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Hemerocallis fulva

Taglilie

Volksnamen: Braunrote Taglilie, Gelbrote Taglilie, Bauern-Taglilie

Taglilie

Beschreibung

Die Taglilie ist eine der dankbarsten Stauden überhaupt: jede Blüte hält nur einen Tag, doch von Juni bis August schiebt sie unermüdlich neue nach. Ihre kräftigen Horste verdrängen Unkraut und gedeihen auch an schwierigen Stellen. Die Blüten und jungen Triebe der Braunroten Taglilie sind sogar essbar und schmecken mild-süßlich im Salat.

Pflegehinweise

Pflanze die Taglilie in normalen, nicht zu trockenen Boden an einen sonnigen bis halbschattigen Platz, sie ist außerordentlich anpassungsfähig. Gieße in der Hauptblüte bei Trockenheit, sonst genügt natürlicher Regen. Zupfe Verblühtes für ein gepflegtes Bild und schneide das Laub im Spätherbst (November · KW 46) zurück. Alle drei bis vier Jahre kannst du die Horste im Frühjahr teilen.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6–78.0

Bodenart

lehmig, humos, durchlässig, nährstoffreich

LichtVolle Sonne
Sonnenstundenmind. 6 h am Tag
WinterhärteWinterhart
WasserbedarfMittel

Taglilien kommen mit fast jedem normalen Gartenboden zurecht, am wohlsten in lockerem, humosem und gut durchlaessigem Boden, der frisch bis feucht bleibt. Staunaesse, heisse Sandboeden und stark verdichtete Stellen meidest du; der pH darf leicht sauer bis neutral sein, Kalk wird toleriert.

Düngung

Mittelzehrer

Monate

Mär, Apr, Jun

Im zeitigen Fruehjahr beim Austrieb (Maerz/April) reifen Kompost flach um die Staude einarbeiten oder Hornspaene oberflaechlich einstreuen. Eine zweite leichte Gabe Kompost oder Brennnesseljauche kannst du nach der Bluete im Juni geben. Sei eher sparsam: Ueberduengung foerdert Blattmasse auf Kosten der Blueten.

Überwinterung

Die Taglilie ist eine vollkommen winterharte Staude und braucht im Freiland keinen Winterschutz — die fleischigen Speicherwurzeln überstehen den DACH-Tiefland-Winter problemlos im Boden. Nach dem ersten Frost kannst du das Laub bodennah zurückschneiden oder als natürlichen Schutz stehen lassen und erst im späten Winter/Frühjahr entfernen; im Kübel den Topf mit Jute oder Vlies umwickeln und auf eine isolierende Unterlage stellen, da die Wurzeln dort stärker auskühlen.

Vermehrung

Methoden

  • Teilung
  • Ausläufer
  • Kindel

Die klassische Braunrote Taglilie (Hemerocallis fulva) ist eine triploide Pflanze und bildet keine keimfähigen Samen — Aussaat ist für diese Art nicht möglich.

Teilung (bevorzugte Methode): Teile etablierte Horste alle 3–5 Jahre im frühen Frühjahr beim Austrieb oder alternativ im Frühherbst (mind. 4 Wochen vor dem ersten Frost). Stich den gesamten Horst mit einem Spaten aus, trenne die Fächer mit einem scharfen Spaten oder Messer in Abschnitte mit jeweils mehreren Blattfächern und kräftigen Wurzeln und pflanze sie sofort wieder ein — auf ausreichend Abstand von ca. 60–70 cm achten. Die neuen Pflanzen blühen meist schon im Folgejahr.

Ausläufer (Stolonen): H. fulva breitet sich natürlich über unterirdische Stolonen aus, die an den Knoten neue Triebe wurzeln. Du kannst am Rand des Horstes bereits bewurzelte Tochterpflanzen abtrennen und umsetzen — das geht am besten im Frühjahr oder Frühsommer. Diese Methode ist besonders schonend für die Mutterpflanze.

Proliferationen (Brutpflänzchen am Blütenstiel): Nach der Blüte bilden sich manchmal kleine Tochterpflänzchen direkt am Stiel. Lass sie anwachsen, bis sie eigene Wurzelansätze zeigen (ca. 2–3 cm), schneide den Stiel ober- und unterhalb des Pflänzchens ab und stecke die Proliferation in feuchtes Anzuchtsubstrat oder ein Glas Wasser (Wasserstand nur bis zur Kronenbasis, sonst Fäulnisgefahr), bis sie gut eingewurzelt ist. Diese Methode klappt besonders gut bei feuchter Witterung.

Mischkultur

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

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