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Solanum tuberosum

Kartoffel

Volksnamen: Erdapfel, Grundbirne

Kartoffel

Beschreibung

Die Kartoffel ist die ertragreichste Knolle im Hausgarten und ein dankbarer Boden-Lockerer in der Fruchtfolge. Aus einer Pflanzknolle werden bis zur Ernte ein ganzer Eimer voll, ein Klassiker, der auch Kindern Freude macht.

Pflegehinweise

Lege die vorgekeimten Knollen ab April etwa eine Handbreit tief in lockere Erde und häufle die Pflanzen an, sobald sie 20 cm hoch sind, das schützt die Knollen vor Licht und Grünfärbung. Halte sie in Trockenphasen feucht; geerntet wird, wenn das Kraut abgestorben ist.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 5–6.58.0

Bodenart

sandig, lehmig, humos, durchlässig, nährstoffreich

LichtVolle Sonne
WinterhärteFrostempfindlich
FruchtfolgeNachtschattengewächse
WasserbedarfMittel

Gib der Kartoffel einen lockeren, tiefgründigen und gut durchlässigen Boden – schwere, verdichtete Tonböden behindern die Knollenbildung und erschweren die Ernte. Halte den Boden leicht sauer (pH etwa 5,0–6,5) und kalke im Jahr vor dem Anbau nicht auf: Ein zu hoher pH-Wert fördert den Gewöhnlichen Kartoffelschorf. Sandiger Lehm oder humoser Sand erwärmt sich im Frühjahr schnell und ist ideal; Staunässe musst du unbedingt vermeiden.

Nachtschattengewächse (Tomate, Kartoffel, Paprika) starkzehrend und krankheitsanfällig — mindestens 4 Jahre Pause am selben Beet beugt Bodenmüdigkeit und Braunfäule vor.

Düngung

Starkzehrer

Arbeite im Herbst vor dem Anbau reifen Kompost oder gut verrotteten Stallmist flach ein – die Nährstoffe stehen dann im Frühjahr bereit. Frischen Mist solltest du meiden, weil er Krankheiten begünstigt. Im zeitigen Frühjahr, kurz vor dem Legen, arbeitest du zusätzlich Hornspäne oder Hornmehl flach ein, um die Startversorgung mit Stickstoff zu sichern. Beim Anhäufeln kannst du erneut etwas reifen Kompost in die Dämme geben.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Spargelgewächse (Asparagaceae)

besonders bewährt

Spargel und Tomate profitieren voneinander. Die Tomate hält den Spargelkäfer fern, der Spargel wehrt Fadenwürmer ab, die der Tomate schaden.

Zum Beispiel FunkieSpargelBlausternTraubenhyazintheHyazintheAmerikanische Agave

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Lippenblütler (Lamiaceae)

besonders bewährt

Basilikum neben Tomate und Paprika verbessert nachweislich den Geschmack und hält Weiße Fliege und Blattläuse fern.

Zum Beispiel LavendelThymianBasilikumRosmarinSalbeiYsop und 30 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Raublattgewächse (Boraginaceae)

Borretsch lockt Bestäuber an und soll den Tomatenschwärmer von den Nachtschattengewächsen fernhalten.

Zum Beispiel BorretschEchter BeinwellEchtes LungenkrautNatternkopfSumpf-VergissmeinnichtVergissmeinnicht

Quelle: Bio-Gärtnerei Mischkultur-Praxis

Lieber nicht

Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae)

Zwiebeln bremsen neben Kartoffeln und Tomaten das Wachstum der Nachtschattengewächse, die klassische Fruchtfolge-Regel gilt auch im Beet nebeneinander.

Zum Beispiel KnoblauchPorreeSchnittlauchNarzisseRocamboleElefantenknoblauch und 7 weitere Arten im Katalog

Quelle: Fruchtfolge-Grundregel

Korbblütler (Asteraceae)

Sonnenblumen geben Stoffe an den Boden ab, die das Knollenwachstum der Kartoffel hemmen, und konkurrieren zusätzlich um Wasser und Nährstoffe.

Zum Beispiel KopfsalatEchte KamilleEichblattsalatEissalatGewöhnlicher SonnenhutHerbstaster und 50 weitere Arten im Katalog

Quelle: Fruchtfolge-Grundregel

Kürbisgewächse (Cucurbitaceae)

Kartoffel und Gurke teilen sich Krankheitserreger wie die Kraut- und Braunfäule und stehen sich als Starkzehrer im Weg.

Zum Beispiel Mexikanische MinigurkeInka-GurkeBittermeloneChayoteFeigenblattkürbisFlaschenkürbis und 3 weitere Arten im Katalog

Quelle: Fruchtfolge-Grundregel

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

Krankheiten & Schädlinge

7 relevant

Aus der Wissensdatenbank, automatisch verknüpft über betroffene Arten. Erkennen und Vorbeugen stehen ausführlich im Lexikon.

SchädlingmittelApr, Mai, Jun, Sep, Okt
Drahtwurm

Agriotes spp.

Drahtwürmer sind die gelb-braunen, harten Larven der Schnellkäfer und leben mehrere Jahre im Boden.

Mehr zu Drahtwurm
SchädlinghochApr–Sep
Engerlinge (Gartenlaubkäfer)

Phyllopertha horticola

Engerlinge sind die Larven des Gartenlaubkäfers (Phyllopertha horticola) und leben meist ein Jahr, in kühleren Lagen bis zu zwei Jahre im Boden, wo sie Wurzeln und Knollen fressen.

Mehr zu Engerlinge (Gartenlaubkäfer)
MangelmittelJun–Sep
Kaliummangel

Kalium-Mangel

Kaliummangel zeigt sich zuerst an älteren, unteren Blättern: Die Ränder vergilben, verbräunen und rollen sich nach oben ein, während die Blattadern noch grün bleiben.

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SchädlinghochMai–Aug
Kartoffelkäfer

Leptinotarsa decemlineata

Der gelb-schwarz gestreifte Kartoffelkäfer und seine roten Larven können ein Kartoffelbeet in wenigen Tagen kahl fressen.

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KrankheithochJun–Sep
Kraut- und Braunfäule

Phytophthora infestans

Die Kraut- und Braunfäule ist die gefürchtetste Krankheit an Tomate und Kartoffel.

Mehr zu Kraut- und Braunfäule
MangelmittelApr–Sep
Stickstoffmangel

Stickstoff-Mangel

Stickstoffmangel entsteht, wenn Pflanzen über den Boden nicht genug pflanzenverfügbaren Stickstoff aufnehmen können, meist auf ausgelaugten oder sandigen Böden.

Mehr zu Stickstoffmangel
SchädlinghochApr–Okt
Tomatenminiermotte

Tuta absoluta

Die Tomatenminiermotte (Tuta absoluta) ist ein kleiner Nachtfalter, dessen Raupen in Blättern und Früchten von Tomate & Co. fressen.

Mehr zu Tomatenminiermotte

Sorten

12 Sorten
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