Zum Inhalt springen

Plantago lanceolata

Spitzwegerich

Volksnamen: Spießkraut, Schlangenzunge

Spitzwegerich

Beschreibung

Der Spitzwegerich mit seinen schmalen, längsnervigen Blättern ist ein zähes Wildkraut, das fast überall gedeiht. Die jungen Blätter schmecken pilzig-herb im Salat, getrocknet ergeben sie einen milden Hustentee, ein verlässlicher Dauergast im Naturgarten.

Pflegehinweise

Säe ihn ab April flach aus oder lass ihn einfach an einem sonnigen bis halbschattigen Platz stehen, wo er sich von selbst ansiedelt. Er braucht kaum Wasser und keine Düngung. Ernte die jungen Blätter laufend von der Rosette, dann treibt er immer wieder zart nach.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 5.5–7.58.0

Bodenart

sandig, lehmig, durchlässig, mager, nährstoffreich

LichtVolle Sonne
Sonnenstundenmind. 4 h am Tag
WinterhärteWinterhart
WasserbedarfNiedrig

Spitzwegerich ist ausgesprochen bodentolerant: Er wächst auf sandigem bis lehmigem Untergrund, solange der Boden gut durchlässig ist und keine Staunässe entsteht — magere wie auch nährstoffreichere Böden verträgt er gleichermaßen. Schwere Tonböden lockerst du am besten mit Sand auf.

Düngung

Schwachzehrer

Monate

Mär–Apr

Im Frühjahr vor dem Neuaustrieb reichst du eine dünne Schicht reifen Kompost flach in den Boden ein oder legst ihn als Mulch auf — das versorgt die Pflanze über die ganze Saison. Mehr braucht der Spitzwegerich nicht; zu viel Stickstoff macht ihn mastig und mindert eher die Blattqualität. Auf sehr mageren Böden hilft bei verhaltenem Wuchs eine verdünnte Brennnesseljauche.

Überwinterung

Spitzwegerich ist eine heimische, mehrjährige Wildstaude und braucht im DACH-Tiefland keinen Winterschutz — die Blattrosetten bleiben über Winter grün und treiben im Frühjahr von selbst wieder aus. Schneide im Herbst die verblühten Samenstände ab, wenn du die Selbstaussaat begrenzen willst.

Vermehrung

Methoden

  • Aussaat
  • Teilung

Spitzwegerich vermehrst du am einfachsten durch Aussaat. Säe die Samen von Mitte April bis in den Sommer direkt ins Freiland an einem sonnigen bis halbschattigen Standort in lockeren, leicht feuchten Boden. Spitzwegerich ist ein Lichtkeimer: Drücke die Samen nur an oder bedecke sie ganz dünn mit Erde — säe sie nicht tief ein. Alternativ ziehst du drinnen vor und pikierst die Jungpflanzen in eigene Töpfe, sobald sie das zweite echte Blattpaar gebildet haben. Die Art sät sich bei günstigen Bedingungen reichlich selbst aus, sodass sich ein Bestand auf Wunsch von allein aufbaut. Die zweite praktikable Methode ist die Teilung: Hebe im Frühjahr oder Herbst einen älteren Horst vorsichtig aus, teile den Wurzelstock mit einem scharfen Spaten oder Messer und setze die Teilstücke sofort wieder ein. Gieße danach gut an. Die Teilung ist seltener nötig, gelingt aber zuverlässig, weil die Pflanze auch über Basaltriebe nachwächst. Stecklinge sind bei dieser krautigen Art unüblich und nicht zu empfehlen — Aussaat und Teilung führen schneller und sicherer zum Ziel.

Erfahrungen aus echten Gärten

Was andere Gärtner zu dieser Sorte aufgeschrieben haben, anonym und freiwillig.

Noch hat niemand Erfahrungen geteilt. Mach den Anfang und notier deine.

Wenn du eigene Notizen anlegen willst, melde dich an oder leg ein Konto an.