen-Safran, Herbst-Zeitlose

Herbstzeitlose

Beschreibung

Die Herbstzeitlose schiebt im September und Oktober ihre blassvioletten, krokusähnlichen Blüten blattlos aus dem Boden, die großen Blätter folgen erst im nächsten Frühjahr. Sie ist eine eindrucksvolle Wiesen- und Beetpflanze, aber in allen Teilen hochgiftig (Colchicin) und gehört nicht in Gärten mit kleinen Kindern oder Weidetieren.

Pflegehinweise

Stecke die Knollen im Juli und August rund 10 cm tief in feuchten, humosen Boden in Sonne oder Halbschatten, sie blühen schon wenige Wochen später. Trage beim Pflanzen Handschuhe, weil der Saft giftig ist. Stör die Pflanze danach nicht und mähe das Frühjahrslaub erst, wenn es vergilbt ist, damit die Knolle Reserven für die Herbstblüte einlagert.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6–7.58.0

Bodenart

lehmig, tonig, humos, feucht, nährstoffreich

LichtHalbschatten
Sonnenstundenmind. 3 h am Tag
WinterhärteWinterhart
WasserbedarfMittel

Pflanze sie in tiefgründigen, humosen Lehm- oder Tonboden — ihr natürlicher Standort sind nährstoffreiche, frische bis feuchte Wiesen und Auenbereiche. Der Boden soll gleichmäßig feucht und gut durchlässig sein (keine Staunässe); ein neutraler bis leicht kalkhaltiger pH ist ideal, stark saure Böden meidet sie.

Düngung

Schwachzehrer

Monate

Mär–Apr

Dünge im Frühjahr, wenn die Laubblätter austreiben (März–April): arbeite reifen Kompost flach um die Pflanze ein oder leg ihn als dünne Mulchschicht auf, ergänzend etwas Hornspäne für eine langsame Nährstofffreisetzung. Mehr braucht sie nicht — zu viel Stickstoff fördert das Laub auf Kosten der Blüte. Nach der Herbstblüte kann eine dünne Kompostschicht als Winterschutz und Bodenpflege dienen.

Überwinterung

Die Herbstzeitlose ist in DACH winterhart — lass die Knollen einfach im Boden, sie überdauern den Winter dort und treiben im Frühjahr von selbst wieder aus. Wichtiger als Frostschutz ist gute Drainage: Vermeide Staunässe, da die Knollen auf dauerhaft nassem Boden faulen; nur in sehr exponierter Lage hilft eine dünne Laub- oder Reisig-Abdeckung.

Vermehrung

Methoden

  • Kindel
  • Aussaat

Die Herbstzeitlose vermehrst du am zuverlässigsten durch Tochterknollen (Offsets): Grabe die Mutterknolle im Juni oder Juli aus, sobald das Laub vollständig eingezogen und braun ist. Die Tochterknollen, die sich jedes Jahr seitlich an der Mutterknolle bilden, lassen sich dann behutsam von Hand oder mit einem sauberen Messer abtrennen — jede Tochterknolle sollte eine erkennbare Wuchsspitze haben. Pflanze die abgetrennten Knollen sofort wieder ein, mit der Spitze nach oben, an einem halbschattigen bis sonnigen Standort in humosem, gut drainiertem Boden, etwa 8–10 cm tief und mit reichlich Abstand. Kräftige Tochterknollen blühen oft schon im Folgejahr (August/September); kleinere ziehst du am besten noch ein Jahr im Topf oder Frühbeet heran, bevor du sie an den endgültigen Platz setzt.

Aussaat aus Samen ist ebenfalls möglich, erfordert aber viel Geduld: Ernte die reife Samenkapsel im Frühsommer und säe die Samen sofort in Töpfe oder Saatkästen, die du ins Freiland stellst. Die Herbstzeitlose ist ein Kaltkeimer — die Keimung kann ein bis zwei Jahre dauern, und bis zur ersten Blüte vergehen in der Regel vier bis fünf Jahre. Für Hausgärtner lohnt sich die Aussaat daher meist nur zum Naturalisieren größerer Flächen.

Wichtig: Alle Pflanzenteile der Herbstzeitlosen sind stark giftig (Colchicin). Trage beim Umgang mit Knollen und Samen unbedingt Handschuhe, arbeite mit sauberem Werkzeug und wasche die Hände danach gründlich.

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