Stickstoffmangel
Stickstoff-Mangel
Erkennen
Stickstoffmangel entsteht, wenn Pflanzen über den Boden nicht genug pflanzenverfügbaren Stickstoff aufnehmen können, meist auf ausgelaugten oder sandigen Böden. Da Stickstoff mobil in der Pflanze ist, verlagert sie den Nährstoff aus alten in junge Blätter, sodass sich das typische Schadbild zuerst an den unteren, älteren Blättern zeigt: eine gleichmäßige, hellgrüne bis gelbe Verfärbung bei meist noch grünen Blattadern. Betroffene Pflanzen wachsen insgesamt schwächer, bleiben kleiner und bringen weniger Ertrag als gesunde Exemplare. Bei starkem Mangel fällt das Problem besonders bei Kohl, Zucchini oder Kürbis schnell durch blasses, kraftloses Laub auf.
Vorbeugen
Vor der Pflanzung reichlich reifen, gut verrotteten Kompost oder Mist einarbeiten, denn Starkzehrer wie Tomate, Kohl, Kürbis und Zuckermais brauchen über die Saison viel Stickstoff. Fruchtwechsel einhalten und nach Starkzehrern Gründünger wie Phacelia oder Leguminosen einsäen, die den Boden über natürliche Stickstoffbindung wieder anreichern. Mulchschichten aus bereits verrottetem Material statt frischem, holzigem Schnittgut verwenden, da unverrottetes Material dem Boden zusätzlich Stickstoff entzieht. Auf sandigen, durchlässigen Böden die Nährstoffversorgung über organische Auflagen und Kompostgaben in mehreren kleinen Portionen über die Saison verteilen, damit weniger ausgewaschen wird.
Betroffene Pflanzen
Diese Pflanzen aus unserer Datenbank sind besonders anfällig.
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