Hypericum perforatum
Echtes Johanniskraut
Volksnamen: Tüpfel-Hartheu, Hartheu
Foto: Didier Descouens · CC BY-SA 4.0 · Quelle
Beschreibung
Das Echte Johanniskraut blüht rund um den Johannistag Ende Juni in leuchtendem Gelb, hältst du ein Blatt gegen das Licht, siehst du die namensgebenden durchscheinenden Drüsenpunkte. Eine robuste, winterharte Staude für magere, sonnige Standorte.
Pflegehinweise
Säe es als Lichtkeimer ab April flach aus oder pflanze es an einen vollsonnigen, durchlässigen Platz. Es kommt mit Trockenheit und magerem Boden bestens zurecht und braucht kaum Pflege. Schneide die verblühten Stängel im Spätherbst zurück, dann treibt die Staude im Frühjahr kräftig durch.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
sandig, lehmig, durchlässig, mager, kalkliebend, trocken
Stell Johanniskraut auf einen durchlässigen, mäßig trockenen bis mäßig frischen Boden — sandige bis sandig-lehmige, magere Böden sind ideal, Staunässe verträgt es überhaupt nicht. Der Boden darf ruhig nährstoffarm sein und sollte neutral bis leicht basisch reagieren; Kalk wird gut vertragen, ist aber nicht zwingend nötig, sehr saure Böden meidet die Pflanze jedoch.
Düngung
Schwachzehrer
Monate
Mär
Dünge sparsam: Eine flache Gabe reifen Komposts im Frühjahr genügt völlig. Vermeide jede Überdüngung, besonders zu viel Stickstoff — das geht hier auf Kosten von Wuchsqualität und Wirkstoffgehalt. Eine dünne Mulchschicht aus reifem Kompost versorgt die Pflanze und hält Feuchtigkeit.
Überwinterung
Echtes Johanniskraut ist eine heimische, voll winterharte Staude — lass die abgestorbenen Triebe über den Winter stehen, sie schützen die Wurzel und bieten Insekten Unterschlupf. Im zeitigen Frühjahr schneidest du die alten Stängel bodennah zurück; achte nur auf gut drainierten Boden, da Staunässe im Winter die einzige echte Gefahr ist.
Vermehrung
Methoden
- Aussaat
- Stecklinge
- Teilung
Aussaat (Hauptmethode): Johanniskraut ist ein Licht- und Kaltkeimer — die Samen niemals mit Erde bedecken, nur leicht andrücken. Am einfachsten säst du direkt ins Freiland: im späten Oktober (Herbstaussaat), dann übernehmen Frost und Witterung über den Winter den nötigen Kältereiz und die Samen keimen im Frühjahr von selbst. Möchtest du im Frühjahr (Februar/März) drinnen vorziehen, gib den Samen vorher den Kältereiz (mehrere Wochen kühl/feucht stellen), bevor du die Töpfe hell und bei rund 20 °C aufstellst; danach keimt es in etwa 2–3 Wochen. Wer die Pflanzen ab Herbst im Freien stehen lässt, bekommt durch natürliche Selbstaussaat oft reichlich Nachwuchs.
Stecklinge: Von Mai bis September nimmst du 8–10 cm lange, krautige bis halbverholzte Triebspitzen kurz oberhalb einer Blattachsel ab — am besten von nicht blühenden Trieben, die wurzeln williger. Untere Blätter entfernen, den Steckling in feuchtes, mageres Substrat (z. B. Sand-Erde-Gemisch) stecken und hell, aber nicht prall sonnig aufstellen. Die Bewurzelung gelingt in 3–6 Wochen. Alternativ eignen sich im Oktober/November auch verholzte Stecklinge.
Teilung: Die einfachste Methode für etablierte Horste. Im frühen Frühjahr, wenn die ersten Triebe austreiben, den Stock ausgraben, mit einem scharfen Spaten in mehrere Segmente teilen (jedes Stück sollte genug Wurzeln und 2–3 Triebe haben) und direkt wieder einpflanzen. Auch im Herbst nach dem Rückschnitt möglich. Die Teilung verjüngt gleichzeitig ältere Pflanzen.
Mischkultur
Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.
Erfahrungen aus echten Gärten
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