Papaver rhoeas
Klatschmohn
Volksnamen: Klatschrose, Feldmohn
Foto: Jörg Hempel · CC BY-SA 2.5 · Quelle
Beschreibung
Der Klatschmohn ist die leuchtend rote Wildblume der Felder und Wegränder, deren seidige Blütenblätter im Juni über dem Beet flattern. Als einjährige, selbstaussäende Art bringt er ländlichen Charme und ist bei Wildbienen sehr beliebt. Ideal für naturnahe Blumenwiesen.
Pflegehinweise
Säe den Klatschmohn breitwürfig direkt an Ort und Stelle aus, ab März bis Mai oder als Herbstsaat im September für frühe Blüte. Er verträgt kein Umpflanzen, also säe gleich ins offene Beet. Drücke die feinen Samen nur an, decke sie nicht zu (Lichtkeimer). Halte das Saatbeet anfangs feucht, später kommt er mit wenig Wasser aus.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
lehmig, sandig, durchlässig, kalkliebend, nährstoffreich
Klatschmohn mag warme, vollsonnige Plätze auf durchlässigem, kalkhaltigem Lehmboden — sandige Böden verträgt er, solange sie nicht dauerhaft nass sind. Staunässe vermeiden; auf einem eher mageren bis mäßig nährstoffreichen Boden blüht er am üppigsten.
Düngung
Mittelzehrer
Monate
Mär–Apr
Als einjährige Wildblume kommt Klatschmohn auf normalem Gartenboden ohne Düngung aus. Nur wenn der Boden sehr ausgelaugt ist, arbeitest du im Frühjahr vor der Aussaat etwas reifen Kompost flach ein. Zu viel Stickstoff treibt Blattmasse auf Kosten der Blüten — lieber zurückhaltend bleiben.
Überwinterung
Klatschmohn ist einjährig und stirbt nach der Samenreife ab — du musst keine Pflanze überwintern. Lass einige Samenkapseln am Stiel ausreifen und aufplatzen, dann sät er sich selbst aus; die Samen sind frosttolerant und keimen im Frühjahr von allein. Möchtest du Saatgut sichern, schneide reife Kapseln ab, trockne sie luftig nach und lagere die Samen kühl und trocken.
Vermehrung
Methoden
- Aussaat
Klatschmohn vermehrst du ausschließlich durch Aussaat — als einjährige Pflanze bildet er keine dauerhaften Wurzelstöcke, Ausläufer oder Brutzwiebeln. Säe die feinen Samen direkt an Ort und Stelle, denn er bildet eine empfindliche Pfahlwurzel und verträgt das Umpflanzen als Sämling schlecht. Wähle dazu einen sonnigen, eher mageren und durchlässigen Boden mit Abstand zu großen Bäumen oder Sträuchern. Der optimale Zeitpunkt ist entweder früh im Frühjahr ab März bis Mai oder alternativ im Spätsommer bis Herbst (August bis Oktober) für eine Herbstaussaat, bei der die Samen die natürliche Winterkälte als Keimreiz nutzen und im Folgejahr besonders kräftig auflaufen. Klatschmohn gilt überwiegend als Lichtkeimer: Streue das Saatgut dünn auf das vorbereitete, fein gekrümelte Beet, drücke es mit der Hand oder einem Brett nur leicht an und bedecke es allenfalls hauchdünn. Weil die Samen sehr fein sind, hilft es, sie vorher mit etwas trockenem Sand zu mischen, damit sie sich gleichmäßiger verteilen. Halte die Fläche bis zur Keimung gleichmäßig feucht. Nach etwa zwei bis drei Wochen zeigen sich die ersten Sämlinge, die du bei dichtem Stand auf etwa 20–25 cm auslichtest. Lässt du die reifen Samenkapseln im Herbst stehen, sät sich der Klatschmohn im Folgejahr selbst aus und kehrt ohne weiteres Zutun jährlich zurück, solange die Bodenoberfläche nicht gestört wird.
Mischkultur
Gute Nachbarn
Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.
Erfahrungen aus echten Gärten
Was andere Gärtner zu dieser Sorte aufgeschrieben haben, anonym und freiwillig.
Noch hat niemand Erfahrungen geteilt. Mach den Anfang und notier deine.
