Sortenpass
Nektarine ‚Fantasia’
Prunus persica var. nucipersica · Rosaceae
- Reifezeit
- mittelspät
- Wuchsstärke
- stark
Über diese Sorte
Eine der bekanntesten gelbfleischigen Nektarinen und ein verlässlicher Träger für deinen Garten. Die großen, leuchtend rot überzogenen Früchte reifen Mitte bis Ende August und lösen sich gut vom Stein. Wie alle Nektarinen ist die Sorte selbstfruchtbar, du brauchst also keinen zweiten Baum. Gegen Kräuselkrankheit ist sie wenig widerstandsfähig, ein luftiger, sonniger Standort hilft.
Festes, saftiges Gelbfleisch, süß mit erfrischender Säure und glatter, glänzender Schale ohne Flaum.
Schnitt
Schneide deine Nektarine kurz vor oder während der Blüte (März–April, KW 12–16) – dann erkennst du die Triebarten am besten und die Wunden verheilen zügig. Kürze die einjährigen Fruchttriebe jährlich ein, da nur sie Früchte tragen; einen stärkeren Verjüngungsschnitt legst du nach der Ernte.
Mischkultur
Krankheiten & Schädlinge
2 relevantAus der Wissensdatenbank, automatisch verknüpft über betroffene Arten.
Kräuselkrankheit
Taphrina deformans
Die Kräuselkrankheit befällt Pfirsich und Nektarine schon beim Austrieb. Die jungen Blätter werden blasig verdickt, kräuseln sich und färben sich gelb-rot bis purpurn. Bei starkem Befall wirft der Baum die Blätter ab, treibt geschwächt neu aus und verliert deutlich an Ertrag. Die Infektion findet ausschließlich in der kühl-nassen Austriebsphase statt.
Vorbeugen
Schütze den Baum mit einem Regendach oder einer Folienabdeckung über die Austriebsphase, damit die Knospen trocken bleiben. Behandle vorbeugend ab Knospenschwellen mit einem zugelassenen Kupfer- oder Schwefelpräparat, denn nach dem Austrieb wirkt nichts mehr. Wenig anfällige Sorten wie der Pfirsich ‚Benedicte’ oder ‚Revita’ sind für den Hausgarten die beste Wahl.
Monilia-Spitzendürre
Monilia laxa
Die Monilia-Spitzendürre infiziert Steinobst über die offene Blüte und wandert von dort in den Trieb. Befallene Blüten und Triebspitzen welken schlagartig und vertrocknen braun, als hätte sie Frost erwischt — daher die Verwechslung. Besonders Sauerkirschen wie die ‚Schattenmorelle’ sind anfällig, wenn es zur Blüte nasskalt ist.
Vorbeugen
Schneide befallene Triebe rasch bis etwa 15 cm ins gesunde Holz zurück und entsorge sie über den Restmüll. Wähle weniger anfällige Sorten und sorge durch Auslichtungsschnitt für eine luftige, schnell abtrocknende Krone. Bei Dauerregen zur Blüte hilft eine vorbeugende Behandlung mit Tonerde- oder Schachtelhalmpräparaten.
