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Pisum sativum

Erbse

Volksnamen: Markerbse, Zuckererbse

Erbse

Beschreibung

Die Erbse ist ein Stickstoffsammler, der den Boden für die Folgekultur verbessert, und gleichzeitig der süßeste Snack direkt vom Beet. Zuckererbsen nascht man am besten roh mit Schote.

Pflegehinweise

Säe ab März direkt ins Beet und gib Rank-Sorten früh eine Kletterhilfe aus Reisig oder Netz. Erbsen brauchen wenig Dünger, aber gleichmäßige Feuchtigkeit während der Blüte, dann füllen sich die Schoten prall.

Boden & Standort

Boden-pH

4.0pH 6.2–78.0

Bodenart

lehmig, humos, durchlässig

LichtVolle Sonne
Sonnenstundenmind. 6 h am Tag
WinterhärteFrostempfindlich
FruchtfolgeHülsenfrüchte
WasserbedarfMittel

Erbsen wollen einen humosen, tiefgründigen, gut gelockerten Lehmboden mit guter Durchlüftung — Staunässe und Verdichtung schaden den Knöllchenbakterien und damit der Stickstoffbindung. Schwere Tonböden und reine Sandböden sind weniger geeignet; liegt der pH unter 6, kalke vor der Aussaat, sonst arbeiten die Rhizobien nicht.

Hülsenfrüchte sammeln über Knöllchenbakterien Stickstoff und sind ideale Vorfrucht für Starkzehrer — selbst brauchen sie rund 4 Jahre Pause am gleichen Platz.

Düngung

Schwachzehrer

Monate

Mär–Apr

Als Leguminose versorgt sich die Erbse über Knöllchenbakterien weitgehend selbst mit Stickstoff — dünge ihr also keinen Stickstoff, das stört sogar die Symbiose. Arbeite im Frühjahr vor der Aussaat etwas reifen Kompost flach in den Boden ein; das stellt Phosphor und Kalium organisch bereit (Phosphor fördert die Knöllchenbildung). Während des Wachstums keine weitere Düngung nötig.

Überwinterung

Die Erbse ist einjährig und stirbt nach der Ernte ab — es gibt nichts zu überwintern, du säst jedes Jahr neu aus (Standard-Sommererbsen ab März ins Freiland, sie vertragen nur leichte Fröste bis etwa -4 °C). Spezielle Wintererbsen-Sorten kannst du im Herbst direkt säen; sie überstehen als kleine Jungpflanze stärkere Fröste und liefern eine frühere Ernte, bleiben aber ebenfalls einjährig.

Vermehrung

Methoden

  • Aussaat

Die Erbse vermehrst du ausschließlich durch Direktsaat ins Freiland. Säe ab März, sobald der Boden auf mindestens 5 °C (Pal- und Ackererbsen) bzw. rund 8–10 °C (Mark- und Zuckererbsen) erwärmt ist, bis in den Juni in Reihen aus. Lege die Samen etwa 3–5 cm tief und 8–10 cm voneinander entfernt, mit einem Reihenabstand von 40–50 cm. Die Keimung erfolgt bei 6–20 °C Bodentemperatur innerhalb von etwa 7–14 Tagen. Mittel- und hochwachsende Sorten brauchen von Beginn an eine Rankhilfe aus Reisern, Netz oder Schnüren. Für eigenes Saatgut wählst du sortenreine, nicht-hybride (keine F1-)Sorten aus: Markiere gesunde, typische Pflanzen früh und lass die untersten Hülsen bis zur vollständigen Reife am Stock, bis sie braun und trocken sind und die Samen hart werden. Dann palst du die Erbsen aus, trocknest sie noch einige Tage luftig im Schatten nach und bewahrst sie kühl, trocken und dunkel auf. Da Erbsen Selbstbestäuber sind, bleibt die Sortenreinheit ohne besondere Maßnahmen weitgehend erhalten; baust du mehrere Sorten an, hältst du sie sicherheitshalber etwas auseinander und gewinnst Saatgut von mehreren Pflanzen, um die Vielfalt der Sorte zu erhalten.

Mischkultur

Gute Nachbarn

Kreuzblütler (Brassicaceae)

besonders bewährt

Hülsenfrüchtler sammeln Stickstoff im Boden, von dem Kohlgewächse als Starkzehrer profitieren.

Zum Beispiel WeißkohlKohlrabiRomanescoGelbsenfÖlrettichRucola und 13 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Doldenblütler (Apiaceae)

Erbsen und Bohnen versorgen Möhre und Sellerie mit Stickstoff und wachsen als Flachwurzler ohne Konkurrenz nebeneinander.

Zum Beispiel DillKnollenselleriePetersilieKorianderStangensellerieGewürzfenchel und 14 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Kürbisgewächse (Cucurbitaceae)

Bohnen und Erbsen reichern den Boden mit Stickstoff an, den Kürbisgewächse als Starkzehrer gut gebrauchen können.

Zum Beispiel KürbisZucchiniButternutHokkaidoPatissonSpaghettikürbis und 12 weitere Arten im Katalog

Quelle: Klassische Mischkultur (DACH-Gartenpraxis)

Lieber nicht

Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae)

besonders bewährt

Lauchgewächse hemmen über ihre Wurzelausscheidungen die stickstoffbindenden Knöllchenbakterien der Hülsenfrüchtler, das bremst deren Wachstum.

Zum Beispiel NarzisseSchneeglöckchenZierlauchBärlauchSchmucklilie

Quelle: Fruchtfolge-Grundregel

Mischkultur ist zum Teil überliefertes Gärtnerwissen. Wo der Grund bekannt ist, steht er dabei.

Sorten

6 Sorten
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