Chenopodium giganteum
Baumspinat
Volksnamen: Riesengänsefuß, Magentaspreen
Foto: Zoey Kroll / edibleoffice · CC BY-SA 3.0 · Quelle
Beschreibung
Baumspinat wird in einer Saison mannshoch und trägt an den jungen Triebspitzen ein leuchtend magentafarbenes Pulver, ein Hingucker im Beet und auf dem Teller. Die milden Blätter schmecken wie Spinat und lassen sich roh oder gedünstet verwenden. Lässt du ihn aussamen, taucht er im nächsten Jahr von selbst wieder auf.
Pflegehinweise
Säe ab April direkt ins Beet oder ziehe vor und pflanze nach den Eisheiligen (Mitte Mai · KW 20) an einen sonnigen Platz. Ernte fortlaufend die jungen, leuchtenden Triebspitzen, das hält die Pflanze zart und verzögert das Verholzen. Stütze hohe Exemplare an windigen Standorten mit einem Stab.
Boden & Standort
Boden-pH
Bodenart
humos, durchlässig, nährstoffreich
Baumspinat ist sehr bodentolerant und wächst auf fast allen gut durchlässigen Böden. Am wohlsten fühlt er sich auf lockerem, humosem und gleichmäßig frischem Boden mit eher mäßiger Nährstoffversorgung. Vermeide Staunässe – ist dein Boden schwer oder verdichtet, arbeite etwas Sand ein, damit er lockerer und durchlüfteter wird.
Gänsefußgewächse (Rote Bete, Mangold, Spinat) mittelzehrend — rund 3 Jahre Pause reichen, vermeide direkte Abfolge innerhalb der Gruppe.
Düngung
Schwachzehrer
Monate
Mär–Apr
Lockere den Boden vor der Direktsaat im Frühjahr gut und arbeite reifen Kompost flach ein – das genügt in der Regel für die ganze Saison. Auf sehr ausgelaugtem Boden kannst du zusätzlich etwas Hornspäne unterheben. Halte dich mit Stickstoff bewusst zurück: Baumspinat lagert überschüssigen Stickstoff als Nitrat in den Blättern ein.
Überwinterung
Baumspinat ist einjährig und stirbt nach der Samenreife ab — die Pflanze selbst überlebt keinen DACH-Winter. Lass im Herbst einzelne Pflanzen bis zur Samenreife stehen und sammle die reifen Samen trocken und kühl ab, oder lass sie einfach aussamen — die Samen überwintern im Boden und keimen im Frühjahr von selbst; ab April kannst du auch gezielt neu aussäen.
Vermehrung
Methoden
- Aussaat
Baumspinat vermehrst du ausschließlich über Samen — als ein- bis zweijährige Pflanze, die im Hausgarten praktisch einjährig kultiviert wird, bildet er keine teilbaren Rhizome oder verwertbaren Stecklinge. Du hast zwei Wege: Entweder säst du ab Mitte April direkt ans endgültige Beet (Direktsaat), oder du ziehst ab März unter Glas vor und pflanzt nach den letzten Frösten aus. Baumspinat ist ein Lichtkeimer — drücke die Samen nur leicht auf die Erde und bedecke sie nicht. Halte die Saat bis zur Keimung gleichmäßig feucht; die Keimung erfolgt meist innerhalb von ein bis zwei Wochen. Wer sich vor Schnecken schützen will, zieht bevorzugt im Topf vor und setzt die Jungpflanzen erst bei ausreichender Größe ins Freiland. Die Pflanze versamt sich zuverlässig selbst: Lässt du einzelne Pflanzen bis in den November stehen, findest du im nächsten Frühjahr von selbst aufgehende Jungpflanzen. Willst du eigenes Saatgut sammeln, warte bis die Samen anthrazit- bis schwarz gefärbt sind — die Seitentriebe reifen zuletzt, oft erst im Oktober oder November. Getrocknete Samen hältst du kühl, dunkel und trocken etwa vier bis fünf Jahre keimfähig.
Mischkultur
Gute Nachbarn
Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.
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