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Hyacinthus orientalis

Hyazinthe

Volksnamen: Garten-Hyazinthe

Hyazinthe

Beschreibung

Die Hyazinthe betört im März und April mit dichten Blütenkerzen in Blau, Rosa, Weiß und Violett und einem intensiven, süßen Duft. Sie eignet sich für Beete, Kübel und die Vorkultur im Glas auf der Fensterbank. Im Freiland werden die Blütenstände von Jahr zu Jahr lockerer und natürlicher.

Pflegehinweise

Stecke die Zwiebeln im September und Oktober etwa 15 cm tief in durchlässigen Boden an einen sonnigen Platz. Trage beim Setzen Handschuhe, die Zwiebelschalen können die Haut reizen. Lass das Laub nach der Blüte einziehen. In schweren, nassen Böden faulen die Zwiebeln leicht, dort hilft eine Drainageschicht aus Sand im Pflanzloch.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6–7.58.0

Bodenart

sandig, lehmig, humos, durchlässig

LichtVolle Sonne
Sonnenstundenmind. 6 h am Tag
WinterhärteWinterhart
WasserbedarfMittel

Hyazinthen brauchen einen lockeren, humosen und vor allem gut durchlässigen Boden — Staunässe lässt die Zwiebeln faulen. Schwere Lehmböden arbeitest du am besten mit Sand und reifem Kompost auf; ein neutraler bis leicht saurer Boden ist ideal, leicht kalkhaltig wird ebenfalls vertragen.

Düngung

Schwachzehrer

Monate

Mär, Sep, Okt

Beim Pflanzen im Herbst (September–Oktober) arbeitest du reifen Kompost flach in den Boden ein und kannst etwas Hornspäne beimischen, damit der Stickstoff bis zum Frühjahrsaustrieb langsam verfügbar ist. Im Frühjahr beim Blattaustrieb harkst du bei Bedarf noch einmal etwas reifen Kompost oberflächlich ein. Wer jedes Jahr Kompost einarbeitet, kann auf weitere Düngung verzichten — Überversorgung geht zulasten der Blüte.

Überwinterung

Lass die Zwiebeln im Boden — sie überstehen den DACH-Winter ohne Schutz, brauchen die Kälte sogar für die Blüte. Sorg nur für gute Drainage, damit sie nicht in Winternässe faulen, und lass nach der Blüte die Blätter einziehen, bevor du sie abschneidest.

Vermehrung

Methoden

  • Kindel
  • Aussaat

Hyazinthen vermehrst du am zuverlässigsten über Brutzwiebeln (Offsets): Grabe die Zwiebeln ab, sobald das Laub im Frühsommer vollständig eingezogen ist, und löse die kleinen Tochterzwiebeln vorsichtig mit den Fingern oder einem sauberen Messer von der Mutterzwiebel. Nimm nur Brutzwiebeln mit mindestens 1 cm Durchmesser. Lagere sie über den Sommer trocken und kühl (etwa 10–15 °C) und kontrolliere gelegentlich auf Fäulnis. Pflanze sie im Herbst (September bis Oktober) etwa 10–12 cm tief mit 10–15 cm Abstand an einen sonnigen, durchlässigen Standort. Rechne damit, dass Brutzwiebeln 2–3 Jahre bis zur ersten Blüte brauchen. Um mehr Brutzwiebeln zu erzeugen, kannst du den Zwiebelboden einer gesunden, dicken Mutterzwiebel im Herbst mit einem scharfen, sauberen Messer kreuzförmig tief einschneiden — das regt die Bildung mehrerer Tochterzwiebeln an. Die Vermehrung aus Samen ist möglich, aber sehr langwierig: Lass die Blütenstände nach der Blüte stehen, bis die Samenkapseln braun und trocken sind, sammle die Samen und säe sie noch im selben Herbst in Töpfe mit durchlässigem, keimfähigem Substrat. Stelle die Töpfe hell und kühl (etwa 10–15 °C) und halte das Substrat gleichmäßig feucht. Bis zur ersten Blüte vergehen mehrere Jahre (oft 4–6). Für sortenechte Ergebnisse sind Brutzwiebeln klar die bessere Wahl, da Hyazinthen-Sorten aus Samen stark variieren.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Nachtschattengewächse (Solanaceae)

besonders bewährt

Spargel und Tomate profitieren voneinander. Die Tomate hält den Spargelkäfer fern, der Spargel wehrt Fadenwürmer ab, die der Tomate schaden.

Zum Beispiel KartoffelTomatePaprikaAubergineCocktailtomateAndenbeere und 9 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

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