Rosa 'Climbing'
Kletterrose
Volksnamen: Ramblerrose, Schlingrose
Foto: Kurt Stüber [1] · CC BY-SA 3.0 · Quelle
Beschreibung
Kletterrosen begrünen Rosenbögen, Pergolen und Hauswände mit langen, biegsamen Trieben und üppigem Flor. Öfterblühende Sorten wie ‚New Dawn’ schenken dir von Juni bis zum Frost immer wieder Blüten, während einmalblühende Rambler im Juni alles auf eine spektakuläre Blütenfülle setzen. Unterpflanzt mit Lavendel oder Knoblauch bleiben sie gesünder.
Pflegehinweise
Pflanze die Kletterrose im Herbst (Oktober · KW 43) oder Frühjahr an einen sonnigen, luftigen Standort mit tiefgründigem Boden und binde die Haupttriebe waagerecht ans Gerüst, das fördert reichen Blütenansatz. Schneide öfterblühende Sorten im Frühjahr (März · KW 12) aus und entferne Verblühtes laufend. Gieße morgens an der Wurzel, damit das Laub trocken bleibt und kein Mehltau aufkommt.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
lehmig, humos, durchlässig, nährstoffreich
Kletterrosen brauchen einen tiefgründigen, lehmig-humosen und nährstoffreichen Boden, der Wasser gut aufnimmt, aber keine Staunässe bildet. Lockere schweren Tonboden mit grobem Sand und reifem Kompost auf, leichten Sandboden reicherst du mit Kompost und etwas Lehm an; liegt der pH-Wert unter 6,0, kannst du ihn mit Kalk leicht anheben.
Düngung
Starkzehrer
Monate
Mär, Apr, Jun
Arbeite im Frühjahr zur Forsythienblüte (März/April) reifen Kompost und Hornspäne flach in den Boden ein — das versorgt die Rose langsam über die ganze Wachstumsphase. Nach der Hauptblüte (Ende Juni) gibst du eine zweite Gabe Kompost obenauf, um den nächsten Blütenflor anzuregen. Ab Ende Juli düngst du nicht mehr stickstoffbetont, damit die Triebe rechtzeitig ausreifen und gut durch den Winter kommen. Alle zwei bis drei Jahre im Herbst eine dünne Kompostschicht als Mulch auflegen verbessert die Bodenstruktur und schützt die Wurzeln.
Schnitt
Öfterblühende Kletterrosen schneidest du zur Forsythienblüte (meist März–April), wenn keine starken Fröste mehr drohen: Seitentriebe auf 3–5 Augen einkürzen. Einmalblühende Rambler blühen am Vorjahresholz – die schneidest du erst nach der Blüte im Sommer.
Überwinterung
Häufle im Spätherbst den Wurzelbereich und die Veredelungsstelle mit Gartenerde oder reifem Kompost an (kein Rindenmulch – der entzieht dem Boden Stickstoff). Binde die langen Triebe am Spalier locker zusammen und decke sie gegen Frosttrocknis mit Tannenreisig oder atmungsaktivem Jutegewebe ab, niemals mit luftdichter Folie; nimm den Schutz im Frühjahr an einem bewölkten Tag schrittweise wieder ab.
Vermehrung
Methoden
- Stecklinge
- Absenker
Kletterrosen vermehrst du am zuverlässigsten über Stecklinge oder Absenker – beide Methoden liefern wurzelechte, sortenechte Pflanzen ohne Veredelungsaufwand.
Stecklinge (Ende Juni bis Anfang August): Wähle gesunde, halbverholzte Triebe direkt nach der ersten Blüte, etwa bleistiftdick und mit rund fünf Augen. Schneide sie auf 15–20 cm Länge, entferne die unteren Blätter und die Triebspitze, das oberste Blattpaar bleibt stehen. Stecke die Stecklinge zur Hälfte in lockere, sandige Anzuchterde und halte die Erde gleichmäßig feucht. Eine aufgesetzte PET-Flasche oder transparente Haube hält die Luftfeuchtigkeit hoch und beschleunigt die Bewurzelung. Nach etwa 6–8 Wochen sind in der Regel Wurzeln gebildet; im nächsten Frühjahr auspflanzen.
Steckhölzer (Spätherbst, Oktober bis November): Vollständig verholzte, blattlose Triebe auf 20–30 cm kürzen, das untere Ende schräg, das obere gerade schneiden. Direkt ins Freiland eingraben – nur das oberste Auge schaut heraus. Ein Vlies schützt über Winter vor Frost. Erst im Herbst des Folgejahres als eigenständige Pflanze entnehmen.
Absenker (Spätsommer, August bis September): Besonders gut geeignet für Kletterrosen, weil ihre langen, biegsamen Langtriebe sich leicht bis zum Boden führen lassen. Ritze einen ein- bis zweijährigen, gesunden Trieb an der Stelle leicht an der Unterseite an, an der er den Boden berühren soll. Lege den eingeschnittenen Abschnitt in eine etwa 20 cm tiefe Mulde, bedecke ihn mit Erde und fixiere ihn mit einem Haken; die Triebspitze (mindestens 20–30 cm) zeigt aufrecht nach oben. Boden feucht halten. Bis zum Herbst hat sich ein eigenes Wurzelsystem entwickelt – im folgenden Frühjahr von der Mutterpflanze abtrennen und umpflanzen.
Hinweis: Aussaat scheidet aus, da gezüchtete Kletterrosen-Sorten und Hybriden über Samen nicht sortenecht weitergegeben werden (das Erbmaterial spaltet auf).
Mischkultur
Gute Nachbarn
Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae)
Knoblauch und Schnittlauch unter Erdbeeren und Rosen vertreiben mit ihrem Duft Blattläuse und andere Schädlinge.
Zum Beispiel SpeisezwiebelPorreeNarzisseRocamboleElefantenknoblauchRote Zwiebel und 8 weitere Arten im Katalog
Quelle: Bio-Gärtnerei Mischkultur-Praxis
Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.
Für angemeldete Gärtner
Melde dich an, um Symptome, Schweregrad, Saison und Vorbeugung für all deine Pflanzen zu sehen.
Kostenloses Konto, in 30 Sekunden eingerichtet.
Erfahrungen aus echten Gärten
Was andere Gärtner zu dieser Sorte aufgeschrieben haben, anonym und freiwillig.
Noch hat niemand Erfahrungen geteilt. Mach den Anfang und notier deine.
