Wissensdatenbank

Krankheiten & Schädlinge

Erkenne, was deinen Pflanzen zusetzt: 7 Krankheiten, Schädlinge und Nährstoffmängel, verknüpft mit den betroffenen Pflanzen.

MangelmittelJun–Aug

Blütenendfäule

Calcium-Mangel

Die Blütenendfäule ist keine Krankheit durch einen Erreger, sondern eine Mangelerscheinung: Den wachsenden Früchten fehlt Calcium an der Fruchtspitze. Dort entsteht ein wässriger Fleck, der einsinkt und lederartig braun-schwarz wird. Häufig liegt nicht zu wenig Kalk im Boden vor, sondern die Pflanze kann das Calcium bei Trockenstress oder Überdüngung nicht zur Frucht transportieren.

MangelmittelApr–Aug

Eisenmangel-Chlorose

Eisen-Mangel

Bei der Eisenchlorose vergilben die jüngsten Blätter, während die Blattadern grün bleiben — ein deutliches Netzmuster. Meist fehlt nicht das Eisen im Boden, sondern es ist bei zu hohem pH-Wert für die Pflanze nicht verfügbar. Heidelbeeren und Himbeeren als säureliebende Pflanzen reagieren besonders empfindlich, etwa wenn der Boden zu kalkhaltig ist oder mit hartem Wasser gegossen wird.

MangelmittelJun–Sep

Kaliummangel

Kalium-Mangel

Kaliummangel zeigt sich zuerst an älteren, unteren Blättern: Die Ränder vergilben, verbräunen und rollen sich nach oben ein, während die Blattadern noch grün bleiben. Bei Tomate bleibt die Frucht am Stielansatz oft hart und grün (Grünkragen), bei Kartoffel und Apfel wirken die Blätter vorzeitig verbrannt und brüchig. Da Kalium für den Wasserhaushalt und die Zellstabilität wichtig ist, welken betroffene Pflanzen auch bei feuchtem Boden schneller und reagieren empfindlicher auf Trockenstress und Frost.

MangelgeringJun–Sep

Magnesiummangel

Magnesium-Mangel

Bei Magnesiummangel hellt sich das Blattgewebe zwischen den Adern auf, während die Adern grün bleiben. Anders als beim Eisenmangel beginnt das an den älteren, unteren Blättern, weil die Pflanze das bewegliche Magnesium aus alten Blättern in den Neuaustrieb umlagert. Tomaten auf leichten Böden und Apfelbäume mit reichem Fruchtbehang zeigen das besonders im Hochsommer.

MangelmittelMai–Aug

Manganmangel

Mangan-Mangel

Manganmangel zeigt sich als netzartige Chlorose: Die Blattadern bleiben grün, während die Flächen dazwischen hellgrün bis gelb ausbleichen. Das Schadbild tritt zuerst an den jüngeren und mittleren Blättern im oberen Triebbereich auf und ähnelt auf den ersten Blick Eisenmangel, unterscheidet sich aber durch feine braune Pünktchen im aufgehellten Gewebe. Betroffen sind vor allem Moorbeetpflanzen wie Heidelbeere, Rhododendron und Azalee sowie Reben, meist auf Böden mit zu hohem pH-Wert. Bei stärkerem Mangel bleibt der Trieb schwach und Blätter fallen vorzeitig ab.

MangelmittelApr–Sep

Stickstoffmangel

Stickstoff-Mangel

Stickstoffmangel entsteht, wenn Pflanzen über den Boden nicht genug pflanzenverfügbaren Stickstoff aufnehmen können, meist auf ausgelaugten oder sandigen Böden. Da Stickstoff mobil in der Pflanze ist, verlagert sie den Nährstoff aus alten in junge Blätter, sodass sich das typische Schadbild zuerst an den unteren, älteren Blättern zeigt: eine gleichmäßige, hellgrüne bis gelbe Verfärbung bei meist noch grünen Blattadern. Betroffene Pflanzen wachsen insgesamt schwächer, bleiben kleiner und bringen weniger Ertrag als gesunde Exemplare. Bei starkem Mangel fällt das Problem besonders bei Kohl, Zucchini oder Kürbis schnell durch blasses, kraftloses Laub auf.

MangelmittelMai–Sep

Trockenstress (Wassermangel)

Wassermangel

Trockenstress entsteht, wenn Pflanzen über längere Zeit nicht genug Wasser aufnehmen können, meist bei anhaltender Hitze und ausbleibendem Regen. Typisch sind welke, hängende Blätter, die sich tagsüber nicht mehr erholen, sowie braune, knusprige Blattränder. Flachwurzler wie Hortensie und Rhododendron reagieren besonders schnell, weil ihr Wurzelwerk kaum Reserven im tieferen Boden erreicht. Unbehandelt folgen Blattfall, Blütenabwurf und bei Gemüse wie Tomate und Gurke Blütenendfäule und kleine, harte Früchte.