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Aquilegia vulgaris

Akelei

Volksnamen: Gemeine Akelei, Wald-Akelei, Elfenhandschuh

Akelei

Beschreibung

Die Gemeine Akelei verzaubert im Mai und Juni mit ihren eigenwillig gespornten Blüten in Blau, Violett und Weiß und passt in jeden naturnahen Bauerngarten. Sie versamt sich freudig und taucht in den Folgejahren an überraschenden Stellen auf, oft in neuen Farbspielen. Hummeln mit langem Rüssel sind ihre treuesten Besucher. Alle Pflanzenteile sind leicht giftig.

Pflegehinweise

Säe die Akelei als Kaltkeimer am besten direkt im Frühsommer (Juni · KW 24) ins Beet oder lass sie sich selbst aussäen. Sie mag halbschattige Plätze mit frischem, humosem Boden, kommt aber auch in der Sonne zurecht. Gieße in Trockenphasen. Schneide nach der Blüte zurück, wenn du die Selbstaussaat begrenzen willst, oder lass einige Samenstände stehen, damit sie sich im Garten hält.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6–88.0

Bodenart

humos, lehmig, durchlässig, nährstoffreich

LichtHalbschatten
Sonnenstundenmind. 3 h am Tag
WinterhärteWinterhart
WasserbedarfMittel

Die Akelei mag lockere, humose und gleichmäßig frische Erde – wie an ihrem natürlichen Waldrand-Standort. Wichtig ist gute Drainage, denn Staunässe verträgt sie nicht; auf schwerem Boden hilft eingearbeiteter Sand. Kalkhaltige, basenreiche Böden bevorzugt sie sogar – nur saure Moorböden mag sie nicht.

Düngung

Schwachzehrer

Monate

Mär–Apr

Im zeitigen Frühjahr eine dünne Lage reifen Kompost flach um die Pflanze einarbeiten, bei Bedarf etwas Hornspäne oberflächlich einharken. Eingewachsene Pflanzen brauchen meist keine weitere Düngung – ein guter Humusgehalt im Boden reicht aus.

Überwinterung

Akelei ist vollkommen winterhart und übersteht den DACH-Tiefland-Winter im Beet ohne Schutz. Schneide die Stängel im Herbst nach dem Absterben des Laubs handhoch zurück oder lass sie stehen und kürze erst im Frühjahr vor dem Neuaustrieb; nur Kübel- und frisch gepflanzte Exemplare deckst du vorsorglich mit Reisig oder Laub ab und achtest auf staunässefreien Boden.

Vermehrung

Methoden

  • Aussaat
  • Teilung

Akelei vermehrst du am einfachsten über Aussaat – die Pflanze erledigt das oft selbst: Ab Spätsommer öffnen sich die trockenen Samenkapseln und verteilen die Samen im Beet. Diese Selbstaussaat führt zu neuen, oft überraschenden Farbkombinationen, weil sich Akelei frei verkreuzt. Für eine gezielte Aussaat sammelst du reife Kapseln, bevor sie aufplatzen. Akelei ist Kalt- und Lichtkeimer: Bei Frühjahrsaussaat hilft ein Kältereiz – die Samen einige Wochen kühl im Kühlschrank lagern, dann ab März bis Mai aussäen. Als Lichtkeimer die Samen nur andrücken, nicht mit Erde bedecken. Bei rund 18–20 °C keimen sie meist in 2–6 Wochen. Am einfachsten säst du frisch geerntete Samen direkt im Spätsommer aus – sie bekommen ihren Kältereiz dann über den Winter im Freiland. Die Teilung ist möglich, aber anspruchsvoll: Akelei bildet eine tiefe Pfahlwurzel, die beim Teilen leicht reißt – manche raten ganz davon ab. Sie gelingt am ehesten bei älteren, großen Horsten (ab etwa 3–4 Jahren) an einem kühlen, bewölkten Tag im Frühjahr vor dem Austrieb oder im Spätsommer nach der Blüte. Den Wurzelballen vollständig ausgraben, an natürlichen Teilungspunkten mit mehreren kräftigen Trieben je Abschnitt teilen und sofort wieder einpflanzen. Akelei ist kurzlebig (etwa 3–5 Jahre) – die regelmäßige Selbstaussaat sichert deinen Bestand im Garten langfristig.

Mischkultur

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

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