Sorten
Sorten von Aprikose
Welche Sorte zu dir passt, hängt von Standort, Platz und Geschmack ab. Hier findest du die Sorten von Aprikose mit ihren Eigenheiten.
- ‚Bergeron‘Die französische Standardmarille aus dem Rhône-Tal und eine der wichtigsten Erwerbssorten Europas. Sie reift spät, meist erst Anfang bis Mitte August, und gibt dir damit etwas Luft nach den frühen Sorten. Die Früchte sind groß, orange mit roter Backe und durch ihr festes Fleisch gut transport- und lagerfähig für ein paar Tage. Selbstfruchtbar und wenig anfällig für Spätfrost dank später Blüte.
- ‚Compacta‘Eine schwachwüchsige, kompakt bleibende Marille, ideal für kleine Gärten, Kübel oder die Terrasse, wo eine ausladende Aprikose keinen Platz hätte. Trotz der zierlichen Krone trägt sie normalgroße, gelborange Früchte mit guter Süße. Sie ist selbstfruchtbar und kommt mit wenig Schnitt aus, weil sie von Natur aus dicht und gedrungen wächst.
- ‚Goldrich‘Eine großfruchtige amerikanische Sorte aus Washington mit auffällig kräftig orange gefärbten, festen Früchten. Anders als die meisten Marillen ist sie nicht selbstfruchtbar, pflanze einen zweiten Aprikosenbaum als Befruchter in die Nähe, etwa *‚Orangered’* oder *‚Bergeron’*, sonst bleibt der Ertrag aus. Der Baum wächst stark und trägt bei guter Befruchtung große, transportfeste Früchte.
- ‚Kuresia‘Eine deutsche Züchtung aus Geisenheim, die vor allem wegen ihrer hohen Scharka-Toleranz beliebt ist, gerade in Lagen, wo die Viruskrankheit ein Problem ist, eine gute Wahl. Ende Juli reifen mittelgroße, gelborange Früchte mit angenehmer Süße. Sie ist selbstfruchtbar und wächst gesund und robust, was sie auch für den Hausgarten ohne intensiven Pflanzenschutz interessant macht.
- ‚Orangered‘Eine moderne, früh reifende Marille (Markenname Orangered®), die schon Anfang Juli die ersten Früchte liefert. Die intensiv orangerot gefärbten, großen Aprikosen machen optisch viel her und schmecken angenehm süß. Sie ist selbstfruchtbar und wächst kräftig, weshalb sich ein regelmäßiger Schnitt lohnt. Als sortengeschützte Neuzüchtung wird sie meist auf veredelten Bäumen aus der Baumschule angeboten.
- ‚Ungarische Beste‘Eine altbewährte ungarische Marille, die in wärmeren DACH-Lagen seit Generationen geschätzt wird. Ende Juli reifen mittelgroße, orangegelbe Früchte mit roter Backe, die sich gut vom Stein lösen. Sie ist selbstfruchtbar, du brauchst also keinen zweiten Baum, und trägt zuverlässig. Der Baum wächst kräftig, weshalb sich ein luftiger, sonniger Standort lohnt, um Monilia vorzubeugen.
- ‚Wachauer Marille‘Die berühmte Marille aus der österreichischen Wachau, ein EU-geschützter Herkunftsname für einen ganzen Sortentyp klein- bis mittelfruchtiger, hocharomatischer Aprikosen. Ende Juli reifen orangegelbe Früchte mit feiner roter Sprenkelung und einem unverwechselbar intensiven Aroma, das sie zur ersten Wahl für Marmelade, Knödel und Brand macht. Selbstfruchtbar, aber gegen Monilia eher empfindlich, ein luftiger, warmer Standort lohnt sich.
