Nigella damascena
Jungfer im Grünen
Volksnamen: Gretchen im Busch, Braut in Haaren
Foto: Kaldari · Public Domain · Quelle
Beschreibung
Die Jungfer im Grünen verzaubert mit zart blauen Blüten, die wie in einem feinen Schleier aus fadenförmigem Laub schweben. Nach der Blüte bilden sich dekorative, ballonartige Samenkapseln, die getrocknet in Sträußen lange halten. Die einjährige Pflanze sät sich gern selbst aus.
Pflegehinweise
Säe die Jungfer im Grünen ab April direkt ins sonnige Beet, sie verträgt das Verpflanzen schlecht. Eine Herbstsaat im September ergibt frühe, kräftige Blüten. Gieße zurückhaltend, sie mag es eher trocken. Lass einige Samenkapseln ausreifen, dann taucht sie im Folgejahr von selbst wieder auf.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
sandig, lehmig, durchlässig, mager
Jungfer im Grünen säst du direkt in normalen, gut durchlässigen Gartenboden — sie mag es eher locker und mager als schwer und fett. Staunässe verträgt sie gar nicht; auf kalkhaltigen Böden fühlt sie sich besonders wohl.
Düngung
Schwachzehrer
Monate
Mär–Apr
Im Beet brauchst du kaum zu düngen — sie gedeiht auch auf mageren Böden. Wer mag, arbeitet im Frühjahr vor der Aussaat eine dünne Lage reifen Kompost flach ein. Zu viel Stickstoff fördert nur Laub statt Blüten.
Überwinterung
Die Jungfer im Grünen ist einjährig und stirbt nach der Samenreife ab — du musst nichts aktiv einwintern, sondern lässt einfach die Samenstände stehen, damit sie sich von selbst aussät und im Frühjahr neu keimt. Säst du im Herbst aus, deckst du die kleinen Keimlinge mit etwas Laub oder Reisig ab, sodass sie als Rosette überwintern und früher blühen.
Vermehrung
Methoden
- Aussaat
Jungfer im Grünen vermehrst du ausschließlich durch Aussaat — vegetative Methoden scheiden bei dieser einjährigen Pflanze aus, weil sie keine überwinternden Wurzelstöcke, Knollen oder Ausläufer bildet und weichstängelige Einjährige sich nicht über Stecklinge bewurzeln lassen. Säe ab Mitte/Ende März direkt ins Freiland, sobald der Boden nicht mehr gefroren ist; für eine lückenlose Blüte bis in den Herbst säst du alle zwei bis drei Wochen nach. Auch eine Herbstaussaat (September/Oktober) ist möglich: Die Keimlinge überwintern klein und blühen im Folgejahr früher, sind bei späten Frösten aber gefährdet. Bedecke die Samen nur dünn mit Erde und drücke sie leicht an. Bei rund 16–18 °C zeigen sich die ersten Keimlinge meist nach etwa zwei bis drei Wochen. Nigella reagiert empfindlich auf Wurzelstörung und lässt sich schlecht verpflanzen — säe daher gleich an den endgültigen Standort und vereinzle auf etwa 15–20 cm. Hat sie sich einmal etabliert, sät sie sich verlässlich selbst aus und kehrt jedes Jahr wieder — du musst nur einige Samenstände stehen lassen.
Mischkultur
Gute Nachbarn
Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.
Erfahrungen aus echten Gärten
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