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Lilium candidum

Madonnenlilie

Volksnamen: Weiße Lilie, Marienlilie

Madonnenlilie

Beschreibung

Die Madonnenlilie ist eine der ältesten Gartenpflanzen Europas und öffnet im Juni reinweiße, stark duftende Trichterblüten. Anders als die meisten Lilien bildet sie im Herbst eine flache Blattrosette und treibt ihre Blütenstängel im Frühsommer daraus.

Pflegehinweise

Pflanze die Zwiebeln im August oder September flach, nur 3 bis 5 cm Erde über der Zwiebel, , sonst bleibt die Herbstrosette aus. Wähle einen sonnigen, gut durchlässigen Standort in kalkhaltigem Boden und gieße sparsam, denn Staunässe lässt die Zwiebel faulen. Lass sie ungestört stehen, sie blüht nach ein, zwei Jahren Einwurzeln am üppigsten.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6.5–88.0

Bodenart

sandig, lehmig, durchlässig, kalkliebend, nährstoffreich

LichtVolle Sonne
Sonnenstundenmind. 6 h am Tag
WinterhärteWinterhart mit Schutz
WasserbedarfMittel

Pflanz die Madonnenlilie in durchlässigen, kalkhaltigen Boden – sandiger Lehm mit grobem Korn ist ideal, schwere Böden mit grobem Sand auflockern. Staunässe ist der häufigste Zwiebel-Killer: Die Zwiebel nur flach setzen (Spitze etwa 5 cm unter der Oberfläche) und beim Pflanzen gut verrotteten Kompost beigeben. Kalk und hartes Gießwasser sind kein Problem.

Düngung

Mittelzehrer

Monate

Mär, Apr, Aug

Im Frühjahr (März/April) gut verrotteten Kompost flach rund um die Zwiebel einarbeiten – das deckt den Nährstoffbedarf der Saison. Eine zweite Gabe nach der Blüte im August stärkt die Zwiebel fürs nächste Jahr. Stickstoff-betonte Düngung meiden: zu viel treibt Laub auf Kosten der Blüten und stört die Winterruhe. Im Herbst nicht düngen – die Pflanze bildet dann ihre Überwinterungsrosette und soll zur Ruhe kommen.

Überwinterung

Die Madonnenlilie bleibt als Zwiebel im Boden und bildet ab dem Spätsommer eine wintergrüne Blattrosette — diese deckst du bei starkem Frost locker mit Reisig oder Tannenzweigen ab und nimmst die Abdeckung im Frühjahr rechtzeitig wieder weg. Achte auf durchlässigen Boden, denn Winternässe lässt die Zwiebel eher faulen als die Kälte ihr schadet.

Vermehrung

Methoden

  • Kindel
  • Aussaat

Die Madonnenlilie vermehrst du am zuverlässigsten über Brutzwiebeln (Tochterzwiebeln): Hebe den Bestand alle drei bis vier Jahre im August aus — nach dem Absterben der Blütenstängel und der kurzen sommerlichen Ruhephase. Diese Lilie ist eine Besonderheit: Sie wird, anders als die meisten Lilien, schon im August neu gesetzt und niemals später, sonst übersteht die Zwiebel den Winter nicht. Trenne die kleinen Brutzwiebeln vorsichtig mit einem scharfen Messer von der Mutterzwiebel und pflanze sie sofort so ein, dass die Spitze etwa 5 cm unter der Erdoberfläche liegt. Mit etwas Glück blühen sie bereits im folgenden Jahr. Für mehr Nachschub lohnt auch die Schuppenvermehrung: Löse im Frühsommer (Ende Juni bis Anfang Juli) gesunde Außenschuppen mit einem Stück Zwiebelboden ab und lege sie flach auf feuchten Sand, mit einer dünnen Schicht Torfmoos abgedeckt. Innerhalb weniger Wochen bilden sich Adventivknospen; die Jungzwiebeln brauchen dann zwei bis drei Jahre bis zur ersten Blüte. Aussaat ist möglich, liefert aber keine sortenechten Pflanzen und dauert drei bis fünf Jahre bis zur Blüte. Säe von Spätwinter bis Frühjahr kühl ins Anzuchtgefäß (etwa 12–15 °C) oder im Herbst direkt; die Keimung erfolgt meist innerhalb weniger Wochen.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

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