Hippophae rhamnoides
Sanddorn
Volksnamen: Weidendorn, Fasanenbeere, Audorn
Foto: Виталий Уайлд · CC BY-SA 4.0 · Quelle
Beschreibung
Der Sanddorn ist ein dorniger, anspruchsloser Strauch mit silbrigem Laub und leuchtend orangefarbenen, vitamin-C-reichen Beeren. Er ist zweihäusig, du brauchst eine männliche Pflanze als Befruchter für mehrere weibliche Fruchtsträucher. Über seine Wurzeln bindet er Stickstoff und verbessert magere Böden.
Pflegehinweise
Setze den Sanddorn an einen vollsonnigen Platz mit durchlässigem, eher sandigem Boden, Staunässe verträgt er nicht. Pflanze im Herbst (Oktober · KW 41) je eine männliche Pflanze auf etwa sechs weibliche. Ernte die weichen Beeren ab August (KW 33), am besten indem du fruchttragende Zweige abschneidest und einfrierst, dann lassen sie sich leichter abstreifen.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
sandig, durchlässig, trocken, mager, kalkliebend
Sanddorn liebt lockere, sandig-kiesige Boeden mit guter Drainage; magere und auch trockene Standorte sind ideal, Staunaesse sowie schwere, verdichtete oder stark humose Boeden vertraegt er nicht. Kalkhaltige bis neutrale Boeden foerdern Wuchs und Fruchtansatz - bei sehr saurem Boden hilft eine Kalkgabe, bei schwerem Lehm reichlich Sand einarbeiten.
Düngung
Schwachzehrer
Monate
Mär–Apr
Sanddorn versorgt sich ueber eine Wurzelsymbiose mit stickstofffixierenden Bakterien weitgehend selbst - etablierte Straeucher brauchen kaum Duengung. In den ersten ein bis zwei Jahren nach der Pflanzung arbeitest du im Fruehjahr etwas reifen Kompost flach in den Wurzelbereich ein, gerne mit etwas Hornspaenen. Ab dem dritten Jahr genuegt alle paar Jahre eine duenne Kompostgabe im Fruehjahr; auf reine Stickstoffduengung verzichtest du, da sie die Symbiose stoeren kann.
Überwinterung
Sanddorn ist vollständig winterhart und braucht im DACH-Tiefland keinen Winterschutz, auch junge Pflanzen kommen im ersten Winter ohne Schutz durch. Nutze einen frostfreien, trockenen Tag in der Winterruhe für den Erhaltungsschnitt: lichte die Krone von innen aus, damit der Strauch nicht verkahlt, und trage dabei dicke Handschuhe gegen die scharfen Dornen.
Vermehrung
Methoden
- Ausläufer
- Absenker
- Stecklinge
- Aussaat
Die zuverlässigste Methode ist die Vermehrung über Wurzelausläufer: Sanddorn treibt von Natur aus Ausläufer bis zu sechs Meter rund um die Mutterpflanze. Grabe einen kräftigen Ausläufer mit möglichst langem Wurzelstück (mindestens 10 cm) im Frühjahr oder Herbst aus, trenne ihn sauber ab und pflanze ihn sofort am neuen Standort ein — die Jungpflanze wächst ohne Zwischenschritt an.
Für Absenker biegst du im Frühjahr einen jungen, biegsamen bodennah wachsenden Trieb in eine flache Furche, bedeckst ihn mit Erde und beschwerst ihn bei Bedarf mit einem Stein. Die Triebspitze muss herausschauen. Nach sechs bis zwölf Monaten hat der Absenker eigene Wurzeln gebildet — dann kannst du die Verbindung zur Mutterpflanze kappen und ihn umpflanzen.
Steckhölzer sind möglich, aber weniger sicher: Schneide im Winter verholzte Triebe von etwa 15–20 cm Länge mit mehreren Knospen, stecke sie zu mindestens zwei Dritteln in feuchtes, sandiges Substrat und überwintere sie kühl und frostfrei bei gleichmäßiger Feuchte. Bereite mehrere Steckhölzer vor, da die Bewurzelungsrate gering ist. Triebe, die im Frühjahr austreiben, kannst du nach weiteren zwei bis drei Wochen auspflanzen.
Aussaat aus Samen ist botanisch möglich, aber für die Fruchtproduktion ungeeignet: Sanddorn ist zweihäusig, und das Geschlecht der Jungpflanze (männlich oder weiblich) ist erst nach drei bis vier Jahren erkennbar. Nur weibliche Pflanzen tragen Beeren, und für die Befruchtung braucht es zusätzlich eine männliche Pflanze. Für Fruchtgärten solltest du deshalb vegetative Methoden nutzen. Falls du dennoch aussäen möchtest: Beeren trocknen, Samen über Winter dem natürlichen Frost aussetzen (Kälte-Stratifikation) und im Frühjahr aussäen.
Mischkultur
Gute Nachbarn
Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.
Erfahrungen aus echten Gärten
Was andere Gärtner zu dieser Sorte aufgeschrieben haben, anonym und freiwillig.
Noch hat niemand Erfahrungen geteilt. Mach den Anfang und notier deine.
