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Campanula persicifolia

Glockenblume

Volksnamen: Pfirsichblättrige Glockenblume, Wald-Glockenblume, Garten-Glockenblume

Glockenblume

Foto: Wilson44691 · CC0 · Quelle

Beschreibung

Die Pfirsichblättrige Glockenblume trägt im Juni und Juli große, weit geöffnete Glocken in zartem Blau oder Weiß an schlanken, aufrechten Stängeln und gehört zu den elegantesten Stauden des Bauerngartens. Wildbienen und Hummeln klettern tief in die Glocken hinein. Sie versamt sich behutsam und kehrt Jahr für Jahr wieder.

Pflegehinweise

Säe die Glockenblume ab April (KW 16) oder pflanze sie an einen sonnigen bis halbschattigen Platz mit durchlässigem, humosem Boden. Gieße in Trockenphasen mäßig, Staunässe mag sie gar nicht. Schneide die Stängel direkt nach der Blüte (Juli · KW 28) zurück, das regt eine Nachblüte an und hält die Pflanze kompakt. Im Frühjahr lassen sich kräftige Horste teilen.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6.5–7.88.0

Bodenart

lehmig, humos, durchlässig, kalkliebend, nährstoffreich

LichtHalbschatten
Sonnenstundenmind. 4 h am Tag
WinterhärteWinterhart
WasserbedarfMittel

Die Pfirsichblättrige Glockenblume mag durchlässige, humose, eher kalkhaltige Böden mit neutraler bis leicht alkalischer Reaktion. Staunässe verträgt sie nicht — von trocken bis frisch ist alles recht, und auf sauren Gartenböden hilft eine Kalkgabe vor dem Pflanzen.

Düngung

Schwachzehrer

Monate

Mär–Apr

Die Glockenblume ist genügsam und braucht wenig: Im Frühjahr reicht eine dünne Schicht reifer Kompost, flach um die Pflanze eingearbeitet, Hornspäne dazu nur sparsam. Ab August nicht mehr düngen, und generell lieber zurückhaltend — zu viel Nährstoff treibt Blattmasse statt Blüten.

Überwinterung

Die Pfirsichblättrige Glockenblume ist voll winterhart und übersteht den Winter im DACH-Tiefland problemlos ohne Schutz. Lass die Stängel über den Winter stehen — als Insektenquartier und Frostschutz für die wintergrüne Rosette — und schneide sie erst im Frühjahr eine Handbreit über dem Boden zurück.

Vermehrung

Methoden

  • Aussaat
  • Stecklinge
  • Teilung

Campanula persicifolia lässt sich auf drei bewährte Arten vermehren:

Aussaat (März–Juni): Säe die winzigen Samen ab März unter Glas in Anzuchterde aus – nicht mit Substrat bedecken, sie sind Lichtkeimer und brauchen Licht zum Keimen. Drücke sie nur leicht an und halte das Substrat gleichmäßig feucht bei etwa 18–20 °C. Nach 2–3 Wochen keimen sie meist. Ab Mai kannst du auch direkt ins Beet säen. Jungpflanzen blühen in der Regel erst im Folgejahr. Wer sortenreine Formen (z. B. Weißblüher oder gefüllte Sorten) erhalten möchte, wählt besser Teilung oder Stecklinge, da sich Campanula persicifolia fremd befruchtet und aus Samen nicht sortenecht aufläuft.

Teilung (März–April oder Oktober): Im frühen Frühjahr, bevor die neuen Triebe austreiben, hebst du den Horst mit einer Grabegabel vollständig aus. Teile den Wurzelballen mit einem scharfen Spaten oder Messer in mehrere Stücke – jedes muss Wurzeln und Triebansätze tragen. Pflanze die Teilstücke sofort an ihren neuen Standort und wässere sie in den ersten Wochen regelmäßig. Eine Teilung alle 3–4 Jahre hält die Pflanze vital. Teilung ist die schnellste und sicherste Methode für rasch blühfähige Pflanzen.

Basalstecklinge (April–Mai): Schneide im Frühjahr kräftige, noch nicht blühende Triebe von 10–15 cm Länge möglichst knapp über dem Wurzelansatz ab, sobald die ersten grünen Triebe erscheinen – es soll etwas festes Gewebe an der Basis dran sein. Entferne die unteren Blätter, achte auf mindestens einen Knoten und stecke die Stecklinge in feuchte, durchlässige Anzuchterde. Stelle sie an einen hellen, warmen Platz; eine Folien- oder Glashaube erhöht die Luftfeuchtigkeit und beschleunigt die Bewurzelung. Nach etwa 2–4 Wochen sind in der Regel Wurzeln gebildet, danach kannst du die Jungpflanzen abtopfen oder ins Beet setzen. So gewonnene Pflanzen sind genetisch identisch mit der Mutterpflanze.

Mischkultur

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

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