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Citrus reticulata

Mandarine

Volksnamen: Mandarinenbaum, Tangerine

Mandarine

Beschreibung

Die Mandarine ist der kompakteste und frosthärteste der gängigen Zitruskübelbäume, mit kleinen, leicht schälbaren und besonders süßen Früchten. Ihre weißen Blüten duften intensiv, die Ernte fällt mitten in den Winter. In den DACH-Ländern lebt sie im Kübel und braucht ein helles, kühles Winterquartier, übersteht aber leichte Minusgrade besser als Zitrone oder Orange.

Pflegehinweise

Stelle die Mandarine ab Mitte Mai (KW 20) vollsonnig und windgeschützt nach draußen. Gieße regelmäßig mit kalkarmem Wasser und dünge von April bis September mit Zitrusdünger. Überwintere sie hell und kühl bei 3 bis 10 Grad und gieße dann nur sparsam. Schneide im Frühjahr (März · KW 11) lichtend, um die kompakte Krone zu erhalten.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 5.5–6.58.0

Bodenart

humos, durchlässig, mager

LichtVolle Sonne
Sonnenstundenmind. 6 h am Tag
WinterhärteFrostempfindlich
WasserbedarfMittel

Die Mandarine braucht ein durchlässiges, humoses und strukturstabiles Substrat — am besten spezielle Zitruserde oder eine eigene Mischung aus Rindenhumus, Holzfaser und mineralischen Zuschlägen (Lava, grober Sand). Als Starkzehrer mag sie es nährstoffreich, aber niemals staunass: Überschüssiges Wasser muss sofort ablaufen. Halte das Substrat leicht sauer (pH 5,5–6,5) und meide kalkhaltige, alkalische Erden, sonst droht Eisenmangel-Chlorose.

Düngung

Starkzehrer

Monate

Mär–Sep

Dünge nur von März bis September, im Winter pausierst du komplett. Im Frühjahr arbeitest du Hornspäne oder Hornmehl vorsichtig flach in die Oberfläche des Topfballens ein und schonst dabei die flachen Wurzeln. Beim Umtopfen mischst du etwas reifen Kompost ins Substrat. Über die Vegetationszeit ergänzt du regelmäßig einen flüssigen organischen Dünger über das Gießwasser.

Überwinterung

Hol die Mandarine vor dem ersten Frost (Oktober bis November) in ein helles, kühles Winterquartier mit etwa 5–10 °C — zum Beispiel ein frostfreies Treppenhaus mit Fenster, einen kühlen Wintergarten oder ein frostfreies Gewächshaus. Gieße deutlich sparsamer als im Sommer, lass den Ballen aber nie ganz austrocknen, und stell sie erst nach den Eisheiligen Mitte Mai wieder langsam ans Freie.

Vermehrung

Methoden

  • Aussaat
  • Stecklinge
  • Veredelung

Aussaat (nur für Experimentierfreude, nicht sortenecht): Entnimm die Kerne einer reifen Mandarine, spüle sie kurz ab und stecke sie etwa 1 cm tief in ein Gemisch aus Anzuchterde und Sand. Halte das Substrat gleichmäßig feucht und stelle den Topf warm (mindestens 20 °C) ohne direkte Sonne. Die Keimung dauert mehrere Wochen. Bedenke: Sämlinge sind selten sortenecht – Früchte können in Geschmack und Ertrag stark von der Mutterpflanze abweichen, und die erste Frucht lässt 5–7 Jahre auf sich warten.

Stecklinge (empfohlen für Hobbygärtner): Schneide im Frühjahr nach dem Austrieb oder im Frühsommer leicht verholzte Triebe von etwa 15 cm Länge ab, mit einem schrägen Schnitt knapp unterhalb eines Blattknotens. Entferne die unteren Blätter, lass 2–3 oben stehen. Stecke den Steckling in ein luftiges Gemisch aus Anzuchterde und Sand, ziehe eine durchsichtige Plastiktüte darüber, um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen, und lüfte alle paar Tage. Stelle ihn hell, aber ohne direkte Mittagssonne, bei Zimmertemperatur und halte das Substrat feucht, nicht nass. Die Bewurzelung dauert mehrere Wochen bis Monate und ist nicht garantiert – Geduld ist gefragt. Stecklinge sind genetisch identisch mit der Mutterpflanze und blühen oft schon ein bis zwei Jahre nach der Bewurzelung.

Veredelung (professionellste Methode, sortenecht): Für sortenechte Früchte ist die Veredelung auf eine robuste Unterlage die zuverlässigste Methode. Als Unterlage eignet sich besonders Poncirus trifoliata (Dreiblättrige Bitterorange), die deutlich frosttoleranter ist als die meisten Citrus-Unterlagen, leicht aus Samen zu ziehen und in deutschen Gärtnereien verbreitet ist. Veredelt wird meist im Sommer durch Okulation (T-Schnitt) oder das anfängerfreundliche Chip-Budding: Schneide ein Edelauge aus einem gesunden Trieb der Wunschsorte und setze es in den vorbereiteten Schnitt am Unterlagenstämmchen ein. Wickle die Stelle luftdicht mit Veredelungsband ab. Nach etwa 3–4 Wochen zeigt das Antreiben des Auges Erfolg an. Die Unterlage gibt der Pflanze Kältetoleranz und Robustheit; an der Veredelungsstelle kann sich bei Poncirus ein typischer Wulst bilden.

Hinweis: Auch Abmoosen (Markottierung) eines leicht verholzten Zweigs funktioniert bei Citrus und liefert sortenechte, früh blühende Pflanzen – ist für Anfänger aber aufwändiger als Stecklinge.

Mischkultur

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