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Curcuma longa

Kurkuma

Volksnamen: Gelbwurz, Gelber Ingwer, Safranwurz

Kurkuma

Beschreibung

Kurkuma ist eine tropische Verwandte des Ingwers, deren leuchtend orangefarbenes Rhizom Currys und Reisgerichte färbt und würzt. Bei uns gelingt sie als wärmebedürftige Topfkultur. Über den Sommer treibt sie große, glänzende Blätter und bildet darunter die wertvollen Wurzelstöcke.

Pflegehinweise

Lege ab Februar ein Rhizomstück flach in feuchte, humose Erde und stelle den Topf sehr warm bei rund 25 Grad. Halte das Substrat konstant feucht, aber ohne Staunässe, und gib dem Topf ab Juni einen warmen, hellen Platz ohne pralle Mittagssonne. Dünge regelmäßig und ernte die Rhizome im November oder Dezember, sobald das Laub einzieht.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 5.5–78.0

Bodenart

humos, durchlässig, nährstoffreich, lehmig

LichtHalbschatten
Sonnenstundenmind. 4 h am Tag
WinterhärteFrostempfindlich
WasserbedarfHoch

Kurkuma braucht einen tiefgründigen, lockeren und humusreichen Boden, der Wasser zuverlässig ableitet — Staunässe verträgt sie nicht. Lehmig-humose Erde mit sandigem Anteil zur Drainage ist ideal; schwere Tonböden vor dem Pflanzen gut auflockern und reichlich reifen Kompost einarbeiten.

Düngung

Starkzehrer

Monate

Apr–Sep

Beim Pflanzen im Frühjahr reifen Kompost und Hornspäne flach in den Boden einarbeiten. Über die Wachstumszeit von Mai bis September regelmäßig organisch nachversorgen, etwa mit Kompost oder verdünnter Pflanzenjauche. Kaliumbetonte organische Quellen sind günstig, weil Kalium die Rhizombildung unterstützt. Ab September die Düngung einstellen, damit die Rhizome ausreifen.

Überwinterung

Kurkuma ist nicht winterhart und muss frostfrei überwintern. Im Freiland gräbst du die Rhizome aus, sobald die Nächte dauerhaft unter 10 °C fallen, schneidest die welkenden Triebe ab und lagerst sie trocken in Sand an einem dunklen, kühlen Ort; im Kübel holst du den Topf vor dem ersten Frost herein, schneidest verwelkte Teile zurück und gießt über den Winter nur sehr sparsam.

Vermehrung

Methoden

  • Teilung

Kurkuma vermehrst du ausschließlich über Rhizomteilung — Samen sind bei kultivierten Pflanzen kaum fertil (die Kulturform ist weitgehend steril), und die natürlichen Bestäuber fehlen in unseren Breiten. Den besten Zeitpunkt findest du im Frühjahr, Mitte bis Ende März, direkt nach der Überwinterung: Nimm ein gesundes, festes Rhizom und teile es in Stücke von etwa 5 cm Länge, wobei jedes Stück mindestens ein bis zwei sichtbare Knospen (Augen) haben sollte. Lass die Schnittflächen zwei bis drei Tage an der Luft antrocknen, damit keine Fäulnis entsteht. Dann pflanzt du die Stücke mit den Augen nach oben etwa 5 cm tief in nährstoffreiche, gut durchlässige Erde in einem Topf mit mindestens 30 cm Durchmesser. Stelle den Topf warm und hell, aber ohne pralle Mittagssonne — Kurkuma mag es an einem halbschattigen Platz bei möglichst über 20 °C. Nach drei bis vier Wochen treiben die ersten Triebe aus. Im DACH-Klima bleibt Kurkuma immer ein Kübel- oder Zimmergewächs: Sobald die Temperaturen unter 12 °C sinken, holst du die Pflanze ins Warme. Die Ernte der neuen Rhizome erfolgt im Herbst, wenn das Laub gelb wird und einzieht — und aus diesen geernteten Rhizomen vermehrst du die Pflanze im nächsten Frühjahr erneut.

Erfahrungen aus echten Gärten

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