Begonia semperflorens
Eisbegonie
Volksnamen: Immerblühende Begonie, Begonie
Beschreibung
Die Eisbegonie ist die verlässliche Flächenfüllerin für halbschattige Beete, Kästen und Schalen. Von Mai bis zum ersten Frost trägt sie ohne Unterlass kleine, zart leuchtende Blüten in Weiß, Rosa und Rot über glänzend grünem oder bronzerotem, fleischigem Laub. Sie blüht selbst dort zuverlässig, wo viele Sommerblumen verweigern, im lichten Schatten, und braucht dabei kaum Pflege.
Pflegehinweise
Pflanze sie nach den Eisheiligen Mitte Mai in lockere, humose Erde in den Halbschatten oder lichten Schatten; pralle Mittagssonne verträgt sie nur bei guter Wasserversorgung. Gieße gleichmäßig am Boden, ohne die Blätter zu nässen, und vermeide Staunässe. Verblühtes fällt von selbst sauber ab, Ausputzen ist kaum nötig. Sie ist frostempfindlich; vor dem ersten Frost im Herbst ist ihre Saison zu Ende.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
humos, durchlässig, feucht
Eisbegonien wollen lockere, humose und gut durchlässige Erde, die Feuchtigkeit hält, aber keine Staunässe zulässt. Schwere Tonböden arbeitest du vor dem Pflanzen mit etwas Sand und reifem Kompost ein.
Düngung
Mittelzehrer
Monate
Mai–Sep
Beim Pflanzen ab Mitte Mai gibst du etwas reifen Kompost ins Beet bzw. Pflanzloch — als Mittelzehrer reicht das oft für den Start. Ab etwa Juli unterstützt du die Dauerblüte mit einer organischen Flüssigdüngung über das Gießwasser (z.B. verdünnte Pflanzenjauche). Alternativ arbeitest du im Frühjahr Hornspäne flach ein, die den Stickstoff langsam abgeben.
Überwinterung
Eisbegonien sind nicht winterhart und erfrieren schon bei 0 °C. Am einfachsten kultivierst du sie einjährig und säst im Frühjahr neu aus. Willst du die Pflanze retten, schneide sie im Herbst vor dem ersten Frost kräftig zurück, hol sie hell und frostfrei bei rund 10–16 °C ins Haus (helles Treppenhaus, kühler Wintergarten) und gieße nur sparsam, je kühler desto weniger. Ab März wieder ans Licht und ab Ende Mai nach den Eisheiligen ins Freie.
Vermehrung
Methoden
- Aussaat
- Stecklinge
Aussaat (Dezember–Februar): Eisbegonien sind Lichtkeimer — streue die staubfeinen Samen auf feuchtes Anzuchtsubstrat und drücke sie nur leicht an, ohne sie zu bedecken. Halte die Anzuchtschale bei 22–24 °C und decke sie mit einer Glasscheibe oder Klarsichtfolie ab, um die Luftfeuchtigkeit zu halten. Die Keimung dauert je nach Temperatur etwa 2–3 Wochen. Nach rund 6–8 Wochen sind die Keimlinge kräftig genug zum Pikieren in Einzeltöpfe. Da handelsübliche Eisbegonien fast immer F1-Hybriden sind, werden aus selbst gesammelten Samen die Eigenschaften der Mutterpflanze (Farbe, Wuchs) nicht sortenecht weitergegeben — rechne mit bunten Überraschungen.
Stecklinge (Frühjahr bis Sommer): Schneide gesunde, nicht blühende Triebe von 7–10 cm Länge knapp unter einem Blattknoten ab und entferne die untersten Blätter. Stecke den Steckling in feuchtes Anzuchtsubstrat oder stelle ihn zum Vorwurzeln in ein Wasserglas (Wasserwechsel alle 2–3 Tage). An einem hellen, warmen Platz (ab ca. 20 °C) ohne direkte Mittagssonne bilden sich nach 3–4 Wochen ausreichend Wurzeln zum Einpflanzen. Eine Abdeckung mit Folie oder ein Mini-Gewächshaus erhöht die Luftfeuchtigkeit und beschleunigt die Bewurzelung. Stecklinge geben die Eigenschaften der Mutterpflanze zuverlässig weiter — sinnvoll, wenn du eine bestimmte Farbe oder Wuchsform erhalten möchtest.
Mischkultur
Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.
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