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Calendula officinalis

Ringelblume

Volksnamen: Calendula, Garten-Ringelblume

Ringelblume

Foto: Franz Eugen Köhler, Köhler's Medizinal-Pflanzen · Public Domain · Quelle

Beschreibung

Die Ringelblume ist die freundliche Begleiterin im Gemüsebeet, ihre leuchtend orangen Blüten locken Nützlinge an und ihre Wurzeln wehren über Wurzelausscheidungen Nematoden ab. Die Blütenblätter sind essbar und färben Salate und Suppen sonnig.

Pflegehinweise

Säe sie ab April direkt ins Beet, sie keimt zuverlässig und blüht den ganzen Sommer. Zupfe Verblühtes regelmäßig aus, dann bildet sie unermüdlich neue Knospen. Sie ist genügsam, übersteht Trockenheit gut und sät sich oft von selbst wieder aus.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6–7.58.0

Bodenart

humos, lehmig, durchlässig, mager

LichtVolle Sonne
Sonnenstundenmind. 6 h am Tag
WinterhärteFrostempfindlich
WasserbedarfNiedrig

Die Ringelblume ist beim Boden genügsam: Normaler, humoser Gartenboden reicht aus, und sie gedeiht auch auf magereren Standorten. Ideal ist ein durchlässiger, leicht lehmiger Boden, der Feuchtigkeit hält, aber keine Staunässe bildet. Halte den Boden eher stickstoffarm — zu nährstoffreich treibt das Laub auf Kosten der Blüte. Der pH darf von schwach sauer bis schwach alkalisch reichen, Kalk verträgt sie gut.

Düngung

Schwachzehrer

Monate

Mär–Apr

Auf normalem Gartenboden brauchst du nicht zu düngen. Auf sehr magerem oder sandigem Boden arbeitest du beim Pflanzen im Frühjahr etwas reifen Kompost flach ein. Stickstoffbetonte Düngung vermeidest du, weil sie Laub statt Blüten fördert. Bei sehr durchlässigem Boden kannst du gelegentlich mit verdünnter Pflanzenjauche nachhelfen.

Überwinterung

Die Ringelblume ist einjährig und stirbt beim ersten harten Frost ab — du musst nichts einlagern oder schützen. Lass einige verblühte Samenstände stehen: Die Samen überwintern frostfest im Boden und keimen im Frühjahr von selbst, oder du sammelst reife Samen im Herbst und bewahrst sie trocken und kühl im Papiertütchen für die nächste Aussaat auf.

Vermehrung

Methoden

  • Aussaat

Ringelblumen vermehrst du fast ausschließlich durch Aussaat – sie sind einjährige, zuverlässige Selbstaussäer. Ab Mitte April säst du direkt ins Freiland, sobald der Boden frostfrei und ausreichend erwärmt ist (etwa 10 °C). Für frühere Blüte ziehst du ab März auf der Fensterbank vor. Wichtig: Die Ringelblume ist ein Dunkelkeimer – die Samen brauchen Dunkelheit zum Keimen, decke sie also vollständig mit Erde ab und drücke sie leicht an. Im Topf reichen rund 1 cm Saattiefe, im Freiland säst du etwas tiefer (bis ca. 2 cm), damit die Samen nicht austrocknen. Halte die Aussaat gleichmäßig feucht. Bei etwa 15–20 °C keimen die Samen in rund 8–14 Tagen. Nach dem Aufgehen vereinzelst du die Sämlinge auf etwa 25 cm Abstand. Lässt du am Saisonende ein paar Blütenköpfe ausreifen und die gekrümmten Samen abfallen, sät sich die Ringelblume im nächsten Frühjahr von selbst aus – einmal etabliert brauchst du kaum neu zu kaufen.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Doldenblütler (Apiaceae)

Ringelblume und Tagetes neben Möhren halten mit ihrem Duft die Möhrenfliege fern.

Zum Beispiel MöhreDillKnollenselleriePetersilieKnollenfenchelKoriander und 19 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Lieber nicht

Nachtschattengewächse (Solanaceae)

Sonnenblumen geben Stoffe an den Boden ab, die das Knollenwachstum der Kartoffel hemmen, und konkurrieren zusätzlich um Wasser und Nährstoffe.

Zum Beispiel PaprikaAubergineCocktailtomateAndenbeereChiliPeperoni und 7 weitere Arten im Katalog

Quelle: Fruchtfolge-Grundregel

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

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