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Quitte ‚Konstantinopeler Apfelquitte’

Sortenpass

Quitte ‚Konstantinopeler Apfelquitte’

Cydonia oblonga · Rosaceae

Reifezeit
spät
Wuchsstärke
mittel

Über diese Sorte

Eine alte Apfelquitte mit rundlichen, kräftig gelben Früchten, deren Form an einen Apfel erinnert. Sie ist selbstfruchtbar, du brauchst also keinen zweiten Baum zum Bestäuben. Wie alle Quitten sind die Früchte roh kaum genießbar, gekocht entfalten sie aber ein intensives, warmes Aroma. Reif wird sie spät im Oktober, kurz vor den ersten Frösten.

Herb und würzig mit der typischen blumigen Quittennote. Gekocht zu Gelee oder Mus wird sie tief goldgelb und duftet intensiv.

Schnitt

MonateFeb–Mär
SaisonSpätwinter
SchnittartAuslichtungsschnitt

Schneide die Quitte im Spätwinter Ende Februar bis Anfang März (KW 9–10), in der Saftruhe vor dem Knospenaufbruch und nur wenn keine Fröste unter -5 °C drohen, denn ihr Holz ist frostempfindlich. Es genügt maßvolles jährliches Auslichten ohne die jungen Fruchttriebe zu entfernen; einen Sommerschnitt lässt du weg, weil offene Wunden im Sommer das Risiko einer Feuerbrand-Infektion erhöhen.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Krankheiten & Schädlinge

2 relevant

Aus der Wissensdatenbank, automatisch verknüpft über betroffene Arten.

SchädlinghochMai–Sep

Apfelwickler

Cydia pomonella

Der Apfelwickler ist die Ursache der klassischen wurmstichigen Äpfel: Der nachtaktive Falter legt ab Mai Eier an junge Früchte, die geschlüpfte Raupe bohrt sich zum Kerngehäuse durch und hinterlässt einen kotgefüllten Gang. Befallene Früchte reifen vorzeitig und fallen ab. Eine zweite Generation kann bei warmem Sommer im August nachlegen.

Vorbeugen

Hänge ab Anfang Mai Pheromonfallen zur Flugüberwachung auf und lege Wellpappe-Fanggürtel um den Stamm, in die die Raupen zum Verpuppen kriechen — im Herbst abnehmen und entsorgen. Sammle Fallobst sofort auf, fördere Meisen mit Nistkästen und setze bei starkem Befall den Granulosevirus-Präparat (Cydia-pomonella-Granulovirus) nach Pheromon-Warnung ein.

KrankheithochApr–Aug

Feuerbrand

Erwinia amylovora

Feuerbrand ist eine hochansteckende Bakterienkrankheit an Kernobst und verwandten Rosengewächsen — und in vielen Bundesländern meldepflichtig. Befallene Triebspitzen welken, verfärben sich braun-schwarz und biegen sich hakenförmig zum Hirtenstab; bei feuchter Wärme treten milchige Schleimtröpfchen aus, die das Bakterium weiterverbreiten. Unbehandelt kann ein Baum innerhalb einer Saison absterben.

Vorbeugen

Schneide befallene Triebe großzügig bis weit ins gesunde Holz zurück (mindestens 30–50 cm) und desinfiziere die Schere nach jedem Schnitt. Entsorge das Schnittgut über den Hausmüll oder verbrenne es — niemals kompostieren. Verzichte auf starke Stickstoffgaben, die weichen Neutrieb fördern, und melde Verdachtsfälle dem Pflanzenschutzdienst deines Bundeslands.