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Narcissus pseudonarcissus

Narzisse

Volksnamen: Osterglocke, Gelbe Narzisse

Narzisse

Beschreibung

Die Narzisse läutet mit ihren gelben Trompetenblüten ab März das Gartenjahr ein und ist eine der zuverlässigsten Zwiebelblumen überhaupt. Sie verwildert gern und kommt Jahr für Jahr in immer dichteren Horsten wieder. Alle Pflanzenteile sind giftig, Wühlmäuse meiden sie deshalb, was sie zur guten Schutzpflanze für Tulpen macht.

Pflegehinweise

Stecke die Zwiebeln von September bis November etwa 10 bis 15 cm tief in durchlässigen Boden an einen sonnigen bis halbschattigen Platz. Lass das Laub nach der Blüte unbedingt vergilben und einziehen, bevor du es entfernst, knote es nicht zusammen. Alle paar Jahre kannst du dichte Horste nach dem Einziehen teilen und neu setzen.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 5.5–78.0

Bodenart

sandig, lehmig, humos, durchlässig, feucht

LichtHalbschatten
Sonnenstundenmind. 3 h am Tag
WinterhärteWinterhart
WasserbedarfMittel

Gib der Narzisse durchlässigen, humusreichen Gartenboden, der mäßig frisch bis feucht bleibt — Staunässe lässt die Zwiebel faulen. Schwere Lehmböden lockerst du mit Sand auf. Von Natur aus steht sie auf eher kalkarmen, leicht sauren Wiesen- und Waldstandorten, verträgt aber auch neutralen Boden.

Düngung

Mittelzehrer

Monate

Mär, Apr, Okt

Arbeite im Frühjahr beim Austrieb (ab etwa einer Handbreit Blatt, März–April) reifen Kompost oder Hornspäne flach ein. Beim Herbstpflanzen (Oktober) kannst du etwas Kompost oder gut abgelagerten Mist in die Pflanzgrube mischen. Dünge zurückhaltend — zu viel Stickstoff geht auf Kosten der Blüte. Lass das Laub erst nach dem vollständigen Vergilben stehen, damit die Pflanze Nährstoffe in die Zwiebel zurückzieht.

Überwinterung

Narzissen-Zwiebeln bleiben dauerhaft im Boden — kein Ausgraben, kein Winterschutz nötig. Lass das Laub nach der Blüte vollständig einziehen und vergilben, bevor du es abschneidest; im Topf gehaltene Zwiebeln stellst du frostgeschützt auf.

Vermehrung

Methoden

  • Kindel
  • Aussaat

Narzissen vermehrst du am einfachsten über Brutzwiebeln (Tochterzwiebeln). Warte, bis das Laub vollständig eingezogen und vergilbt ist – frühestens Juni/Juli. Dann hebst du die Zwiebeln vorsichtig mit einer Grabegabel aus dem Boden und trennst die Tochterzwiebeln behutsam von der Mutterzwiebel. Größere Tochterzwiebeln kannst du sofort an ihrem neuen Standort einpflanzen; kleinere Brutzwiebeln ziehst du besser zunächst in einem Kübel oder einem geschützten Beet groß, bis sie blühreif sind (das dauert ein bis zwei weitere Jahre). Die ausgegrabenen Zwiebeln lassen sich bis zur Pflanzzeit im Herbst trocken und kühl aufbewahren. Eingepflanzt werden sie September bis Oktober, etwa 10–15 cm tief und mit dem doppelten Zwiebeldurchmesser Abstand. Durch das regelmäßige Abheben und Vereinzeln alle fünf bis zehn Jahre förderst du gleichzeitig die Blühleistung des Bestands, weil zu dichte Horste kleinere Blüten ausbilden.

Aussaat ist für die Wildart Narcissus pseudonarcissus grundsätzlich möglich, aber sehr langwierig: Reife Samen werden frisch im Sommer geerntet, sobald sich die Samenkapseln bräunlich verfärben, und am besten zeitnah ausgesät. Narzissen sind Kaltkeimer – die Samen brauchen eine Kälteperiode (Stratifikation), die du durch Herbstaussaat im Freien ganz natürlich nutzt; nach der Kälte keimen sie meist innerhalb weniger Wochen. Bis zur ersten Blüte vergehen in der Regel fünf bis sieben Jahre, in denen die Sämlinge zunächst nur Laub bilden. Diese Methode eignet sich vor allem dann, wenn du Wildtypen naturalisieren möchtest oder keine Brutzwiebeln vorhanden sind. Für Gartensorten und Züchtungen ist Aussaat nicht sortenecht und daher nicht empfehlenswert.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Doldenblütler (Apiaceae)

Doldenblütler und Lauchgewächse verwirren sich gegenseitig die Schädlinge (Möhrenfliege, Zwiebelfliege).

Zum Beispiel MöhreDillKnollenselleriePetersilieKnollenfenchelKoriander und 19 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Rosengewächse (Rosaceae)

Knoblauch und Schnittlauch unter Erdbeeren und Rosen vertreiben mit ihrem Duft Blattläuse und andere Schädlinge.

Zum Beispiel ErdbeereApfelHimbeereBirneKletterroseAronia und 53 weitere Arten im Katalog

Quelle: Bio-Gärtnerei Mischkultur-Praxis

Lieber nicht

Hülsenfrüchtler (Fabaceae)

besonders bewährt

Lauchgewächse hemmen über ihre Wurzelausscheidungen die stickstoffbindenden Knöllchenbakterien der Hülsenfrüchtler, das bremst deren Wachstum.

Zum Beispiel ErbseBuschbohneStangenbohneDicke BohneMarkerbseZuckererbse und 31 weitere Arten im Katalog

Quelle: Fruchtfolge-Grundregel

Nachtschattengewächse (Solanaceae)

Zwiebeln bremsen neben Kartoffeln und Tomaten das Wachstum der Nachtschattengewächse, die klassische Fruchtfolge-Regel gilt auch im Beet nebeneinander.

Zum Beispiel KartoffelTomatePaprikaAubergineCocktailtomateAndenbeere und 9 weitere Arten im Katalog

Quelle: Fruchtfolge-Grundregel

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

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