Wissensdatenbank

Krankheiten & Schädlinge

Erkenne, was deinen Pflanzen zusetzt: 34 Krankheiten, Schädlinge und Nährstoffmängel, verknüpft mit den betroffenen Pflanzen.

SchädlinghochMär–Nov

Schermaus (Wühlmaus)

Arvicola terrestris

Die Schermaus, im Volksmund Wühlmaus genannt, lebt unterirdisch und ernährt sich von Wurzeln, Knollen und der Rinde am Wurzelhals. Typisch sind flache, bogenförmige Erdhügel in Reihen sowie Gänge dicht unter der Oberfläche. Betroffene Pflanzen welken unvermittelt oder lassen sich mühelos herausziehen, weil die Wurzeln bereits abgenagt sind. Bei jungen Obstbäumen kann ein Befall am Wurzelhals innerhalb kurzer Zeit zum Absterben führen.

SchädlingmittelMai–Sep

Seerosenzünsler

Elophila nymphaeata

Der Seerosenzünsler (Elophila nymphaeata) ist ein Kleinschmetterling, dessen Raupen an Schwimmblattpflanzen wie Seerose und Teichrose fressen. Die Raupen schneiden ovale Blattstücke aus und verspinnen sie zu kleinen, schwimmenden Gehäusen, in denen sie sich verstecken und weiterfressen. Erkennbar ist der Befall an löchrigen, fensterartig durchscheinenden Blättern und an den treibenden Blattstück-Röhrchen auf der Wasseroberfläche. Bei starkem Befall können ganze Schwimmblätter zerfallen.

SchädlinghochApr–Okt

Spanische Wegschnecke

Arion vulgaris

Die Spanische Wegschnecke ist der gefürchtetste Allesfresser im Gemüsebeet. Sie frisst nachts und bei feuchtem Wetter unregelmäßige Löcher in Blätter und räumt junge Salate oder Keimlinge oft komplett ab. Verräterisch sind die silbrig glänzenden Schleimspuren am nächsten Morgen. Besonders weiche, frisch gepflanzte Sätze sind gefährdet.

SchädlinghochApr–Aug

Stachelbeerblattwespe

Nematus ribesii

Die Stachelbeerblattwespe (Nematus ribesii) legt ihre Eier an die Blattunterseiten von Stachelbeeren und Johannisbeeren, wo die grünen, schwarz gepunkteten Larven schlüpfen. Diese Afterraupen fressen von innen nach außen, meist beginnend an den unteren, schattigen Zweigen, und können einen Strauch innerhalb weniger Tage komplett kahl fressen. Du erkennst den Befall am schnellen Loch- und Skelettierfraß sowie an den gut sichtbaren Larvengruppen, wenn du die Blätter umdrehst. Von April bis August können mehrere Generationen aufeinanderfolgen, daher lohnt sich eine regelmäßige Kontrolle.

SchädlingmittelMai–Sep

Thripse (Gewittertierchen)

Thysanoptera

Thripse sind winzige, längliche Insekten, die an warmen, schwülen Tagen besonders aktiv werden, daher der Name Gewittertierchen. Sie saugen an Blättern, Trieben und Blüten und hinterlassen silbrig glänzende Flecken sowie feine schwarze Kotpunkte auf der Blattunterseite. Blüten verformen sich oft und bekommen unschöne Fraßränder, junge Triebe können im Wuchs gehemmt wirken. Bei genauem Hinsehen oder mit einer Lupe erkennst du die schlanken, gelblichen bis dunklen Tierchen zwischen den Blütenblättern.

SchädlinghochApr–Okt

Tomatenminiermotte

Tuta absoluta

Die Tomatenminiermotte (Tuta absoluta) ist ein kleiner Nachtfalter, dessen Raupen in Blättern und Früchten von Tomate & Co. fressen. Typisch sind helle, geschlängelte Minengänge in den Blättern, die sich braun verfärben und eintrocknen; bei Fruchtbefall bohren sich die Raupen direkt ins Fruchtfleisch. Du erkennst den Befall am besten, wenn du Blätter gegen das Licht hältst: Die Gänge und kleinen dunklen Kotkrümel darin sind dann gut sichtbar. Unbehandelt kann sich der Schädling schnell über die ganze Pflanze und Nachbarpflanzen ausbreiten.

SchädlingmittelMär–Okt

Trauermücken

Sciaridae

Trauermücken sind kleine, schwarze Mücken aus der Familie Sciaridae, deren Larven in feuchter Blumenerde leben und dort an Wurzelhärchen sowie jungen Trieben fressen. Erwachsene Tiere fallen vor allem beim Gießen auf, wenn sie in Schwärmen von der Erdoberfläche aufsteigen. Der eigentliche Schaden entsteht durch die weißlichen, schwarzköpfigen Larven: Sie schwächen die Wurzeln, wodurch Sämlinge und empfindliche Zimmerpflanzen wie Begonie oder Fuchsie plötzlich welken oder umknicken. Besonders gefährdet sind Anzuchten und dauerhaft feucht gehaltene Töpfe.

SchädlingmittelMai–Sep

Weiße Fliege

Trialeurodes vaporariorum

Die Weiße Fliege ist ein wärmeliebender Sauger, der vor allem im Gewächshaus und an Kübelpflanzen auftritt: An der Blattunterseite sitzen Larven und Puppen, beim Anstoßen stieben die weißen Adulten in einer Wolke auf. Ihr klebriger Honigtau überzieht Blätter und Früchte und wird von schwarzem Rußtaupilz besiedelt; stark befallene Pflanzen vergilben und kümmern. Sie kann zudem Viren übertragen.

SchädlingmittelJan–Dez

Woll- und Schmierläuse

Pseudococcus spp.

Woll- und Schmierläuse (Pseudococcus spp.) sind kleine, saugende Insekten, die sich mit einer watteartigen Wachsschicht tarnen und bevorzugt in Blattachseln, an Triebspitzen und entlang der Blattadern sitzen. Sie saugen Pflanzensaft und scheiden dabei klebrigen Honigtau aus, auf dem sich oft schwarzer Rußtau ansiedelt. Erkennbar sind sie an den weißen, wollartigen Nestern und am glänzend klebrigen Belag auf Blättern und Boden darunter. Kübelpflanzen im Winterquartier sind besonders häufig betroffen, weil die trockene, warme Luft den Läusen zusagt.

SchädlinghochApr–Sep

Zwiebelfliege

Delia antiqua

Die Zwiebelfliege (Delia antiqua) legt ihre Eier an den Blattscheiden junger Zwiebelpflanzen ab, die Larven fressen sich anschließend in Zwiebel, Halsansatz und Wurzeln. Befallene Pflanzen zeigen welke, gelblich verfärbte Blattspitzen, wachsen kaum noch und lassen sich leicht aus dem Boden ziehen. In der Zwiebel selbst findest du weißliche Maden sowie eine faulige, oft übel riechende Konsistenz. Besonders gefährdet sind Jungpflanzen und frisch gepflanzte Steckzwiebeln von Mai bis Juli, wenn die erste Fliegengeneration fliegt.