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Ranunculus asiaticus

Ranunkel

Volksnamen: Garten-Ranunkel, Asiatischer Hahnenfuß

Ranunkel

Beschreibung

Die Ranunkel öffnet im Mai und Juni dicht gefüllte, rosenähnliche Blüten in warmen Farben von Weiß über Gelb bis Tieforange und ist eine begehrte Schnittblume mit langer Vasenhaltbarkeit. Die krallenförmigen Knollen sind nur bedingt winterhart und werden in kalten Lagen wie Dahlien überwintert.

Pflegehinweise

Weiche die krallenförmigen Knollen vor dem Pflanzen drei bis vier Stunden in Wasser ein und treibe sie ab März kühl vor; setze sie nach den letzten starken Frösten (Anfang Mai · KW 18) mit den Krallen nach unten in durchlässigen, sonnigen Boden. Gieße gleichmäßig, aber vermeide Staunässe. Grabe die Knollen nach dem Einziehen des Laubs aus und überwintere sie trocken und frostfrei.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6–78.0

Bodenart

humos, durchlässig, lehmig

LichtVolle Sonne
Sonnenstundenmind. 6 h am Tag
WinterhärteFrostempfindlich
WasserbedarfMittel

Pflanze die Ranunkel in humosen, lockeren und gut durchlässigen Boden — Staunässe lässt die Knollen faulen, das ist die häufigste Verlustursache. Auf schweren Lehmböden arbeitest du reifen Kompost und etwas Sand oder feinen Kies ein, damit das Wasser abziehen kann; reiner Sandboden trocknet ihr dagegen zu schnell aus.

Düngung

Mittelzehrer

Monate

Mär–Jun

Gieße und dünge erst, wenn die Ranunkel ausgetrieben hat — vorher braucht die ruhende Knolle nichts. Arbeite im Frühjahr mit dem Austrieb reifen Kompost und etwas Hornspäne flach in den Boden ein; das versorgt sie langsam über die Blütezeit. Während der Blüte kannst du gelegentlich einen organischen Flüssigdünger wie verdünnte Brennnesseljauche oder Komposttee übers Gießwasser geben. Nach dem Einziehen der Blätter stellst du die Düngung ein.

Überwinterung

Ranunkelknollen sind nicht winterhart — grabe sie nach dem Laubsterben im Herbst vor dem ersten Frost aus, reinige sie und lass sie ein paar Tage abtrocknen. Lagere sie dann dunkel, trocken und frostfrei bei etwa 5–8 °C (z. B. in Zeitungspapier oder trockenem Sand), kontrolliere gelegentlich auf Fäulnis und pflanze sie im Frühjahr nach kurzem Einweichen wieder ein.

Vermehrung

Methoden

  • Kindel
  • Teilung
  • Aussaat

Ranunkeln lassen sich am einfachsten über die Brutknollen vermehren, die sich im Laufe der Saison an der Mutterknolle bilden. Grabe die Knollen nach dem Einziehen des Laubs im Spätsommer oder Herbst aus und trenne die seitlichen Brutknöllchen vorsichtig von Hand oder mit einem scharfen, sauberen Messer ab. Lass sie kurz antrocknen und lagere sie kühl, trocken und frostfrei bis zum nächsten Frühjahr. Im Frühjahr (etwa Februar bis April) weichst du die Brutknollen für ein paar Stunden in lauwarmem Wasser ein und pflanzt sie dann mit den Klauen nach unten etwa fünf Zentimeter tief in lockere, gut durchlässige Erde.

Alternativ kannst du größere, kräftige Knollen beim Ausgraben teilen. Schneide den Knollenstock mit einem sauberen, scharfen Messer so, dass jedes Teilstück mindestens eine sichtbare Knospenanlage besitzt. Pflanze die Teilstücke im Herbst in Töpfe, halte sie nur leicht feucht und überwintere sie kühl und frostfrei.

Für die Anzucht aus Samen säst du im Herbst oder Frühjahr in feuchte, durchlässige Anzuchterde — Ranunkeln sind Lichtkeimer, also die Samen nur auf das Substrat streuen und leicht andrücken oder höchstens hauchdünn übersieben, nicht abdecken. Halte die Aussaat in den ersten ein bis zwei Wochen kühl (um die fünf Grad) und erhöhe danach auf etwa fünfzehn Grad, um die Keimung anzuregen. Wichtig: Die Keimtemperatur sollte kühl bleiben (rund zehn bis fünfzehn Grad) und nicht über sechzehn Grad steigen, sonst keimen die Samen schlecht. Bei diesen Bedingungen zeigen sich die ersten Keimlinge meist innerhalb von etwa zehn Tagen. Erwarte bis zur ersten Blüte ein bis zwei Jahre. Sorten werden über Samen nicht sortenecht weitergegeben, daher eignet sich die Aussaat vor allem für Wildformen oder wenn dir genetische Vielfalt wichtiger ist als eine bestimmte Sorte.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

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