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Passiflora caerulea

Passionsblume

Volksnamen: Blaue Passionsblume, Passionsfrucht-Ranke

Passionsblume

Beschreibung

Die Blaue Passionsblume ist eine schnellwüchsige Kletterpflanze mit aufsehenerregenden, kronenförmigen Blüten in Blau-Weiß. Sie ist die robusteste Art ihrer Gattung und übersteht in milden Lagen mit Schutz sogar den Winter im Freiland. Nach warmen Sommern reifen orangefarbene, essbare, aber wenig aromatische Früchte.

Pflegehinweise

Setze die Passionsblume an einen sonnigen, geschützten Platz mit durchlässigem Boden und gib ihr ein Rankgitter zum Festhalten. In rauen Lagen kultivierst du sie im Kübel und überwinterst sie hell und frostfrei. Schneide sie im Frühjahr (April · KW 15) kräftig zurück, dann treibt sie willig neu aus und blüht den ganzen Sommer.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 5.8–78.0

Bodenart

durchlässig, humos, feucht

LichtVolle Sonne
Sonnenstundenmind. 6 h am Tag
WinterhärteWinterhart mit Schutz
WasserbedarfMittel

Pflanz die Blaue Passionsblume in lockeren, humosen und gut durchlässigen Boden — Staunässe verträgt sie nicht. Halte den Boden gleichmäßig feucht, aber nie nass. Sie mag es leicht sauer bis neutral; etwas Kalk steckt sie weg, in stark kalkhaltigem Boden droht aber Chlorose (gelbe Blätter, grüne Adern). Gieß bei hartem Wasser besser mit Regenwasser. Bei schwerem Lehmboden vor dem Pflanzen Sand oder Splitt für die Drainage einarbeiten.

Düngung

Starkzehrer

Monate

Mär–Jul

Arbeite im frühen Frühjahr reifen Kompost und Hornspäne flach in den Wurzelbereich ein — das versorgt sie langsam und stetig beim Austrieb. Während der Hauptwachstumszeit von April bis Hochsommer organisch nachversorgen, etwa mit weiteren Kompostgaben. Ab dem Spätsommer keine stickstoffbetonte Düngung mehr, damit die Triebe rechtzeitig ausreifen und frosthärter werden. Im Herbst schützt und nährt eine Mulchschicht aus gut verrottetem Kompost zugleich.

Überwinterung

Pflanze die Passionsblume an einen geschützten Standort, am besten an eine Süd- oder Hauswand, die Frostnächte abpuffert, und sorge für durchlässigen Boden, der im Winter nicht vernässt. Schneide die Triebe im Herbst zurück und bedecke den Wurzelbereich großzügig mit Rindenmulch, trockenem Laub oder Tannenreisig; bei strengem Frost wickelst du die verbleibenden Triebe zusätzlich in Wintervlies. Nimm Mulch und Vlies im Frühjahr nach den letzten Frösten ab — die Pflanze treibt aus dem Wurzelstock neu aus, und in den ersten Jahren ist konsequenter Winterschutz besonders wichtig. Kübelpflanzen holst du hell und kühl ins Frostfreie, gießt nur sparsam und düngst nicht.

Vermehrung

Methoden

  • Aussaat
  • Stecklinge
  • Absenker

Stecklinge (empfohlen): Schneide im späten Frühjahr oder Frühsommer (etwa April bis Juni) triebkräftige, halbverholzte Seitentriebe von 10–15 cm Länge ab, idealerweise bevor die Pflanze zu blühen beginnt. Jeder Steckling sollte mindestens zwei Blattknoten haben. Entferne die unteren Blätter, sodass oben nur 2–3 Blätter verbleiben; große Blätter kannst du zur Hälfte einkürzen, um die Verdunstung zu senken. Stecke ihn in feuchte, magere Aussaaterde, überziehe den Topf mit einer Plastikhaube oder einem aufgeschnittenen PET-Flaschenboden und stelle ihn warm (20–25 °C) und hell, aber ohne direkte Sonne. Nach drei bis vier Wochen sollten sich Wurzeln gebildet haben. Stecklinge sind die zuverlässigste und schnellste Methode und liefern sortenechte Pflanzen, die oft schon im ersten Jahr blühen.

Absenker (am einfachsten, gute Erfolgsquote): Wähle im Frühjahr oder Spätsommer einen langen, biegsamen, bodennahen Trieb. Entferne die Blätter an einem Knoten, ritze die Rinde dort leicht an und biege den Trieb so, dass diese Stelle etwa 5 cm tief in einem Topf mit Aussaaterde oder direkt im Boden versenkt werden kann; beschwere die Stelle mit einem Stein oder einer Drahtklammer. Halte die Erde gleichmäßig feucht. Nach vier bis sechs Wochen haben sich meist Wurzeln gebildet – erst dann den bewurzelten Absenker von der Mutterpflanze trennen. Der Vorteil: Der Trieb wird während der Bewurzelung weiter von der Mutterpflanze versorgt.

Aussaat (langwieriger, nicht zwingend sortenecht): Säe zwischen Februar und April bei Zimmertemperatur vor. Weiche die Samen 24 Stunden in lauwarmem Wasser ein, um die harte Samenschale aufzuweichen; eine vorherige Kaltstratifikation (2–4 Wochen feucht im Kühlschrank) kann die Keimung zusätzlich anregen. Säe die Samen flach und bedecke sie nur dünn (etwa 0,5 cm) mit Erde – entgegen einer verbreiteten Annahme keimen sie nicht als reine Lichtkeimer, eine dünne Erdschicht ist von Vorteil. Halte die Erde bei 20–25 °C unter einer Abdeckung gleichmäßig feucht. Die Keimung ist unregelmäßig und kann zwischen 2 Wochen und mehreren Monaten dauern – Geduld ist gefragt. Beachte: Sämlinge können von der Mutterpflanze abweichen.

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