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Lavandula angustifolia

Lavendel

Volksnamen: Echter Lavendel, Schmalblättriger Lavendel

Lavendel

Foto: Franz Eugen Köhler, Köhler's Medizinal-Pflanzen · Public Domain · Quelle

Beschreibung

Lavendel duftet den ganzen Sommer, lockt Bienen und Hummeln an und bringt mediterranes Flair ins Beet. Der Echte Lavendel ist winterhart und liefert die feinsten Blüten zum Trocknen. Sorten wie ‚Hidcote’ bleiben kompakt und blühen besonders dunkel.

Pflegehinweise

Pflanze ihn an den sonnigsten, durchlässigsten Platz, den du hast, gern in mageren, kalkhaltigen Boden. Gieße nur sparsam, denn Staunässe verträgt er gar nicht. Schneide ihn nach der Blüte (August · KW 33) und nochmal im Frühjahr (April · KW 14) um ein Drittel zurück, damit er buschig bleibt und nicht verholzt.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6.5–88.0

Bodenart

sandig, durchlässig, kalkliebend, mager, trocken

LichtVolle Sonne
Sonnenstundenmind. 6 h am Tag
WinterhärteWinterhart
WasserbedarfNiedrig

Lavendel braucht einen durchlässigen, mageren Boden — Staunässe und schwere Lehmböden sind der häufigste Grund für Ausfälle. Auf sandigen, kargen Böden gedeiht er ohne große Vorbereitung; lehmige Böden lockerst du im DACH-Tiefland am besten mit Sand und grobem Kies auf. Als Kalkliebhaber mag er einen neutralen bis leicht basischen Boden — ist deiner sauer (pH unter 6,5), arbeite im Frühjahr etwas Gartenkalk flach ein.

Düngung

Schwachzehrer

Monate

Mär

Lavendel ist ein Schwachzehrer und kommt aus kargen Böden — düngen brauchst du ihn kaum. Im zeitigen Frühjahr (März/April), wenn die ersten neuen Triebe sichtbar werden, kannst du etwas gut verrotteten Reifkompost flach rund um die Pflanze einarbeiten. Zu viel Stickstoff treibt üppiges Blattwachstum auf Kosten der Blüten — also sparsam bleiben. Im Herbst nicht mehr düngen.

Überwinterung

Echter Lavendel übersteht den DACH-Tiefland-Winter im Freien ohne Schutz. Das größte Risiko ist Winternässe, nicht Kälte: Setz ihn in durchlässigen Boden und schneide ihn nicht im Winter — den Frühjahrsschnitt abwarten. Junge Pflanzen im ersten Winter mit etwas Reisig oder Laub am Wurzelbereich schützen; Kübellavendel hell und kühl (frostfrei) stellen und nur sparsam gießen.

Vermehrung

Methoden

  • Stecklinge
  • Absenker
  • Aussaat

Stecklinge (empfohlene Methode): Schneide im späten Frühjahr oder nach dem Spätsommerrückschnitt weiche, unverholzte Triebe von etwa 10–15 cm Länge ohne Blüten. Entferne die unteren Blätter, sodass nur oben ein paar Blattpaare verbleiben. Stecke die Stecklinge in eine nährstoffarme Anzuchterde-Sand-Mischung und halte das Substrat gleichmäßig feucht — ohne Staunässe. Eine Abdeckung mit einer transparenten Haube erhöht die Luftfeuchtigkeit und beschleunigt die Bewurzelung. Nach etwa 4–6 Wochen zeigen sich die ersten Wurzeln; dann kannst du die Jungpflanzen einzeln in größere Töpfe umtopfen und ab Ende Mai ins Freiland setzen.

Absenker (einfach, ohne Trennung von der Mutterpflanze): Biege im Frühjahr einen langen, bodennahen Trieb zur Erde und grabe ihn an der Kontaktstelle etwa 6–10 cm tief ein. Entferne dort die Blätter und fixiere den Ast mit einem Stein oder Drahtbügel. Halte die Stelle leicht feucht. Bis zum Ende des Sommers haben sich Wurzeln gebildet — trenne die neue Pflanze im Herbst oder im darauffolgenden Frühjahr von der Mutterpflanze und pflanze sie um.

Aussaat (für Artlavendel, nicht für Sorten): Säe ab Februar/März auf der Fensterbank oder im Gewächshaus aus. Lavendel ist ein Lichtkeimer — bedecke die Samen nur hauchdünn mit Erde. Halte das Substrat konstant feucht und rechne mit einer Keimdauer von 1–4 Wochen, die sich bei ungünstigen Bedingungen auch deutlich länger hinziehen kann. Eine kurze Kältephase (etwa 2 Wochen im Kühlschrank in feuchtem Sand) vor der Aussaat verbessert die Keimung. Pikiere die Jungpflanzen frühzeitig und pflanze sie nach den Eisheiligen (Ende Mai) ins Freiland. Beachte: Aus Samen gezogene Pflanzen entsprechen oft nicht exakt der Mutterpflanze — für sortenechte Vermehrung (z. B. ‚Hidcote', ‚Munstead') immer Stecklinge oder Absenker verwenden.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Nachtschattengewächse (Solanaceae)

besonders bewährt

Basilikum neben Tomate und Paprika verbessert nachweislich den Geschmack und hält Weiße Fliege und Blattläuse fern.

Zum Beispiel KartoffelTomatePaprikaAubergineCocktailtomateAndenbeere und 9 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Kreuzblütler (Brassicaceae)

Der intensive Duft von Basilikum, Thymian und Co. verwirrt den Kohlweißling und hält ihn von den Kohlgewächsen fern.

Zum Beispiel WeißkohlKohlrabiRadieschenGrünkohlBrokkoliBlumenkohl und 33 weitere Arten im Katalog

Quelle: Bio-Gärtnerei Mischkultur-Praxis

Lieber nicht

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