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Pelargonium × hortorum

Geranie

Volksnamen: Pelargonie, Garten-Geranie, Stehende Geranie

Geranie

Beschreibung

Die Geranie, botanisch korrekt eine Pelargonie, ist der robuste Dauerblüher für Balkon und Terrasse. Von Mai bis in den Oktober trägt sie ihre dichten Blütendolden in Rot, Rosa, Lachs und Weiß über aromatisch duftendem, rundlichem Laub. Sie verträgt Hitze und kurze Trockenphasen erstaunlich gut und gehört damit zu den pflegeleichtesten Sommerblühern überhaupt.

Pflegehinweise

Pflanze sie nach den Eisheiligen Mitte Mai in nährstoffreiche Erde an einen sonnigen, warmen Platz, sie ist nicht winterhart. Gieße morgens am Boden, nicht über die Blüten, und lass die Erde zwischendurch leicht abtrocknen, denn Staunässe verträgt sie schlecht. Dünge wöchentlich und putze Verblühtes samt Stiel aus, das hält die Pflanze gesund und blühfreudig. Zum Überwintern schneidest du sie im Oktober zurück und stellst sie hell und kühl bei rund 8 °C frostfrei.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 5.5–6.88.0

Bodenart

lehmig, humos, durchlässig, nährstoffreich

LichtVolle Sonne
Sonnenstundenmind. 6 h am Tag
WinterhärteFrostempfindlich
WasserbedarfMittel

Geranien brauchen einen nährstoffreichen, locker-humosen und gut durchlässigen Boden ohne Staunässe – im Beet bewährt sich ein lehmig-humoses Substrat, im Kübel eine strukturstabile Pflanzerde mit grobem Anteil (Sand oder Blähton). Sie mögen es leicht sauer bis neutral (etwa pH 5,5–6,8); stark saure Böden unter 5,5 blockieren Phosphor und Magnesium, deutlich kalkhaltige Böden über 7 machen Eisen schlechter verfügbar und können zu Blattaufhellung führen.

Düngung

Starkzehrer

Monate

Mär–Okt

Beim Pflanzen im Frühjahr reifen Kompost und etwas Hornspäne flach in die obere Bodenschicht einarbeiten – das deckt die Grundversorgung für die Anwachsphase. Als Starkzehrer wollen Geranien während der langen Blütezeit von etwa April bis September kontinuierlich Nachschub: im Kübel regelmäßig flüssig organisch über das Gießwasser nachdüngen, im Beet reicht eine Nachgabe Kompost im Sommer. Zur Hochblüte im Hochsommer hilft eine kaliumbetonte organische Gabe (etwa kalireiche Pflanzenjauche), das fördert Blüten und festigt die Triebe. Ab Oktober die Düngung einstellen, die Pflanze geht in die Ruhe.

Überwinterung

Geranien sind nicht winterhart — hol sie vor dem ersten Frost (spätestens Ende Oktober) rein und kürze die Triebe auf etwa 10 cm zurück. Überwintere sie dann hell und kühl bei 5–10 °C und gieße nur sparsam, oder lager die wurzelnackten Pflanzen kühl und dunkel im frostfreien Keller; ab Februar/März topfst du sie in frische Erde und stellst sie ans Licht.

Vermehrung

Methoden

  • Stecklinge
  • Aussaat

Stecklinge (bevorzugte Methode): Schneide im Spätsommer (August/September) oder im zeitigen Frühjahr (Februar/März) nicht blühende Kopftriebe von 8–12 cm Länge knapp unterhalb eines Blattknotens ab. Entferne die unteren Blätter und alle Knospen, sodass nur 1–2 Blätter oben verbleiben. Lass die Schnittstelle einige Stunden bis über Nacht an einem schattigen, luftigen Ort antrocknen, damit sie leicht verkorkt – das schützt vor Fäulnis. Stecke den Steckling dann etwa 2 cm tief in feuchte, nährstoffarme Anzuchterde und drücke ihn gut an. Stelle ihn hell, aber nicht in pralle Sonne, bei etwa 18–22 °C. Pelargonien sind fäulnisanfällig: Halte nur die Erde feucht und besprühe die Blätter nicht. Wenn du eine Folienhaube verwendest, lüfte täglich. Nach 3–5 Wochen zeigt neues Blattwerk erfolgreiche Bewurzelung an; ein sanfter Zugtest bestätigt sie.

Aussaat (für Neuzüchtungen und Sorten aus Saatgut): Säe Ende Januar bis Mitte Februar aus, damit die Jungpflanzen bis Mai blühen. Geranien sind Lichtkeimer – drücke die Samen nur leicht auf feuchte, magere Aussaaterde und bedecke sie höchstens mit einer hauchdünnen Schicht Substrat oder Vermiculit. Bei 20–22 °C und gleichmäßiger Feuchtigkeit keimen die Samen nach 10–20 Tagen; lüfte täglich, um Schimmel zu vermeiden. Sobald 2 Blattpaare sichtbar sind, pikiere die Sämlinge einzeln. Beachte: Stecklingsvermehrung erhält Sorten sortenecht – bei Aussaat (besonders aus selbst gewonnenen Samen von F1-Hybriden) entstehen oft Abweichungen vom Muttertyp.

Mischkultur

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

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