Galium odoratum
Waldmeister
Volksnamen: Wohlriechendes Labkraut, Maikraut
Foto: Björn Traeger · CC BY-SA 3.0 · Quelle
Beschreibung
Waldmeister verströmt erst beim Welken seinen typisch süßen Cumarin-Duft, der Maibowle und Sirup ihr unverwechselbares Aroma gibt. Als heimischer Waldbodenbewohner bildet er im Schatten dichte, hübsche Teppiche unter Gehölzen.
Pflegehinweise
Pflanze Waldmeister in den Halbschatten oder Schatten unter Sträucher und Bäume in humosen, kalkhaltigen Boden und halte ihn gleichmäßig feucht. Ernte die Triebe am besten kurz vor der Blüte im Mai und lass sie vor der Verwendung leicht anwelken. Verwende ihn maßvoll, denn größere Mengen Cumarin sind unbekömmlich.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
humos, lehmig, feucht, nährstoffreich, kalkliebend
Waldmeister mag lockeren, humusreichen Boden, der gleichmaessig frisch bis leicht feucht bleibt — wie der Boden unter Laubbaeumen. Staunaesse und laengere Trockenheit vertraegt er beide nicht; basenreiche, nicht zu saure Boeden sind ideal.
Düngung
Schwachzehrer
Monate
Mär–Apr
Im Fruehjahr vor dem Austrieb eine duenne Schicht reifen Kompost flach einarbeiten — das reicht fuer die ganze Saison. Im Herbst etwas Laub liegen lassen oder auflegen, das ueber Winter verrottet und ihn natuerlich versorgt. Mehr braucht er nicht: Waldmeister ist genuegsam und reagiert auf zu viel Duengung mit Wachstumsproblemen.
Überwinterung
Waldmeister ist eine vollständig winterharte heimische Waldstaude — du musst nichts tun, der Wurzelstock überwintert problemlos im Boden und treibt im Frühjahr neu aus. Lass altes Laub über den Winter liegen, es schützt die Rhizome zusätzlich, und schneide die Pflanze bei Bedarf erst im zeitigen Frühjahr bodennah zurück.
Vermehrung
Methoden
- Teilung
- Aussaat
- Stecklinge
Waldmeister lässt sich am einfachsten durch Teilung vermehren: Hebe einen etablierten Horst im Frühjahr (März/April) oder Herbst (September/Oktober) vorsichtig aus dem Boden und trenne den Rhizomstock mit einem scharfen Spaten in mehrere Stücke. Jedes Teilstück braucht mindestens ein paar Triebe und ausreichend Wurzeln. Pflanz die Teilstücke gleich an einem halbschattigen bis schattigen, humusreichen Standort ein und halte sie in den ersten Wochen gleichmäßig feucht – sie etablieren sich rasch und bilden bald neue Teppiche. Wässere die Mutterpflanze am Vortag, dann lassen sich die Wurzeln leichter und schonender trennen.
Für eine Aussaat säst du die Samen am besten im Herbst direkt ins Freiland: Waldmeister ist ein Kaltkeimer und braucht eine natürliche Frostperiode, um die Keimruhe zu brechen. Bedecke die Samen nur dünn – tief eingegraben keimen sie schlechter. Wer im Frühjahr säen möchte, stratifiziert die Samen zuvor mindestens vier bis sechs Wochen kühl auf feuchtem Sand. Rechne mit ungleichmäßiger Keimung; die Jungpflanzen wachsen zunächst langsam.
Stecklinge sind möglich, aber aufwendiger: Schneide im späten Frühjahr oder Frühsommer junge, nicht blühende Triebspitzen ab, entferne die unteren Blätter und stecke die Stecklinge in feuchtes, nährstoffarmes Substrat an einem hellen, aber nicht vollsonnigen Platz. Halte das Substrat stets feucht und schütze die Stecklinge vor direkter Sonne, bis sie Wurzeln gebildet haben.
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