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Geranium sanguineum

Storchschnabel

Volksnamen: Blut-Storchschnabel, Roter Storchschnabel, Garten-Storchschnabel

Storchschnabel

Beschreibung

Der Blut-Storchschnabel ist ein unermüdlicher Dauerblüher, der von Mai bis September in kräftigem Magentarot leuchtet und dabei einen dichten, unkrautunterdrückenden Teppich bildet. Im Herbst färbt sich sein fein gefiedertes Laub leuchtend rot. Bienen und Schwebfliegen besuchen die offenen Blüten gern, und die Pflanze ist außerordentlich robust.

Pflegehinweise

Pflanze den Storchschnabel in fast jeden durchlässigen Boden an einen sonnigen bis halbschattigen Platz, er kommt sogar mit Trockenheit und magerem Untergrund zurecht. Schneide ihn nach der ersten Blütenwelle (Juli · KW 28) komplett bodennah zurück, dann treibt er frisch durch und blüht ein zweites Mal. Sonst braucht er kaum Pflege und lässt sich im Frühjahr leicht teilen.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6–7.88.0

Bodenart

sandig, lehmig, durchlässig, mager, kalkliebend

LichtVolle Sonne
Sonnenstundenmind. 4 h am Tag
WinterhärteWinterhart
WasserbedarfNiedrig

Pflanze den Blutroten Storchschnabel in durchlaessigen, eher mageren und sandig-lehmigen Boden — gewoehnliche Gartenerde reicht voellig aus, Staunaesse vermeidest du unbedingt. Kalk vertraegt er gut und gedeiht auf kalkhaltigen Boeden besonders kraeftig; humusreiche oder frisch geduengte Beete treiben ihn dagegen ins Blatt auf Kosten der Bluete.

Düngung

Schwachzehrer

Monate

Mär–Apr

Im Fruehjahr (Maerz/April) verteilst du etwas reifen Kompost um die Pflanze und arbeitest ihn flach ein, bei Bedarf ergaenzt durch eine leichte Gabe Hornspaene. Mehr braucht es nicht — ueppige Duengung foerdert das Blattwachstum und mindert die Bluete.

Überwinterung

Der Blut-Storchschnabel ist eine robuste, winterharte Staude und übersteht DACH-Winter problemlos im Freiland ohne Schutz – er zieht im Herbst ein und treibt im Frühjahr aus dem Wurzelstock neu aus. Lass das alte Laub über den Winter stehen und schneide es erst im zeitigen Frühjahr bodennah zurück, wenn die neuen Triebe kommen.

Vermehrung

Methoden

  • Teilung
  • Aussaat
  • Stecklinge

Geranium sanguineum lässt sich am unkompliziertesten durch Teilung vermehren: Heb die Staude im frühen Frühjahr (März/April) mit einer Grabegabel aus und zerlege den Wurzelstock mit zwei gegeneinandergestemmten Grabegabeln oder einem scharfen Spaten in mehrere Stücke. Jedes Stück braucht mindestens einen kräftigen Triebansatz und ausreichend Wurzeln. Die Teilstücke pflanzt du sofort wieder in vorbereiteten, humusreichen Boden und wässerst über mehrere Wochen gut an, damit sie zügig einwurzeln. Wiederhole die Teilung alle drei bis vier Jahre, damit die Staude vital bleibt.

Für Triebstecklinge schneidest du im Frühjahr junge, noch nicht verholzte Triebe von etwa fünf bis acht Zentimetern Länge mit einem scharfen Messer ab, entfernst die untersten Blätter und steckst sie in feuchte Anzuchterde. Eine helle, warme Position (ohne direkte Mittagssonne) und eine Abdeckhaube mit hoher Luftfeuchte erhöhen die Bewurzelungsrate; nach einigen Wochen zeigen sich erste Wurzeln. Diese Methode ist etwas anspruchsvoller und weniger zuverlässig als die Teilung.

Die Aussaat gelingt direkt nach der Samenreife im Sommer oder im folgenden Frühjahr (März/April) in Aussaatschalen; die Samen werden nur dünn mit Erde bedeckt und gleichmäßig feucht gehalten. Geranium sanguineum benötigt einen Kältereiz (Stratifikation), gibt die Saat ihn über den Winter im Freien oder durch mehrwöchige kühle Lagerung. Die Keimung braucht danach etwas Geduld. Im Garten sät sich die Art oft von selbst aus. Beachte: Bei Kultursorten stimmt die Aussaat genetisch nicht immer mit der Mutterpflanze überein; für Sortenerhalt daher lieber Teilung oder Stecklinge wählen.

Mischkultur

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

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