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Cornus mas

Kornelkirsche

Volksnamen: Dirndl, Gelber Hartriegel, Herlitze

Kornelkirsche

Beschreibung

Die Kornelkirsche eröffnet schon im Februar mit einem goldgelben Blütenschleier die Gartensaison und ist damit eine der frühesten Bienenweiden überhaupt. Ihre länglichen, korallenroten Früchte schmecken vollreif süßsäuerlich und ergeben Gelee, Likör und Saft. Vollreif fallen sie von selbst, dann sind sie am aromatischsten.

Pflegehinweise

Pflanze die Kornelkirsche im Herbst (Oktober · KW 42) an einen sonnigen bis halbschattigen Platz mit kalkhaltigem, durchlässigem Boden. Sie wächst langsam, wird dafür sehr alt und ist äußerst robust. Ernte die Früchte ab August, wenn sie dunkelrot und weich sind oder von selbst zu Boden fallen, ein ausgebreitetes Tuch unter dem Strauch erleichtert das Sammeln. Schneiden ist kaum nötig.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6.5–88.0

Bodenart

lehmig, humos, durchlässig, kalkliebend, nährstoffreich

LichtVolle Sonne
Sonnenstundenmind. 4 h am Tag
WinterhärteWinterhart
WasserbedarfMittel

Gib der Kornelkirsche einen kalkhaltigen, lehmig-humosen und gut durchlässigen Boden — Staunässe verträgt sie nicht. Sie ist anspruchslos und kommt auch auf mageren, steinig-kalkigen Standorten zurecht, blüht und fruchtet aber auf nährstoffreichem, neutral bis alkalischem Boden am üppigsten.

Düngung

Mittelzehrer

Monate

Mär–Apr

Bring im Frühjahr vor dem Austrieb (März bis April) gut verrotteten Kompost rund um die Pflanze aus und harke ihn flach ein; eine Mulchschicht hält die Feuchtigkeit und gibt Nährstoffe langsam ab. In den ersten Standjahren reicht der mit Kompost angereicherte Boden; auf sehr mageren Böden kannst du die Frühjahrsgabe ab dem vierten Jahr mit etwas Hornspänen ergänzen. Eine zweite Gabe ist nicht nötig.

Überwinterung

Die Kornelkirsche ist vollständig winterhart und braucht im Freiland keinen Winterschutz; nur frisch gepflanzte Jungpflanzen im ersten Winter sicherst du mit etwas Mulch um den Wurzelbereich ab. Im Kübel friert der Wurzelballen leichter durch — stell den Topf an eine geschützte Hauswand oder wickle ihn in Vlies oder Jute ein.

Vermehrung

Methoden

  • Stecklinge
  • Absenker
  • Aussaat
  • Veredelung

Die Kornelkirsche lässt sich am zuverlässigsten durch Stecklinge oder Absenker vermehren. Am sichersten gelingen halbverholzte Triebspitzen-Stecklinge im Juli/August (ca. 8–10 cm lang, 2–4 Blätter belassen). Verholzte Winter-/Herbststecklinge gelten als schwierig: Sie bewurzeln deutlich schlechter, manche Sorten treiben gar keine Wurzeln – setze daher auf den Sommerschnitt. Stecke die Stecklinge in ein durchlässiges, feuchtes Substrat, halte sie hell und gleichmäßig warm (etwa 15–20 °C) unter einer lichtdurchlässigen Abdeckung mit hoher Luftfeuchte; die Bewurzelung dauert mehrere Wochen. Im ersten Jahr wachsen Stecklinge sehr verhalten, danach kräftig. Für die Absenker-Methode wählst du im Juni/Juli einen biegsamen, bodennahen Trieb, ritzt ihn an der Unterseite leicht an, drückst den angekerbten Bereich mit einem Stein oder Haken in die Erde und lässt ihn dort wurzeln. Sobald die Triebspitze wieder neues Wachstum zeigt (Zeichen für Adventivwurzeln), trennst du den Absenker von der Mutterpflanze und pflanzt ihn um. Sortentreue Kultivare (z. B. ‚Jolico', ‚Schönbrunner Gourmet') lassen sich nur durch Veredelung – Okulation im Sommer oder Kopulation im Winter – auf Wildform-Unterlagen erhalten; das bleibt eher Fachleuten vorbehalten. Aussaat ist möglich, aber langwierig: Verwende vollreife Früchte, wasche die Kerne gründlich von allen Fruchtfleischresten frei (das Fruchtfleisch hemmt die Keimung), und säe sie sofort im Herbst direkt ins Freiland oder ins Kaltfrühbeet. Die Kornelkirsche ist ein Kaltkeimer: Alternativ stratifizierst du die Kerne zunächst rund 90–120 Tage warm-feucht (etwa 20 °C), dann weitere 90–120 Tage kalt-feucht (3–5 °C) im Kühlschrank, und säst im Frühjahr aus. Die Keimung erfolgt frühestens im zweiten, oft erst im dritten Frühjahr. Aussaat eignet sich nur für Wildformen, da Sorten nicht sortenecht keimen. Teilung ist bei der Kornelkirsche wegen der tief reichenden Herzwurzel nicht praktikabel.

Mischkultur

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

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