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Fagopyrum esculentum

Buchweizen

Volksnamen: Echter Buchweizen, Heidekorn

Buchweizen

Beschreibung

Buchweizen ist eine schnelle Sommer-Gründüngung, die selbst auf magerem Boden gedeiht, Phosphat mobilisiert und mit ihren weißen Blütendolden ein Magnet für Bienen ist. Botanisch ein Knöterich und kein Getreide, gehört er zu keiner Gemüsefamilie und passt in jede Fruchtfolge. Er ist sehr frostempfindlich.

Pflegehinweise

Säe Buchweizen von Mai bis Juli, wenn keine Fröste mehr drohen, direkt ins Beet und harke ihn flach ein; er keimt rasch und beschattet binnen Wochen den Boden. Gieße sparsam, er kommt mit Trockenheit gut zurecht. Schneide ihn zur Vollblüte ab, bevor reife Samen ausfallen, sonst sät er sich aus, als Mulch liegen gelassen, zersetzt er sich schnell zu lockerem Humus.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 4.5–78.0

Bodenart

sandig, lehmig, durchlässig, mager, humos

LichtVolle Sonne
Sonnenstundenmind. 6 h am Tag
WinterhärteFrostempfindlich
WasserbedarfNiedrig

Buchweizen kommt mit leichten, mageren Böden bestens zurecht — sandig bis mittelschwer, locker und gut durchlässig, ohne Staunässe. Er verträgt einen breiten pH-Bereich von schwach sauer bis neutral und gedeiht sogar auf sauren Moor- und kargen Mittelgebirgsböden; meide nur schwere, verdichtete, tonreiche und stark kalkhaltige Lagen.

Düngung

Schwachzehrer

Monate

Apr–Mai

Buchweizen braucht in der Regel keine Düngung — er ist ein klassischer Schwachzehrer und holt sich Nährstoffe sogar aus armen Böden. Nur wenn dein Beet sehr ausgezehrt ist, kannst du im Frühjahr vor der Aussaat etwas gut gereiften Kompost flach einarbeiten. Frischen Stickstoff lässt du weg: Er treibt nur das Blattwerk und erhöht die Lagergefahr. Organische Düngung gehört eher zur Vorfrucht als direkt zu Buchweizen.

Überwinterung

Buchweizen ist einjährig und stirbt nach dem ersten Frost ab — eine Überwinterung ist nicht nötig und nicht möglich; lass die abgestorbene Pflanze als Mulch liegen oder kompostiere sie. Möchtest du im nächsten Jahr wieder welchen, säe ab Mitte Mai nach den Eisheiligen neu, sobald der Boden mindestens 10 °C warm ist.

Vermehrung

Methoden

  • Aussaat

Buchweizen vermehrst du ausschließlich durch Direktsaat ins Freiland. Warte unbedingt bis nach den Eisheiligen (Mitte Mai), da die Pflanze sehr kälteempfindlich ist und schon leichter Frost die Keimlinge abtötet. Die Bodentemperatur sollte mindestens 8–10 °C betragen, zügiger keimt er bei 12–15 °C. Säe die Samen breitwürfig oder in Reihen (Reihenabstand ca. 15 cm) und arbeite sie 2–4 cm tief ein, dann leicht andrücken und anfeuchten. Buchweizen keimt rasch (oft schon nach wenigen Tagen) und braucht danach weder Dünger noch besonderen Schutz. Willst du eigenes Saatgut gewinnen, ernte die Nüsschen, wenn rund 70–80 % der Körner ausgereift und bräunlich sind – sie reifen ungleichmäßig, also nicht zu lange warten, sonst fallen die ersten Samen aus. Schneide die Pflanzen bodennah ab und lasse sie kopfüber an einem trockenen, luftigen Ort nachtrocknen, dann kannst du die Körner ausdreschen. Ernte vor dem ersten Herbstfrost, da die Pflanze einjährig und nicht winterhart ist. Eine natürliche Selbstaussaat funktioniert im DACH-Klima nicht zuverlässig, da die schweren Nüsschen meist dort liegen bleiben, wo sie fallen.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

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