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Ficus carica

Feige

Volksnamen: Echte Feige

Feige

Beschreibung

Die Echte Feige bringt mediterranes Flair in den Garten und trägt an geschützten Standorten süße, weiche Früchte. Winterharte Sorten wie ‚Brown Turkey’ oder ‚Bayernfeige Violetta’ überstehen auch kältere DACH-Lagen, wenn der Standort warm und geschützt ist. Junge Pflanzen brauchen Winterschutz.

Pflegehinweise

Pflanze die Feige an die wärmste, vollsonnige Stelle vor eine Südwand mit durchlässigem Boden. Gieße im Sommer regelmäßig, halte den Boden aber nicht dauernass. Häufle junge Pflanzen im ersten Winter an und schütze die Triebe mit Vlies. Schneide im Frühjahr nach dem Austrieb nur Erfrorenes heraus. Ernte die Früchte vollreif von August bis Oktober, sobald sie weich werden und leicht hängen.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6–88.0

Bodenart

lehmig, humos, durchlässig, trocken

LichtVolle Sonne
Sonnenstundenmind. 7 h am Tag
WinterhärteWinterhart mit Schutz
WasserbedarfMittel

Stell die Feige in durchlässigen, lehmig-humosen Boden — sie verträgt keine Staunässe, eine Drainageschicht beim Pflanzen hilft. Etwas trockener Boden passt ihr gut, sie kommt mediterranen Verhältnissen am nächsten. Kalkhaltigen Gartenboden verträgt sie problemlos; ideal ist ein warmer Platz vor einer Süd- oder Hauswand, deren Wärme Fruchtreife und Winterhärte fördert.

Düngung

Mittelzehrer

Monate

Apr–Jul

Im Frühjahr reifen Kompost flach in den Wurzelbereich einarbeiten oder Hornspäne oberflächlich ausbringen. Zur Fruchtansatz-Phase im Frühsommer kann eine zweite, leichtere Gabe folgen, damit die Früchte ausreifen. Ab Anfang August nicht mehr düngen — die Triebe sollen verholzen und die Pflanze gut in die Winterruhe gehen. Düng eher zurückhaltend: zu viel Stickstoff fördert Blattmasse auf Kosten der Früchte.

Schnitt

MonateMär–Apr
SaisonFrühjahr
SchnittartErhaltungsschnitt

Schneide deine Feige im Frühjahr (März/April · ab KW 10), wenn keine starken Fröste mehr drohen — dann sind erfrorene Triebe sichtbar und Wunden überwallen schnell beim Austrieb. Lichte die Krone aus, entferne totes Holz und kürze ein; auf Herbst- und Winterschnitt verzichtest du, weil Wunden in der Kälte schlecht heilen.

Überwinterung

Pflanze die Feige an eine windgeschützte, sonnige Südmauer, decke den Wurzelbereich dick mit Laub oder Stroh ab und wickle Stamm und gebündelte Triebe mehrlagig in Vlies oder Schilfmatten; ab März abnehmen. Kübel-Feigen so lange wie möglich draußen lassen und erst bei anhaltend unter 0 °C hell, kühl und frostfrei (z. B. ungeheizter Wintergarten, Garage mit Fenster) reinholen und dort nur mäßig gießen.

Vermehrung

Methoden

  • Stecklinge
  • Absenker

Die zuverlässigste Methode ist die Stecklingsvermehrung. Schneide im späten Winter bis frühen Frühjahr (Februar bis April), bevor der neue Austrieb beginnt, von einem gut verholzten, kräftigen Vorjahrestrieb ein 15–25 cm langes Steckholz direkt unterhalb eines Auges ab – solche Steckhölzer bewurzeln am sichersten. Entferne die unteren Blätter (falls vorhanden) und stecke das Steckholz entweder in ein Glas Wasser an einen hellen, warmen Platz ohne pralle Sonne oder direkt in ein durchlässiges, lockeres Anzuchtsubstrat. Halte es feucht und warm (rund 20 °C); nach etwa drei bis sechs Wochen bilden sich Wurzeln. Dann kannst du die Jungpflanze vorsichtig in einen Topf mit normaler Pflanz- oder Kübelerde umsetzen. Im späten Frühjahr (Mai/Juni) gelingen auch grüne Kopfstecklinge aus jungen Trieben – stülpe dann eine durchsichtige Tüte über den Topf, um die Luftfeuchte hochzuhalten. Als zweite Methode eignet sich der Absenker: Biege im Frühjahr einen langen, biegsamen Trieb bogenförmig zur Erde, vergrabe den mittleren Teil etwa 10–15 cm tief und fixiere ihn mit einem Haken, während die Triebspitze aufrecht herausschaut. Halte die Stelle gleichmäßig feucht – sobald sich nach einigen Wochen kräftige Wurzeln gebildet haben, trennst du den Absenker von der Mutterpflanze und pflanzt ihn ein. Bei höher sitzenden, nicht zum Boden biegbaren Trieben funktioniert auch das Abmoosen (Luftabsenker). Die Aussaat aus Samen ist botanisch zwar möglich, für sortenechte Kultivare aber ungeeignet: Die Nachkommen weichen genetisch ab und tragen oft keine brauchbaren Früchte. Eine Veredelung ist im Hausgarten unnötig, da die Feige auf eigenen Wurzeln gut wächst.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

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