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Citrus × limon

Zitrone

Volksnamen: Zitronenbaum, Limone

Zitrone

Foto: Franz Eugen Köhler, Köhler's Medizinal-Pflanzen · Public Domain · Quelle

Beschreibung

Die Zitrone ist der bekannteste Zitruskübelbaum, ein immergrüner Strauch, der fast ganzjährig zugleich Blüten und Früchte trägt. Ihr intensiver Duft und die sauren, saftigen Früchte machen sie zum Klassiker auf Terrasse und Balkon. In den DACH-Ländern ist sie nicht winterhart und braucht ein helles, frostfreies Winterquartier. Robuste Sorten wie ‚Meyer’ sind etwas verzeihender und reichtragend.

Pflegehinweise

Stelle die Zitrone von Mitte Mai (KW 20) nach den Eisheiligen vollsonnig nach draußen, an einen warmen, windgeschützten Platz. Gieße regelmäßig mit kalkarmem Wasser und dünge von April bis September wöchentlich mit Zitrusdünger. Überwintere sie hell bei 5 bis 12 Grad und gieße dann nur sparsam. Schneide im Frühjahr (März · KW 11) auswärts, um eine luftige Krone zu formen.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 5.5–6.58.0

Bodenart

sandig, lehmig, durchlässig, humos

LichtVolle Sonne
Sonnenstundenmind. 6 h am Tag
WinterhärteFrostempfindlich
WasserbedarfMittel

Die Zitrone braucht ein sehr durchlässiges, leicht saures Substrat (pH 5,5–6,5) – Staunässe führt rasch zu Wurzelfäule. Im DACH-Klima kultivierst du sie als Kübelpflanze in spezieller Zitruserde oder einem humosen, mit reifem Kompost und grobem Sand oder Bims aufgelockerten Substrat, am Topfboden eine Drainageschicht aus Kies oder Blähton. Gieß möglichst mit Regenwasser: kalkhaltiges Leitungswasser hebt den pH-Wert mit der Zeit an, und die Zitrone ist kalkmeidend.

Düngung

Starkzehrer

Monate

Mär–Sep

Ab dem ersten Austrieb im Frühjahr (März/April) beginnst du zu düngen und versorgst die Pflanze über die Hauptwachstumszeit bis in den Spätsommer regelmäßig. Im Frühjahr arbeitest du reifen Kompost flach ins Substrat ein und ergänzt Hornspäne als langsam wirkenden Stickstofflieferanten; während der Vegetationszeit hältst du die Versorgung mit organischen Gaben wie Wurmhumus aufrecht. Ab September reduzierst du schrittweise und stellst die Düngung zur Überwinterung ganz ein – im Ruhestadium bekommt die Pflanze keinen Dünger.

Überwinterung

Hol deinen Zitronenbaum vor den ersten Nachtfrösten als Kübelpflanze frostfrei ins Winterquartier — er verträgt keinen dauerhaften Frost. Stell ihn hell und kühl (etwa Treppenhaus, Wintergarten oder Kalthaus), gieß im Winter nur sparsam, wenn das Substrat angetrocknet ist, dünge nicht und gewöhn ihn im Frühjahr nach den letzten Frösten langsam ans Freie.

Vermehrung

Methoden

  • Stecklinge
  • Veredelung
  • Absenker

Stecklinge (Hauptmethode): Schneide von Juni bis September halbverholzte Triebe von 10–15 cm Länge ab und entferne alle Blätter bis auf das oberste Blattpaar. Stecke den Steckling in magere, durchlässige Anzuchterde (z. B. mit Sand gemischt) und bedecke den Topf mit einer transparenten Haube, um ein feuchtes Kleinklima zu erzeugen. Der Standort soll hell sein, aber ohne direkte Sonne. Bodenwärme von rund 25–28 °C beschleunigt die Wurzelbildung; nach 6–8 Wochen sind in der Regel Wurzeln vorhanden. Stecklinge sind klonal und damit sortenecht.

Veredelung (für Fortgeschrittene): Wenn du eine besonders robuste Pflanze mit frosthärterem Wurzelsystem willst, kannst du einen Trieb der gewünschten Sorte auf eine Unterlage, zum Beispiel Poncirus trifoliata (Dreiblättrige Bitterorange), veredeln. Der Zeitpunkt liegt idealerweise im Frühjahr. Achte darauf, dass Triebe unterhalb der Veredelungsstelle immer von der Unterlage stammen und sofort entfernt werden müssen.

Luftabsenker/Abmoosen (als Alternative): Ritze an einem kräftigen Ast die Rinde ringförmig an, halte die Wundstelle offen und umwickle sie mit feuchtem Moos. Schließe das Ganze luftdicht mit Folie ein und halte das Moos gleichmäßig feucht. Nach einigen Monaten bilden sich Wurzeln — dann kannst du den Ast abtrennen und einpflanzen. Der Vorteil: Der Ableger wird bis zur eigenen Wurzelbildung von der Mutterpflanze versorgt.

Aussaat (nicht für Sortenerhalt geeignet): Zitronenkerne keimen zwar bei Wärme und Feuchtigkeit, die Sämlinge sind jedoch meist nicht sortenecht und brauchen viele Jahre bis zum ersten Fruchtansatz. Für die gezielte Nachzucht einer bestimmten Sorte ist die Aussaat daher ungeeignet.

Mischkultur

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

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