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Cucurbita maxima

Kürbis

Volksnamen: Riesenkürbis, Gartenkürbis

Kürbis

Foto: Francisco Manuel Blanco (1778 – 1845) (O.S.A.) · Public Domain · Quelle

Beschreibung

Der Kürbis ist das große Spektakel im Herbstgarten und liefert von der Suppenfrucht bis zum Riesen alles. ‚Hokkaido’ schmeckt nussig und lässt sich mit Schale verarbeiten, ‚Atlantic Giant’ wird zum Rekordversuch. Er braucht viel Platz, Sonne und nährstoffreichen Boden, am liebsten direkt auf dem Komposthaufen.

Pflegehinweise

Ziehe ihn ab April (KW 16) vor oder säe ihn nach den Eisheiligen (Mitte Mai · KW 20) direkt ins warme Beet. Gieße reichlich an die Wurzel, nie über die Blätter, denn er ist ein durstiger Starkzehrer. Lege reifende Früchte auf ein Brett oder Stroh, damit sie nicht von unten faulen, und ernte vor dem ersten Frost.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6–7.58.0

Bodenart

humos, durchlässig, lehmig, nährstoffreich, feucht

LichtVolle Sonne
Sonnenstundenmind. 6 h am Tag
WinterhärteFrostempfindlich
FruchtfolgeKürbisgewächse
WasserbedarfHoch

Kürbis mag tiefgründigen, lockeren, humusreichen Boden mit guter Drainage — ein lehmiger Gartenboden mit hohem Humusanteil ist ideal. Staunässe vermeidest du unbedingt; arbeite vor dem Pflanzen reifen Kompost oder gut abgelagerten Mist flach ein, um Struktur und Nährstoffversorgung zu verbessern.

Kürbisgewächse (Gurke, Kürbis, Zucchini) sind starkzehrend — gib ihnen viel Kompost und etwa 4 Jahre Pause am selben Beet.

Düngung

Starkzehrer

Monate

Apr–Aug

Im Frühjahr vor dem Pflanzen reifen Kompost und Hornspäne flach in den Boden einarbeiten. Ab der Fruchtbildung von Juni bis August regelmäßig organisch nachdüngen, etwa mit Brennnesseljauche oder verdünntem Komposttee. Wer direkt auf einem Komposthügel pflanzt, gibt dem Starkzehrer den besten Start.

Überwinterung

Kürbis ist einjährig und nicht winterhart — die Pflanze stirbt nach dem ersten Frost ab, du ziehst sie jedes Jahr neu aus Samen. Ernte alle Früchte vor dem ersten Frost und lagere reife Winterkürbisse nach einer Nachreife trocken und luftig bei 10–15 °C im Keller, nicht kälter und nicht direkt auf kaltem Beton.

Vermehrung

Methoden

  • Aussaat

Kürbis wird ausschließlich durch Aussaat vermehrt. Für die Vorkultur säst du ab Mitte April einzelne Samen etwa 2–3 cm tief in Anzuchttöpfe (8–10 cm Durchmesser) mit nährstoffarmer Anzuchterde. Setze den Samen mit der Spitze nach unten ein und stelle die Töpfe an einen warmen, hellen Standort mit 20–25 °C — bei dieser Temperatur keimen die Samen innerhalb von 5–10 Tagen. Einweichen der Samen über Nacht in lauwarmem Wasser beschleunigt die Keimung. Nach dem Auflaufen kultivierst du die Jungpflanzen kühler (ca. 16–18 °C), damit sie kompakt und kräftig bleiben. Pikiere nicht — die Wurzeln sind empfindlich. Nach den Eisheiligen Mitte Mai pflanzt du aus; ein früherer Freilandtermin gefährdet die frostempfindlichen Pflanzen. Direktsaat ins Freiland ist ab Mitte Mai möglich, wenn der Boden mindestens 10–15 °C warm ist. Schütze die Keimlinge dann vor Schnecken. Für die Eigenvermehrung im Folgejahr nutzt du samenfeste (nicht hybride) Sorten — Saatgut von F1-Hybriden bringt keine sortenechten Pflanzen. Wähle eine gut ausgereifte Frucht, wasche die Samen aus, trockne sie gründlich und lagere sie kühl, dunkel und trocken; gut getrocknet bleiben sie etwa 3–4 Jahre keimfähig. Beachte, dass sich Sorten innerhalb von C. maxima gegenseitig verkreuzen können — für sortenreine Samen entweder ausreichend Abstand zu anderen Kürbispflanzen halten oder die Blüten morgens per Hand bestäuben und danach verschließen. Verwende kein Saatgut, bei dem eine Einkreuzung von Zierkürbissen möglich war: solche Früchte können bitter und durch Cucurbitacin giftig sein.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Hülsenfrüchtler (Fabaceae)

Bohnen und Erbsen reichern den Boden mit Stickstoff an, den Kürbisgewächse als Starkzehrer gut gebrauchen können.

Zum Beispiel ErbseStangenbohneDicke BohneMarkerbseZuckererbseFeuerbohne und 27 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Lieber nicht

Nachtschattengewächse (Solanaceae)

Kartoffel und Gurke teilen sich Krankheitserreger wie die Kraut- und Braunfäule und stehen sich als Starkzehrer im Weg.

Zum Beispiel TomatePaprikaAubergineCocktailtomateAndenbeereChili und 8 weitere Arten im Katalog

Quelle: Fruchtfolge-Grundregel

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

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